Die Wahrheit? Die Wahrheit!

Februar 15, 2014

Jetzt habe ich mir vorgenommen, in die Wertediskussion einzusteigen.

Und ich habe mir vorgenommen, einen Satz des Hochgebets als Basis zu nehmen.

[…]Mache deine Kirche zu einem Ort der Wahrheit und der Freiheit,
des Friedens und der Gerechtigkeit,
damit die Menschen neue Hoffnung schöpfen.[…]

Das Ziel dieser Werte, also dass die Menschen neue Hoffnung schöpfen können (denn lebt nicht auch die Wirtschaft von der Hoffnung, zum Beispiel die Börse?), ist also klar definiert.

Beginnen wir mit dem ersten Wert, mit der Wahrheit.

Wir sind alle auf der Suche nach Wahrheit, da beisst die Maus keinen Faden ab.

  • Woher komme ich?
  • Wer bin ich wirklich?
  • Was ist mein Sinn?
  • Wer liebt mich?
  • Kann ich mich selber lieben?
  • Wie kann mein Leben glücken?
  • und so weiter

Erst, wenn ich weiss, wo ich stehe, erst nach einer Positionsbestimmung, kann ich festlegen, in welche Richtung ich gehen muss, um zum Ziel zu gelangen.

Und schon bei dieser Positionsbestimmung scheitern viele.

Zu eitel.

Zu selbstsicher.

Zu größenwahnsinnig.

Zu ichbezogen.

Wer immer recht hat, braucht keine Wahrheit, die ausser ihm begründet ist.

Der Mensch ist irrtumsfähig.

Nach welchem Kompass richtest Du Dich? Zeigt Dein Kompass zum Sinai, zu den zehn Geboten? Oder zeigt Dein Kompass auf Dich selber, sodass er sich immer im Kreise dreht?

Gedanken, nur Gedanken

Meint
Euer Christoph


A New Kid in Town

Februar 4, 2014

Schöne Sammlung: http://www.traurigewitze.com/.


Ein paar Gedanken……

Januar 22, 2014

……zur Netzneutralität.

Über dieses Thema ist ja wahrlich schon viel geschrieben worden, und eigentlich sollte es überflüssig sein, darüber noch etwas zu sagen.

Die ersten Router waren ja vollkommen damit ausgelastet, die IP Datengramme einfach nur weiterzuleiten, ohne sich weiter um deren Inhalt zu kümmern. „Best effort service“ hat man das genannt, weil ja der Aufwand für eine neutrale Weiterleitung der Daten ohne jede Einflußnahme tatsächlich insgesamt(!) am geringsten ist.

Mittlerweile ist man in der Lage, auf Kosten des Gesamtaufwands, zum Beispiel mit „Deep Packet Inspection“ und vielen anderen Möglichkeiten, den Verkehr zu analysieren, bevor man ihn weiterleitet, die Dienstgüte für einzelne Nutzer zu reduzieren, damit man die Dienstgüte für andere Nutzer (die mehr bezahlen), erhöhen kann, usw.

Weiters ist man in der Lage, aufgrund von Herkunft und Ziel der Datenströme, und aufgrund des Inhalts, diese beliebig zu drosseln oder zu bevorzugen.

Wie gesagt, das sind technische Möglichkeiten, und es ist eine politische Frage, ob diese Möglichkeiten auch tatsächlich angewendet werden (dürfen).

Zum Beispiel erzählt man, dass T-Mobile die Nutzung von Skype in seinem Netz unterbindet.

Ein Argument dafür ist zum Beispiel, dass man mit Hilfe solcher Techniken mehr Geld lukrieren kann, um den zukünftigen Ausbau der Netze sicherzustellen.

Ein Gegenargument ist, dass die Menschen (und mit ihnen die Wirtschaft), die „Lust am Internet“ verlieren könnten.

Weiters kommt man mit der unterschiedlichen Behandlung von Datenströmen gefährlich nahe an das heran, was man früher als Zensur bezeichnet hat (wird ja zum Beispiel von China so gehandhabt).

Wie gesagt, nur ein paar Gedanken, Kommentare willkommen.

Lg
Christoph


Das Psi und so……

Oktober 19, 2013

Gleich zu Beginn der Hinweis: es geht mal wieder um mein Hobby, nämlich um die virtuelle Modelleisenbahn.

Diese hat jetzt ja einen neuen Namen bekommen („SMUOS“) und ist eigentlich keine Eisenbahn mehr, sondern ein generelles offenes Konzept für 3D Multiuser Szenen.

