War 9/11 ein Notruf?

Mai 18, 2013

Klingt wie eine Verschwörungstheorie, isses auch.

Aber ist es nicht ein seltsamer Zufall, dass „911“ die Amerikanische Notrufnummer ist, so wie „112“ die Europäische ist?

Wer hat da um Hilfe gerufen?

Wen hat er um Hilfe gerufen?

Geht es mal wieder um den „wahren Gegner“? (siehe die Erzählung „Das dritte Kind“)

Weitere Mails von der X3D-public zu diesem Thema:

Mutmaßt
Euer Christoph


Phantasievoller Ostereier-Wettbewerb zum „Dritten Kind“

Mai 10, 2013

OK, das muß ich jetzt erklären.

Also, „Das dritte Kind“ ist eine kleine Erzählung (bzw. eine Trilogie), die in der Version 1.0 seit Ostern 2013 verfügbar ist: Siehe die Drehbuchseite.

Im „Dritten Kind“ sind nun einige „Ostereier“ versteckt.

Zum Beispiel ist die Hauptfigur Otto eine Allegorie für geographische 3D-Infrastruktur im Internet (also z.B. Google Earth und seine Nachfolger).

Oder der Bigamist Walter kann als „Österreich im kalten Krieg“ aufgefasst werden.

Oder…….

Ja, und genau jetzt möchte ich einen Wettbewerb ausschreiben: wer neue „Ostereier“ „entdeckt“ bzw. „erfindet“, bekommt als Belohnung „viele viele Smileys“ hier auf diesem Blog.

Viel Spaß
Euer Christoph


Hilfe, ich bin suboptimal

April 24, 2013

Während man dieses Wort durchaus als zweideutig einstufen kann – denn in der ursprünglichen wissenschaftlichen Bedeutung meint es fast perfekt bzw. nicht ganz perfekt, in der ironischen Bedeutung meint es schlichtweg miserabel – , so kann man andererseits über einen gewissen Optimierungswahn nur den Kopf schütteln.

Da gibt es Menschen, die suchen „den richtigen Weg“ – so als ob es für sie genau einen richtigen Weg gäbe, und jede Abweichung käme einer Todsünde gleich.

Wie oft verbringen wir Stunden, Tage, Jahre, um die richtige Entscheidung zu treffen, und fühlen uns unglücklich, solange die Entscheidung eben nicht gefallen ist.

Dabei müßten wir unserem Herzen nur einen Ruck geben, und einen Schritt in die richtige Richtung gehen.

Und kaum ist man den einen Schritt gegangen, tun sich neue Horizonte auf und alles ist ganz anders.

  1. Meliorisierung statt Optimierung
  2. Wer das Ziel kennt, kennt auch den nächsten Schritt
  3. Viele Wege führen nach Rom
  4. Eine falsche Entscheidung ist besser als gar keine Entscheidung

Meint
Euer Christoph


Top down, Bottom up

Februar 14, 2013

Vor langer Zeit hat einmal ein dummer Junge folgendes Bild zum Thema „DIGITS und die Anwendungen“ verbrochen:

topbottom

Der Gedanke dahinter war, dass man – ausgehend von einer fiktiven Existenz von DIGITS – sich Gedanken über mögliche Anwendungen machen könnte – sozusagen Top down.

Andererseits ist DIGITS aber eine äußerst kostspielige Angelegenheit und muss sich erst zitzerlweise durch die Anwendungen finanzieren – Bottom up.

Lustig ist in diesem Zusammenhang, dass die Begriffe „Top“ und „Bottom“ hier eigentlich kervehrt verwendet werden, da ja in den üblichen Begriffen von Software- und Netzwerkschichten DIGITS eher einer unteren Schicht zuzuordnen ist und die Anwendungen eher einer oberen Schicht.

Jetzt könnte man trefflich ins Philosophieren kommen, wer hier wen „verursacht“ bzw. „ernährt“. Die Oberschicht die Unterschicht oder die Unterschicht die Oberschicht.

