Kritisches Denken und Geborgenheit

November 15, 2015

Kritisches Denken kann nur in einer Atmosphäre der Geborgenheit entstehen.

Nur, wenn ich keine Angst haben muss, dass eine kritische Frage mich aus dem System hinauskatapultiert, nur wenn ich keine Angst haben muss, dass meine Fragen das System zum Bersten bringen,

nur dann kann ich wirkliche Fragen stellen.

„Papi, hast Du die Mami wirklich lieb?“

„Papi, wirst Du einmal sterben?“

„Mami, warum tust Du das alles?“

In einem stabilen System kann kritisches Denken entstehen.

Aber in einem System der Angst kann keine kritische Reflexion entstehen.

Wenn wir es nach dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi immer noch nicht wissen, dass der Papi uns lieb hat, dann sind wir wahrhaft der Hölle verfallen.

Aber vielleicht wissen wir es ja, wir wollen es nur nicht glauben.

Und deshalb führen wir andauernd Gott in Versuchung, um zu sehen, dass er uns seine Liebe beweist.

Wir führen uns auf wie die letzten Berserker, nur um zu sehen, ob Gott „eh alles wieder zum Guten führen“ kann.

Aber er beweist uns seine Liebe, indem er schweigt und indem er es UNS überläßt, Gott weiss, dass lieben loslassen heisst.

Wenn wir geradewegs in die Hölle marschieren WOLLEN, dann LÄSST er uns.

Dabei könnten wir die Geborgenheit des Christentums nützen, um so sinnvolle Dinge wie die Aufklärung hervorzubringen, denn die Aufklärung war NUR auf der Basis des Christentums möglich.

Inwiefern andere Religionen das kritische Denken zulassen, weiss ich nicht.

Mal sehn.

Meint
Euer Christoph


Die beiden Welten

November 11, 2015

In unserem Herzen schlummern zwei Welten.

Die Ideenwelt und die Geldwelt.

Es ist die verdammte Pflicht der Ideenwelt, die Geldwelt zu führen.

Und es ist die verdammte Pflicht der Geldwelt, die Führung der Ideenwelt zu akzeptieren und sie in die Schranken zu weisen, wenn nötig.

Immer, wenn die Ideenwelt die Geldwelt im Stich läßt und sich in ihren Elfenbeinturm zurückzieht, und immer, wenn die Geldwelt gegen die Ideenwelt revoltiert und die Führung übernehmen möchte, dann folgen Leid, Krieg und Armut.

Immer, wenn die Welten ihre Rollen akzeptieren und das ihre beitragen, dann gibt es Prosperität und Hoffnung.

Meint
Euer Christoph


Gut und Böse (I)

November 7, 2015

Habt Ihr schon mal überlegt, dass man in der Technik den Begriff eines Wirkungsgrades nur denken kann, wenn man Gut und Böse unterscheidet?

Ein Wärmekraftwerk hat z.B. einen Wirkungsgrad von 40%, der Rest ist „böse“ Abwärme.

Kaum mache ich aus der „bösen“ Abwärme eine „gute“ Wärme fürs Fernwärmenetz, steigt der Wirkungsgrad beachtlich, obwohl es eigentlich dieselbe Maschine ist.

Meint
Euer Christoph


Trau niemandem, …

Oktober 28, 2015

…der Angst hat.

Meint
Euer Christoph


Das Gehirn…

Oktober 27, 2015

…ist auch nur eine Maschine.

Manchmal braucht es Öl.

Und manchmal quietscht es bei der Arbeit.

Meint
Euer Christoph


Ich weiss, was ich will

Oktober 26, 2015

Nicht nur Udo Jürgens hat sich zu diesem Thema Gedanken gemacht, auch dem Jungen Conrad Peter wird in der Erzählung „Das dritte Kind“ (siehe Drehbuchseite) ein Gebet in den Mund gelegt, welches diesen Gedanken zentral enthält:

[…]Herr Jesus Christus, bitte verzeih‘, dass ich vor dem Vater Angst habe. Bitte verzeih‘ auch, dass ich vor dem Tod Angst habe.

Danke, dass du mit uns das Spiel des Lebens spielst, ich hoffe, du wirst alles ergänzen, was an uns fehlt.

Danke, dass du nicht schläfst.

Bitte hilf mir, dass ich an dich glaube, Danke, dass du dir nicht in die Karten schauen lässt.

Hilf auch allen meinen Freunden und allen, die deine Hilfe brauchen.

Hilf uns, dass wir aussprechen, was wir wollen.

Danke!