In dem Dokument, das auf http://smuos.wordpress.com/2011/03/01/smuos-and-the-ietf/ verfügbar ist, habe ich ja bereits im März 2011 eine Architektur vorgeschlagen, an der ich jetzt immer noch feile.

Zuletzt habe ich die Szeneninstanzen (SI) auf persönliche Szeneninstanzen (PSI) „umgetauft“, was schöne Assoziationen ermöglicht.

Hier also das Übersichtsbild (nicht erschrecken, schaut furchtbar kompliziert aus, ist aber nicht einmal so kompliziert wie ein modernes Telefonnetz 😉 )

smuos_sysarch_13

Jetzt haben wir also folgende Ansätze (und ich bitte um fruchtbare Weiterassoziationen).

  • PSI = personal scene instance
  • ITR = interface to reality, enthält das „Modell der Wirklichkeit“
  • WWW-Serv. = WWW Server, enthält das „statische Modell“
  • SCSI = Server/Controller scene instance, enthält das „dynamische Modell“
  • POI = Sensoren und Aktoren, um Wirklichkeit und dynamisches Modell abzugleichen
  • Sensor = point of interest, Aktor = point of interaction

User „bewohnen“ PSIs.

z.B.: User 1 „bewohnt“ PSI 1, User 2 „bewohnt“ PSI 2 und so weiter.

User können mehr als eine PSI bewohnen, sie können auch die „Reality“ bewohnen.

User, die nur die „Reality“ bewohnen, sind aus der Sicht dieses Modells keine „eigentlichen“ User, sondern „kollaterale Entitäten“, die die „virtuelle Wirklichkeit“ nur indirekt beeinflussen können.

Eine PSI stellt nur ein „Bild“ der Wirklichkeit dar aber der User ist trotzdem „mit der Wirklichkeit verbunden“, wenn er nicht „an den Bildern haften bleibt“.

Das „statische Modell“ im ITR ist von einem „Autor“ erstellt worden.

Das POI „ist“ nicht die Wirklichkeit, es ist nur ein „Tor zur Wirklichkeit“.

usw.

Meint
Euer Christoph


Die Zukunft? Die Zukunft!

September 21, 2013

„Wer das Ziel kennt, kennt auch den nächsten Schritt“

Das ist einer meiner Lieblingssätze.

Aber kennen wir das Ziel? Ich meine, das Ziel ist klar definiert:
3 m senkrecht, 2m waagrecht

Oder ist das wieder zu fatalistisch?

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Ein Jahr später hat es sich nicht mehr so optimistisch angehört (aber viel viel schmalziger 🙂 )

Im Jahr 2000 dann wieder positiv

Meint
Euer Christoph


Keine Teilzeitchristen

August 2, 2013

Am Weltjugendtag hat Papst Franziskus die jungen angefeuert, weiterzumachen und die Welt zu verbessern.

Sie sollen keine „Teilzeitchristen“ sein, die trennen zwischen Religion und Leben, sondern wir sollen Menschen sein, die ihre Religion „ins Leben mitnehmen“. (das sind jetzt keine Zitate im eigentlichen Sinn, aber ich denke, so kann man seine Aussagen interpretieren).

Gehen wir einmal in uns und denken wir nach: „Was ist die erste Eigenschaft, die Dir zu Dir selbst einfällt?“

„Ich bin ein……“ und was legt Dir Dein Gewissen hier auf die Zunge?

„…ein Wiener“
„…ein Mensch“
„…ein Kind Gottes“
„…usw.“

Und das sagt doch schon sehr viel über mich aus, was mir da sofort einfällt. Und in welcher Reihenfolge.

Meint
Euer Christoph


Halloween im Juli?

Juli 1, 2013

Letzte Woche hat Don Brutzman auf der X3D-Public Mailing Liste angeboten, dass man die „Hello World“ Szene von X3D (ein 3D Globus, unter dem der Titel „Hello World“ prangt) internationalisieren könnte, also mehrere Versionen in mehreren Sprachen.

Siehe die Mail unter:
http://www.web3d.org/pipermail/x3d-public_web3d.org/2013-June/002474.html

Ich komme jetzt in Versuchung eine Version zusammenzustellen, auf der ein orangener Kürbis prangt, und darunter der Text „Hallo Wien!“, bzw. zusätzlich ein noch zu überlegender Text mit deutschen Umlauten, um die Internationalisierung klar herauszuarbeiten.

Zum Beispiel:
„X3D grüßt Österreich“
„Hallo Wien!“
und hier dann der Kürbis in 3D

Wäre interessant, aber ob ich die Zeit dazu habe?