Aus Sicht von DIGITS ist SrrTrains übrigens eine einzige mögliche Anwendung von vielen.

Möchte nur wissen, wie SrrTrains DIGITS ernähren soll, wenn es nicht einmal selber lebensfähig ist 🙂

Aber eigentlich wollte ich ja heute über einen anderen, wenn auch ähnlichen, Kreislauf schreiben

deduktion

In den empirischen Wissenschaften spricht man davon, dass man ausgehend von Erfahrungstatsachen, in einem kreativen Prozess durch sogenannte Induktion ein allgemeines Gesetz (er-)findet, aus welchem man schließlich durch reine logische Schlussfolgerung wieder Einzelfälle vorhersagen kann (Deduktion).

Solange alle Vorhersagen eintreffen, kann man davon ausgehen, dass das allgemeine Gesetz gültig ist, also die „zur Zeit anerkannte Theorie“ darstellt.

Diese Anordnung läßt natürlich jede Menge Schlupflöcher offen für unser allseits beliebtes „kreatives Chaos“.

Denn einerseits können unterschiedliche kreative Köpfe unterschiedliche allgemeine Gesetze zu denselben Tatsachen induzieren (er-finden).

Andererseits hat auch die Deduktion ihre Grenzen.

Wenn man aus einem allgemeinen Gesetz durch „rein logische Schlussfolgerung“ auf einen Einzelfall schliesst, dann heisst das ja, dass man zuvor die „Gesetze der Logik“ als wahr anerkennen muss.

Das ist aber nicht a priori gegeben.

Was ist, wenn jemand der Deduktion keinen Glauben schenkt, weil ihm der Deduzent einfach suspekt ist?

Oder wenn er nicht genügend geistige Kapazität hat, um die „Gesetze der Logik“ überhaupt anzuwenden?

Oder wenn ihm seine Eltern eine „gänzlich andere“ Logik beigebracht haben?

Oder wenn eine Glaubenstatsache dagegen spricht?

Kein ernstzunehmender Atheist würde bezweifeln, dass eine Hostie zwischen Wandlung und Kommunion einfach ein Stück Brot ist.

Aber da gibt es einige unbeugsame Barbaren, die die Gesetze der Logik zum Teufel jagen und darauf bestehen, dass das eben KEIN Brot ist.

Und wie ist das jetzt mit den sogenannten „absoluten“ Wahrheiten? „absolutus“ heißt auf Lateinisch „uneingeschränkt“, „losgelöst“, also sozusagen losgelöst von den Umständen IMMER und ÜBERALL gültig.

Wobei es hier noch eine zusätzliche Feinheit gibt:

Wenn wir nämlich einmal davon ausgehen, dass Wahrheit immer eine Eigenschaft eines Satzes ist, dass man also den Begriff Wahrheit nicht denken kann ohne den Begriff eines Satzes, auf den sich die Wahrheitseigenschaft bezieht,

dann haben wir mit dem Umstand zu tun, dass ein Satz von einem JEMAND entweder GESENDET (gesprochen, geschrieben) oder EMPFANGEN (gehört, gelesen) werden kann.

Von einer ABSOLUTEN Wahrheit müßte man nun fordern, dass der Satz auf den sie sich bezieht, IMMER UND ÜBERALL wahr ist, ganz egal, WER ihn SENDET und/oder WER ihn EMPFÄNGT.

Für einen braven Katholiken ist es jetzt also eine absolute Wahrheit, dass eine Hostie zwischen Wandlung und Kommunion KEIN Brot ist, für einen braven Atheisten hingegen ist das eine absolute Falschheit, denn für ihn ist es definitiv Brot.

Man ist geneigt zu sagen: hoffentlich gibt es bitte nicht allzuviele „brave“ Menschen, denn sonst ist der totale Krieg unausweichlich.

Der Trick ist eben das Wort „für“.

„Für“ einen braven Katholiken ist dies eine absolute Wahrheit, „für“ einen braven Atheisten ist jenes (das Gegenteil) eine absolute Wahrheit.