P.S.: Wann du willst, dann führe alles zu einem guten Ende.[…]

Und tatsächlich fällt es uns oft unsagbar schwer, die Dinge, die wir wirklich wollen, auch auszusprechen.

Liegt es daran, dass uns unser Unterbewusstsein verbieten möchte, unsere eigenen Wünsche zu kennen?

Liegt es daran, dass wir Angst haben, unsere Mitmenschen werden uns die Erfüllung unserer Wünsche justament unmöglich machen, sobald sie wissen, was wir wollen?

Oder liegt es gar daran, dass wir uns unserer Wünsche und Bedürfnisse schämen?

Fragen, sie sich jeder einmal stellen sollte.

Meint
Euer Christoph


Erfolg macht sexy

Oktober 3, 2015

Was ist denn der Unterschied zwischen Naturwissenschaft und Religion?

Ich würde es so sagen:

Naturwissenschaft hat Erfolg, Religion nicht.

Denn fast nie fällt eines unserer Flugzeuge vom Himmel, selten stoßen Züge zusammen und auch die Autos sind noch einigermaßen sicher.

Die Religion hingegen predigt Liebe, Frieden, Hoffnung und Leben. Doch wo wir auch hinsehen, begegnen wir Angst, Krieg, Depression und Tod.

Heißt das, dass die Religion die falschen Mittel verwendet, um ihre Ziele zu erreichen?

Oder heisst es, dass diese Ziele dem Wesen des Menschen widersprechen?

Ich weiss es nicht, doch ich fühle eine Sehnsucht nach den großen Zielen Liebe, Frieden, Hoffnung und Leben und ich denke, die Religionen sollten nicht aufhören, danach zu streben.

Denn der Weg ist das Ziel und vor Ankommen wird gewarnt, wie bereits Paul Watzlawick treffend anmerkte.

Meint
Euer Christoph


Atheismus geht nicht ohne Gott

September 20, 2015

„Atheisten glauben an einen Gott, den es zum Glück nicht gibt“, sagt ein bekanntes Bonmot.

Und tatsächlich stellt sich die Frage, ob Atheismus nicht nur eine Gegenbewegung ist, deren Ursache in der Dummheit vieler Gläubiger begründet ist.

Sind wir uns überhaupt im Klaren darüber, was wir mit Begriffen wie „Gott“, „Erlösung“, „Kreuzesopfer“, „Prophetie“, „Seele“ und so weiter eigentlich(!) meinen?

Sind wir uns so sicher, dass ALLE Gläubigen DASSELBE meinen, wenn sie diese Begriffe verwenden?

Und ist Glaube nicht nur ein Gefühl(!) von Geborgenheit in einer bestimmten Gruppe?

Und wie ist das mit der Moral, wenn wir uns gegen die Mehrheit stellen müssen? Bleibt da nicht nur ein lächerliches Piepsen übrig?

Fragen über Fragen.

Meint
Euer Christoph


Schalt Dein Herz auf Empfang

September 12, 2015

In der Spreizbandtechnik verwendet man Codes, um Signale im Rauschen zu verstecken und um sie auch wieder aus dem Rauschen herauszufiltern.

Heutzutage herrscht ein gewaltiges Rauschen im Blätterwald und auch im Internet und in den sonstigen Medien.

Wie soll man da finden, was relevant ist?

Was wichtig ist?

Und was richtig ist?

Auf welche Codes tune ich meine Seele?

Was spricht mich an?

Wer spricht da zu mir?

Kann ich die Botschaft entziffern?

Werde ich das Richtige tun?

Werde ich nicht doch dem kleinen Verwirrer erliegen und seiner Tücke?

Humor ist es, der uns die Richtung weist.

Meint
Euer Christoph


Seele hat etwas mit Identität zu tun

September 5, 2015

Ich kannte einen Priester, der hat allen Ernstes behauptet, sein Computer habe eine Seele.

Als ich fragte, warum, sagte er: „Wenn ich dasselbe tue, reagiert er immer anders“.

Er hat also aufgrund der Komplexität des Geräts dem Gerät bereits eine Seele zugeschrieben.

Aber ist es wirklich die Komplexität alleine, die unsere Seele ausmacht?

Aus naturwissenschaftlicher Sicht kann man wohl nur die Komplexität dingfest machen.

Aber aus der Sicht eines Gläubigen Menschen gibt es mehr zu sagen. Denn Jesus hat gesagt: „Bevor Moses war, bin ich„.

In Christo können wir es auch sagen, dieses „Ich bin„.

Und dieses „Ich bin“ ist es, das unsere Seele ausmacht.

Meint
Euer Christoph