Gäbe es von Eurer Seite dazu Vorschläge?

Meint
Euer Christoph


Vom Sinn des Lebens

Juni 23, 2013

Jetzt habe ich lautstark verkündet, dass das Hobbyprojekt endgültig gestorben ist (https://letztersein.wordpress.com/2013/05/27/ich-gebe-es-auf/) und nun erkenne ich, dass ich das sinnstiftende Element dieses Hobbies – bzw. das sinnvernichtende Element des Nicht-Hobbies – wieder einmal unterschätzt habe.

Und nun sitze ich im Kaffeehaus und kopiere das simulrr/ – Verzeichnis in ein neues smuos/ – Verzeichnis, wobei ich in einem ersten Schritt die unwichtigen Elemente gleich entferne, ausserdem die Eisenbahn-Anteile, die ich – vorerst – nicht mehr benötige.

Schrumpft von knappen 30 MB sofort auf 12 MB, das Projekt.

Und ausserdem verkünde ich überall, dass ich das Projekt starte (sogar auf X3D-public), damit ich dann keinen Rückzieher mache: http://smuos.wordpress.com/2013/06/22/smuos-a-new-sourceforge-project/.

Seltsam, seltsam, dieses Leben.

Meint
Euer Christoph


Für jetzt aber bleiben uns Glaube, Hoffnung, Liebe…

Juni 9, 2013

Nicht nur das alte Testament hat das sogenannte Hohelied, auch im neuen Testament gibt es ein Hohelied der Liebe.

Man möchte es nicht glauben, aber es stammt von Paulus und ist bei 1 Kor 13, also im 13. Kapitel des ersten Briefes an die Korinther zu finden.

Ich möchte mich jetzt nicht in Bibelexegese üben, sondern ein paar andere Zitate zum Thema „Glaube, Hoffnung, Liebe“ zum besten geben, ohne allzuviele eigene Worte zu machen.

„Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

„Man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden“ (Epiktet)

„Die größte Stärke des Menschen ist seine Hoffnung“ (Weisheit aus Deutschland)

„Nichts kann einen Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt“ (Adolf von Harnack)

Lg
Christoph


Ich gebe es auf

Mai 27, 2013

Zuallererst die Frage: Was meine ich mit „aufgeben“?

„Aufgeben“ im Sinne von engl. „to abandon“ oder „aufgeben“ im Sinne von engl. „to hand in“?

Nun gut, diese Frage möchte ich bewußt offenlassen.

Aber was ist „es“?

„Es“ ist in erster Linie eine Reihe von Ideen, die alle im Laufe der Zeit entstanden sind, und die alle mehr oder weniger veröffentlicht worden sind (jeweils auf einem meiner 5 Blogs oder in einem meiner beiden Sourceforge Projekte).

Warum ich diese Ideen alle veröffentlicht habe und nicht für mich behalte, liegt letzten Endes daran, dass ich für mich persönlich keine Chance gesehen habe, damit Geld zu verdienen, dass mein jeweiliger Arbeitgeber daran nicht interessiert war, und dass ich dann letzten Endes aus einem schlechten Gewissen gegenüber der Menschheit mir immer die Arbeit angetan habe, es zu veröffentlichen.

Ein gewisser Exhibitionismus mag auch dazu beigetragen haben.

Und die Tatsache, dass eine Veröffentlichung letzten Endes der einzige Beweis dafür ist, dass ich diese Idee gehabt habe (als erster oder nicht, ist hier nebensächlich).

Das meiste davon ist nicht neu, aber es ergibt in Summe einen ganz schönen Überblick darüber, was dabei zwangsläufig herauskommen muß, wenn sich ein Mensch aus der Sparte Telekom in seiner Freizeit mit den Möglichkeiten von 3D-Graphik beschäftigt, insbesondere mit Web3D Technologien, insbesondere mit dem Netzwerksensor-Interface.

A) Der persönliche Urknall

Noch bevor ich wußte, was Google Earth ist, war da eine „Inspiration“, die im Wesentlichen auf dasselbe hinausläuft.

Bloß, dass ich von Anfang an von einer verteilten Datenbank geträumt habe, die Server in aller Welt (und von verschiedenen Eigentümern) durch ein Internetprotokoll miteinander verbindet und 3D-Szenen aufgrund eines primary Key zusammensetzt, den ich als „VRA“ (Virtual Roaming Area) bezeichnet habe – ein geschlossenes oder offenes Polygon.