Ein logischer Widerspruch, den wir nur mit Hilfe von Toleranz, Einfühlsamkeit und Kompromissbereitschaft lösen können.

Denn der brave Katholik muss es halt akzeptieren, dass „seine“ absolute Wahrheit „in Wirklichkeit“ gar keine absolute Wahrheit ist, sondern nur „für ihn“.

Er soll sich selbst nicht für „die Wirklichkeit“ halten, denn auch er lebt nur in „(s)einer Virtuellen Realität (VR)“.

Das muss jetzt nicht heissen, dass es „überhaupt keine Realität“ gibt, nein, ich meine nur, dass wir alle nur „durch unsere voreingenommene VR“ einen Blick auf die „wirkliche“ „Wirklichkeit“ erhaschen, dass wir nur ein „Modell der Wirklichkeit“ in unserem Kopf haben.

Ist übrigens keine neue Erkenntnis, siehe Höhlengleichnis, und auch Kohelet hat ja schon gesagt: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“.

Was wieder einen schönen abgerundeten Schluß ergibt.

Meint
Euer Christoph


First Contact (Das dritte Kind)

Oktober 6, 2012

Vom „dritten Teil des „Dritten Kindes““ ist ja noch nicht viel da (siehe die Skizzen auf https://letztersein.wordpress.com/drehbuchseite/), aber ich habe jetzt eine erste Idee, wie das erste Zusammentreffen der drei Hauptfiguren funktionieren könnte.

Man könnte die drei (Lieserl, Conrad Peter und Otto) ja bekanntlich als Metaphern für „die Telekommunikation“, „SMUOS“ und „DIGITS“ auffassen, aber mir ist jetzt eine neue Interpretation eingefallen.

Was wenn man sie als Metaphern für die drei Hauptkasten interpretiert:

Lieserl ist der Philosoph/Gelehrte
Conrad Peter ist der Krieger
und
Otto ist der Händler.

Na gut, hier der Textausschnitt:

Lg bis zum nächsten Mahl

Meint Euer Christoph

Identitäten und Geschäfte

6.

Lieserl und Conrad Peter stehen in einer einsamen Sackgasse in der Nähe einer Fabrik. Sie haben Zuflucht unter dem Schatten eines Baumes genommen.

Lieserl: „Heisser Tag heute, ziemlich jedenfalls.“

Conrad Peter: „Wo er nur so lange bleibt?“

Hinter dem Gebäude kommt ein junger, schlanker Mann hervor, der sich behutsam nähert.

Otto: „Ich bin ‚Nummer Eins‘, und wer seid Ihr?“

Conrad Peter: „Ich bin ‚Mister Cheesy‘ und das hier ist meine Auftraggeberin.“

Otto: „Heutzutage mischen Frauen schon überall mit. Hat sie eine Ahnung von der Materie?“

Lieserl (empört, aber offensichtlich vom altmodischen Macho-Gehabe ein wenig beeindruckt): „Ich studiere Astrophysik. Da werde ich mich doch mit läppischen Geodaten für eine Eisenbahnstrecke auskennen!“

Otto: „Na na, diese Daten sind vom Feinsten!“ (hält Conrad Peter einen USB-Stick hin)

Conrad Peter: „Gut, das werde ich gleich mal prüfen“ (er zieht einen Laptop hervor und steckt den USB-Stick an).

Lieserl: „‚Nummer Eins‘. Also eine Ziffer. Hast du dir schon mal überlegt, daß die Ziffern auf einem Ziffernblatt in Wirklichkeit überflüssig sind? Jedenfalls, solange man einen festen Bezugspunkt hat, an dem man den Zwölfer ‚aufhängen‘ kann?“

Otto: „Das ist mir zu hoch. Davon verstehe ich nichts. Ich bin nur ein Händler, der gegen gutes Geld gute Ware liefert.“

Lieserl: „Ich meine nur, die sogenannten ‚großen Nummern‘ sind manchmal ganz schön überflüssig“ (denkt ein wenig nach), „oder auch die kleinen“ (lächelt).

Conrad Peter ist mit seiner Prüfung fertig.

Conrad Peter: „OK, die Ware ist gut, wieviel?“

Otto: „Zweihundert“

Conrad (schaut zu Lieserl, diese nickt): „Ist in Ordnung.“


Lernen Sie Geschichte, Herr Reporter…

Oktober 2, 2012

…war eines jener vielen Zitate, mit denen Bruno Kreisky in die Geschichte eingegangen ist.

Aber was ist denn jetzt die Basis der Zifferngeschichte? http://erstersein.wordpress.com/about

Zur Geschichte der Ideen (also von DIGITS, SMUOS, MRGC usw.) muss man anmerken, dass ein wesentlicher Ausgangspunkt darin bestanden hat, die Bezeichnung F-117A zu meditieren.

Warum heisst ein Bomber „F“ und nicht „B“? War geplant, dass er fuer die B-2 „Geleitschutz“ fliegt, um sie vor „boesen“ elektromagnetischen Wellen zu schuetzen?

Warum „A“? Wenn es eine „A“-Version gibt, dann gibt es auch eine „B“-Version (bzw. eine endgueltige Version ohne „A“).

Kann eine F-117A im Rueckenflug fliegen?

117 kann aus der Sicht des Programmierers auch bedeuten (1)-(1)-(7) gleich (1)-(1)-(-1). Was waren das fuer drei „Dinge“, die in den 80er Jahren entstanden sind, wobei aber das dritte „nicht wirklich“ existiert, oder „nicht notwendig“ ist, oder eben ein „Gegenlaeufer“ ist?

Fragen ueber Fragen.

Meint
Euer Christoph


Warum Straßen die Wirtschaft ankurbeln oder ……

September 5, 2012

……warum es nicht gut ist, wenn jeder alles selber macht.

Liebe Leser, wenn einmal einer von Euch auf der Drehbuchseite vorbeigeschaut hat, dann könnte es sein, dass ihm bewusst geworden ist, dass sich die Erzählung „Das dritte Kind“ (die ich großspurig als „Trilogie“ bezeichne) erst im Entstehen befindet.

Insbesondere verfolge ich im dritten Teil der „Trilogie“ das Ziel, die Ideen von DIGITS („Distributed Internet Geographic Information Transmission Service“) in einer ansprechenden Form unter die Leute zu bringen.

Dabei fungiert der eine der beiden Helden – Conrad Peter – als Metapher für die Idee einer Multiuser-Szene (z.B. manifestiert im Server Produkt „BS Collaborate“ (TM)).

Der andere Held, um den es ja eigentlich geht, ist Otto, der die Idee der Übertragung und Kombination von geographischen 3D-Daten über und durch das Internet verkörpert.

Diese Idee ist rudimentär bereits im Produkt „Google Earth“ (TM) erkennbar, könnte aber durch Produkte wie zum Beispiel einen „BS Geo Grid Server“ (TM) weitere Impulse erhalten.

Aber was ist es denn jetzt, dieses „Wesen von DIGITS“?

Nun gut, nehmen wir an, wir wollen ein 3D Game bauen, z.B. einen Flugsimulator, dann brauchen wir Geodaten für die Landschaft.

Die kann man sich mehr oder weniger einfach beschaffen und dann in das Spiel einbauen.

Die Daten sind aber, wenn sie einmal in das Spiel eingebaut sind, nur für dieses verwendbar und können nicht etwa für eine geographische Suchmaschine wiederverwendet werden.

Jedes Spiel, jede „App“ hat also ihre eigenen Daten. Das sieht dann so aus wie in der folgenden Abbildung:


























Das entspricht in etwa dem Zustand der ländlichen Gebiete, bevor der Handel erfunden worden ist.