Ich habe das als DIGITS bezeichnet („Distributed Internet Geographic Information Transmission Service“).

Ich nehme an, zur Entwicklung dieser Sache hat man meine Ideen nicht gebraucht, dennoch habe ich sie sicherheitshalber als Unterverzeichnis im Source Code meines ersten Open Source Projektes veröffentlicht: http://simulrr.sourceforge.net

B) Eisenbahn-Simulation

Kann man Web3D verwenden um Eisenbahnen zu simulieren?

Natürlich!

Es gab auch bereits einige nette Beispiele im Web, dennoch fehlte mir noch der Multiuser-Mode.

Ich fragte auf der X3D-public Mailing Liste, ob es hier bereits standardisierte Lösungen für den Multiuser-Mode gab.

Ja, sagte man mir, einerseits gab es da die DIS Komponente (Distributed Interactive Simulation), die bereits fertig standardisiert war – jedoch nur von einem Web3D Browser unterstützt -, andererseits gab es den Netzwerksensor, welcher ein sehr viel generelleres Interface darstellte, aber es gab immerhin zwei Web3D Browser, mit denen man Versuche anstellen konnte.

Ich entschied mich für den Netzwerksensor, obwohl natürlich die Verwendung eines generellen Interfaces für komplizierte Anwendungen (also z.B. für eine Eisenbahn-Simulation) prinzipiell höhere Aufwände bedeutet.

Im Gegenzug war man nicht von einem einzigen Browserhersteller abhängig (theoretisch, zumindest) und man konnte die Funktion des Interfaces auf die eigenen Wünsche „hinbiegen“.

Diese Idee verfolgte ich auf dem Blog http://simulrr.wordpress.com
und im Sourceforge Projekt http://simulrr.sourceforge.net

C) Simple Multiuser Szenen

Idee B) führte dazu, dass ich begann, einen Satz von X3D Prototypen experimentell zu entwickeln. Ich bezeichnete diese Prototypen als „SRR Framework“, wobei der Begriff „Framework“ eher das bezeichnete, was einmal daraus werden sollte, als das, was es tatsächlich schon war.

Da das „SRR Framework“ mittlerweile recht komplex geworden war, beschloss ich, es in einen Basisanteil (das sogenannte „base module“) und spezifische Anteile (sogenannte „extension modules“) zu zerlegen. So könnte der Basisanteil für beliebige „Simple Multiuser Online Scenes“ (SMUOS) und die spezifischen Anteile für verschiedene Anwendungen (Eisenbahnsimulation, Autosimulation, Flugzeugsimulation, Bürozusammenarbeit (Collaboration), etc.) verwendet werden.

Aufgrund mehrerer Ursachen bildete sich daraus

D) Die Idee SMUOS/C3P

Das „Base Module“ des „SRR Frameworks“ läßt sich bereits jetzt für einfache Multiuser-Szenen benützen, hat aber aus Sicht eines Mitarbeiters der Telekom Branche den entscheidenden Nachteil, dass für die Kommunikation mit dem Collaboration Server ein proprietäres Protokoll verwendet wird.

Dieses Protokoll sollte man also definieren.

Weiters wäre es im Sinne einer Standardisierung sinnvoll, das „Base Module“ des „SRR Frameworks“ „tieferzulegen“, also eine X3D Komponente zu definieren, welche im Wesentlichen die API bietet, die im SRR Framework experimentell entwickelt worden ist.

Diese Idee SMUOS/C3P beschreibe ich auf dem Blog http://smuos.wordpress.com
und im (ungestarteten) Sourceforge Projekt http://smuos.sourceforge.net

Ein weiterer Aspekt – der auf eine Mail auf der X3D-public zurückgeht und von dort „inspiriert“ war – ist die Idee, die „Wirklichkeit“ als (N+1)-te Szeneninstanz in die Multiuser-Session einzubinden.

Diese Idee ist in einem Paper zusammengefasst, welches ich am 1.März 2011 veröffentlicht und zuletzt am 18.Jänner 2012 geändert habe. Dieses Paper findet sich unter anderem hier: http://smuos.wordpress.com/2011/03/01/smuos-and-the-ietf/.

So, das war „es“.

Jetzt liegt es an Dir, lieber Leser, zu entscheiden, ob ich mit „aufgeben“ „to abandon“ gemeint habe, oder „to hand in“.

Oder, ein bisschen direkter formuliert, sozusagen mit den Worten der letzten Hornbach-Werbung: „Und jetzt Du.“

Meint
Euer Christoph