Jeder Bauernhof hatte seine eigenen Felder, sein eigenes Vieh und seine sonstigen Ressourcen. Ein einzelner Mensch hatte da keine großen Chancen, einen Bauernhof „auf die Beine zu stellen“, wer Besitz hatte, mußte diesen verteidigen und die Besitzlosen waren viele.

Irgendwann hat man dann begonnen, Straßen und Wege zu bauen, die von jedem benutzt werden konnten. Natürlich war ein gewisses Maß an Standardisierung nötig, zumindest gewisse Mindestbreiten mussten die Straßen ja aufweisen.

Dadurch konnte man auch „fremde“ Ressourcen nutzen (z.B. mieten), und man begann, Handel zu treiben.

Im Endeffekt hatte man dann ein Straßennetz, das im Idealfall jeder Einzelbürger gleichberechtigt benützen konnte.

Für unsere Apps heißt das, dass sie ihre 3D-Daten von verschiedensten Anbietern beziehen und nutzen können, ein Anbieterwechsel ist dann keine große Sache mehr und die Fixkosten werden auf viele Benutzer aufgeteilt.














Einzige Frage ist dann noch, wer den Datenpool betreiben soll und wer die Standards für die Interfaces festlegt.

Da es sich dabei eindeutig um Infrastruktur handelt, ist hier sicherlich der Staat gefordert, steuernd und schützend einzugreifen.

Meint
Euer Christoph

P.S.:
DIGITS findet man übrigens hübsch versteckt im Sourcecode des SIMUL-RR Projektes, es ist aber öffentlich zugänglich und somit nicht mehr patentierbar 🙂
https://simulrr.svn.sourceforge.net/svnroot/simulrr/concepts/src/Digits/


Kann man eine Abtreibung als Putativnotwehr auffassen?

August 7, 2012

Ich möchte gleich mal vorausschicken, daß ich kein Jurist bin.

Werde mich also sowieso beschränken auf allgemeinmenschliche und nach Möglichkeit vernünftige Argumente und Überlegungen.

Wann beginnt das Leben?
Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?

Mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle?
Wenn also das Genom fertig ist?
Oder sobald es erste Nervenzellen gibt und der Mensch also Schmerzen empfinden kann?
Mit der Einnistung in die Gebärmutter?

Ich glaube, diese Frage kann niemand wirklich beantworten. Und darum sollten wir – im Zweifelsfalle für den Schwächeren – im Sinne des Kindes argumentieren, daß ein Mensch also ein Mensch ist, sobald Ei- und Samenzelle verschmolzen sind.

Aber eigentlich müßten diese Frage die Mediziner beantworten. Tun sie aber nicht, bzw. tut jeder Mediziner anders.

Wenn man es also objektiv durchdenkt, dann ist jede Abtreibung ein Mord.

Oder?

Na ja, im Österreichischen Strafgesetzbuch wird Abtreibung immer noch als eine „Tat“ bezeichnet, also als ein Unrecht.

Allerdings bleibt dieses Unrecht unter bestimmten Voraussetzungen straffrei und es ist auch verboten, Personen, die an einer straffreien Abtreibung mitgewirkt haben, deswegen zu benachteiligen.

Allerdings ist es auch verboten, Personen zu benachteiligen, die sich aus Gewissensgründen geweigert haben, an einer Abtreibung mitzuwirken.

Wenn hingegen eine ernste Gefahr für Leben oder Gesundheit der Mutter besteht, dann ist Abtreibung auch nach dem dritten Monat durchaus erlaubt. Man könnte das, in meinem juristisch ungebildeten Wortschatz, also als eine Art Notwehr bezeichnen.

Damit eine Notwehr vorliegt, muß es aber eine tatsächliche(!) Bedrohung geben, es reicht nicht, dass sich die Mutter einfach nur bedroht fühlt.

Hier kommt der Begriff der „Putativ“notwehr zum Tragen. Das ist also keine tatsächliche(!) Notwehr, sondern der Täter ist bloß davon ausgegangen, daß es sich um Notwehr handelt (lat. „putare“ = „meinen“, „glauben“).

Kann man also eine Abtreibung unter Umständen als Putativnotwehr auffassen?

Eine tatsächliche Bedrohung liegt ja offensichtlich nicht vor, aber die Mutter fühlt sich durch die bloße Existenz des Kindes derart in ihrer eigenen Existenz bedroht, daß sie keinen anderen Ausweg mehr sieht.

Nur ein Denkansatz, nicht mehr

meint
Euer Christoph


Der wahre Gegner

Juni 16, 2012

Jetzt habe ich also tatsächlich begonnen, den dritten Teil meiner kleinen Trilogie „Das dritte Kind“ zu schreiben, zumindest erste Skizzen.

Die ersten Seiten dieser Skizzen (die, die schon fertig sind), möchte ich Euch hier zeigen. Natürlich ist der Cyber-Gangster Otto (ich habe ihn von Werner auf Otto umbenannt) eine Metapher für DIGITS, aber das wißt Ihr ja bereits.

Durch die Umbenennung auf „Otto“ ergibt sich jetzt folgende Möglichkeit, aus den Vornamen der Hauptpersonen die Akronyme „W3C“ und „C3PO“ zu bilden, was in einer gewissen Art und Weise als „schöner Zufall“ interpretiert werden kann.

Walter
3
Conrad
3
Peter
Otto

Also, hier der Text

Vorwort des Erzählers

Jetzt haben wir uns also mit der Welt beschäftigt, in der Walter und seine beiden Familien lebten. Da waren diese beiden häßlichen Blöcke, der „grüne Block“ und der „blaue Block“, deren Bedeutung aber zum Glück langsam abnahm.

Und wir haben uns mit den Kindern beschäftigt, die den Eltern natürlich technisch haushoch überlegen waren.
Doch sie konnten von den Erwachsenen noch immer etwas lernen, obwohl sie längst „aus dem Haus waren“ und Walter auch schon das rettende Ufer der Pension erreicht hatte.

Conrad Peter war in der Obhut eines Militaristen aufgewachsen, doch seit seinem 14. Lebensjahr war er bei Walter – und Walter war tatsächlich das genaue Gegenteil eines Militaristen.

Und so war es – Wink des Schicksals – unserem Conrad Peter also gelungen, daß er de facto einen Brückenschlag zwischen dem Miltaristen Heinrich und dem Weichei Walter getan hatte.

Lustigerweise war es bei den sogenannten „großen Entwicklungen“ ganz ähnlich wie beim „kleinen“ Schicksal unserer Helden. Zur Zeit herrschte eher die Stunde der Brückenbauer, denn die Stunde der Maurer war vorüber.

Die Freiheiten waren es also, die hoch im Kurs standen. Die Freiheit des Warenverkehrs, die Freiheit des Geldverkehrs und die Freiheit des Personenverkehrs.

Das führte letzten Endes dazu, daß sich gar mancher zu viele Freiheiten herausnahm, was wieder dazu führte, daß die Reichen reicher und die Armen ärmer wurden.

Man könnte also sagen, daß sich anstatt der politischen Mauer zwischen Grün und Blau nun die wirtschaftliche und soziale Mauer zwischen Arm und Reich aufrichtete, was wiederum zu Spannungen führte.

Mit dieser zweiten Form der Spannungen wollen wir uns nun beschäftigen.

Diese Erzählung besteht aus ??? Kapiteln, die sich mehr oder weniger „eins zu eins“ in die Szenen eines Filmes umsetzen lassen.

Die Erzählung beginnt mit Kapitel eins, der Film jedoch benötigt eine „Szene Null“, die optisch auf das Thema einstimmen soll.

Szene Null

Der Film beginnt mit einem Blick von schräg oben auf den Garten der ersten Familie Walters. Das Gras ist grün, Walter sitzt in einem gelb/weißen Liegestuhl. Die Kamera schwenkt nach oben und fährt in den tiefblauen Himmel.

Immer die obere Hälfte des Bildes mit blauem Himmel gefüllt, „fliegt“ die Kamera über den weniger dicht besiedelten Bezirk, in dem die erste Familie wohnt, quer über die Donau, zur und entlang der Ringstraße und dann abzweigend in einen der dichter besiedelten Bezirke Wiens.

Dort durchs Fenster in eine verlassene Fabrikshalle, wo der Cyber-Gangster Otto mit seiner Bande einen Raum voll von Computern installiert hat.

Alle sitzen an ihren Computern und sind offensichtlich auf die Bildschirme konzentriert.

Diese gesamte „Szene Null“ ist zu 100% computeranimiert, auch die Personen Walters, Ottos und der Bande sind es.

Mein Gott, Otto!

1.

Otto: „Noch fünfzig Megabyte, dann haben wir es“

Erstes Bandenmitglied: „Aber mach schnell, sie sind uns schon auf den Fersen. In 20 Sekunden haben sie unsere IP“

Otto: „Diese Konstruktionspläne können wir um mindestens fünfzig Riesen verhökern.“

Erstes Bandenmitglied: „Noch 10 Sekunden!“

Otto: „Nur keine Sorge…..“ (beißt sich auf die Lippen) „…..fertig!“

Erstes Bandenmitglied: „Uff, das war knapp!“

Otto: (lehnt sich im Sessel zurück) „Ich bin mal wieder auf den Geschmack gekommen. Wir machen noch nicht Schluß für heute. Da gibt es eine Firma, die hat die detaillierten Geodaten der gesamten Semmeringbahn. Die nehmen wir uns jetzt vor.“

Erstes Bandenmitglied: „Mein Gott, Otto! Doch nicht die Semmeringbahn. Die gehört zum Weltkulturerbe und ist sicher bald in einem offenen Format gratis zu haben. Das lohnt das Risiko nicht!“

Otto: „Ich will sie aber nicht ‚bald‘ haben sondern ‚jetzt‘.“ (macht sich an die Arbeit)

usw……….

Meint
Euer Christoph


Gesamtkunstwerk?

Mai 26, 2012

Also, jetzt ist es wieder passiert!

Was ist passiert?

Für Leute, die sich zufällig hierher verirrt haben, muss ich das erklären: Ich beschäftige mich seit einigen Jahren hobbymäßig mit 3D-Graphik. Ja. Näheres erfährt man im Impressum: About Page

Ja, und jetzt schreibe ich an einer Erzählung, genauer, an einer Trilogie (wens interessiert: Du kannst einen Kommentar und mit diesem Deine E-Mail-Adresse hinterlassen, dann schicke ich Dir auf Aufforderung die Geschichte zu).

Ja, und was bitte ist jetzt passiert?

Ich kanns sagen: ich komme in Versuchung, mein Software-Projekt SrrTrains wieder zu re-animieren (noch bin ich der Versuchung nicht endgültig erlegen: http://simulrr.wordpress.com/2012/05/26/srrtrains-vehicles-dynamic-models-outlook/).

Aber es kann nicht mehr lange dauern.

Und dann wird man mir wieder vorwerfen, dass ich mit meinen Erzählungen ja eigentlich nur Werbung für DIGITS und SMUOS machen möchte.

Ja, aber warum eigentlich nicht? Sind Werbespots nicht auch eine Form von Kunstwerken?

Und vielleicht ist SrrTrains/SMUOS/DIGITS ja auch nur ein Kunstwerk – also ohne monetäre Absichten entstanden – also alles zusammen ein „Gesamtkunstwerk“?

Ja, und warum um alles in der Welt ist es verboten, mit Kunst Geld zu verdienen und Erfolg zu haben. Ist Erfolg an sich schon etwas Böses? (Womit wir wieder beim alten Thema wären)

Meint
Euer Christoph

P.S.: wahrscheinlich sind die Gedanken dieses Posts nicht einmal den Speicher wert, den man mit ihnen verbraucht, aber es ist halt so angenehm, solche Gedanken „ins Netz“ zu stellen und damit „los“zuwerden