42! Paßt! Weiter so!

Mai 26, 2014

Wenn wir Menschen sagen, dass eine Sache einen Sinn ergibt, dann meinen wir damit meistens, dass es irgendwie zusammenpasst.

Wenn da in unserem Gehirn die eingebaute Mustererkennung anschlägt und sagt „kenn ich schon“, dann sind wir beruhigt und erfreut, dass wir das Leben schon so gut im Griff haben, weil die neue Erfahrung mit dem alten Modell im Gehirn übereinstimmt.

Wenn hingegen die neue Erfahrung mit den alten Mustern nicht zusammenpasst, dann sind wir oft geneigt, die neue Erfahrung schlechtzumachen, zu ignorieren oder sogar zu bekämpfen, weil sie uns ja gezeigt hat, „dass wir nicht recht hatten“.

Wenige Menschen bleiben ihr ganzes Leben lang so flexibel, dass sie aufgrund neuer Tatsachen ihre alten Meinungen adaptieren und ergänzen.

So ist der Sinn des Lebens also darin zu suchen, dass man ein Leben führt, in dem „alles passt“.

Beim Thema „Sinn des Lebens“ muss ich unwillkürlich an die Zahl „42“ und an den Hitchhikers Guide denken, denn oft verwechselt man die „Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ mit der „Frage nach dem Sinn des Lebens“.

So wie man die Frage nach dem Sinn des Lebens ganz einfach mit dem Hinweis auf das Leben beantworten kann, in dem alles zusammenpaßt, „aus einem Guss ist“, so kann man die Frage nach dem „Universum, dem Leben und dem ganzen Rest“ definitiv nicht beantworten.

Denn diese Frage ist eine beliebige Frage und sie kann auch nur zu einer beliebigen Antwort führen, eben „42“. Denn wenn man einen Computer fragt, der ja eine Rechenmaschine ist, dann muss als Antwort zwangsläufig eine Zahl herauskommen.

Lustig ist übrigens, dass die Zahl 42 im IA-5-Alphabet dem Zeichen „*“ entspricht, welches hinwiederum in Dateinamen als Platzhalter für Beliebiges steht.

Meint

Euer Christoph


Es kann nicht der Normalfall sein

Mai 16, 2014

Jetzt wurde der Song Contest Sieg von Conchita Wurst groß gefeiert als ein Sieg der Toleranz.

Und tatsächlich ist es so, dass die Toleranz einen wichtigen Wert darstellt.

Ich kenne einen Software Entwickler, der ist ein sogenannter Nachtmensch. Das heißt, es fällt ihm von Natur aus schwer vor 1 oder 2 Uhr schlafen zu gehen und vor 11 Uhr im Büro zu sein.

Ich glaube, wir alle kennen solche Menschen und ich will jetzt keine Namen nennen.

Und dieser Mensch ist von Herzen dankbar für die Toleranz, die ihm seine Kollegen und Vorgesetzten entgegenbringen, seine Arbeit erledigt er ja zuverlässig und das gar nicht einmal so schlecht.

Darum verstehe ich auch Bundeskanzler Faymann, der in einer ersten Reaktion davon gesprochen hat, dass sich bei Conchita Wurst die Qualität der Musik gegenüber den Anfeindungen durchgesetzt hat.

Wobei ich aber schon eher glaube, dass der eine oder andere Juror einfach „Russland eins auswischen“ wollte, na gut, so ist das eben.

Und eigentlich geht es ja um die Freiheit. Um die Freiheit von Angst, „durch den Rost zu fallen“, nur weil man „ein bisschen anders“ ist.

Und um die Freiheit dafür, nach dem eigenen Gewissen leben zu dürfen. Nein, es ist nicht alles gut, was die Mehrheit tut, auch Mehrheiten können irren.

Und so könnte man noch viele Gedanken hinzufügen, warum es gut ist, dass hin und wieder auch ein „spezieller“, „exzentrischer“ oder sonstwie „anderer“ Mensch große Erfolge feiern darf.

Eins jedoch möchte ich „last but not least“ erwähnen. Toleranz gegenüber „speziellen“ Menschen bedeutet eben NICHT, dass man ihr Lebenskonzept als das „normale“, das „erstrebenswerte“, das „gottgefällige“ hinstellt, sondern es bedeutet EBEN, die Besonderheit zu akzeptieren als etwas Erlaubtes und auch Gutes.

Einheit in Vielfalt, sage ich nur.

Conchita Wurst will nicht Erfolg haben, WEIL sie Probleme mit der Geschlechtsidentität hat, sondern TROTZDEM.

Somit ist es eigentlich auch gar nicht notwendig, irgendwelche „Extrawürschte“ im Gesetz und im Kirchenrecht vorzusehen, die sich ja eigentlich nur mit dem Normalfall beschäftigen sollten.

Überspitzt formuliert: Wenn wir für jeden Spezialfall ein eigenes Gesetz machen, dann haben wir in Österreich bald 8 Millionen Gesetze. 1 Gesetz Herbert Maier, 1 Gesetz Adelheid Moser, 1 Gesetz Franz Forstinger usw.

Wenn wir also auch ein kleines „Wehwehchen“, eine kleine „Besonderheit“ haben, wenn wir Angst haben, aus der Masse herauszuragen, dann sollten wir voll Vertrauen darauf hoffen, dass es immer wieder Ausnahmeregelungen geben wird, es muss nicht alles und jeder Strichpunkt im Gesetz erlaubt sein.

Ein besseres Gewissen und viel Weisheit

wünscht sich und Euch
Euer Christoph


Politik ist…

Mai 13, 2014

…das Geschäft einiger weniger auf Kosten weniger einiger.


Des is ma jetzt nimma wuaschd…

Mai 10, 2014

…denkt sich heute mancher Österreicher 🙂


Und dann war da noch…

Mai 10, 2014
  1. …der Resteverwerter, bei dem sich etwas erübrigte
  2. …der Schaffner, der in den letzten Zügen lag
  3. …der Ahnenforscher, der auch Abtreibungen dokumentierte – unter der Rubrik „entfernte Verwandte“
  4. …der Architekt, dem nie etwas „einfiel“ – war das jetzt positiv oder negativ?

Läuten VR-Technologien ein neues Biedermeier ein

Mai 9, 2014

Ist z.B. Oculus Rift nur ein „Rückzug aus der Realität in die Virtualität“ oder „bringen uns solche Technologien die entfernte Wirklichkeit näher“?

Fragen über Fragen
Meint
Euer Christoph


Die Person Jesu Christi

April 19, 2014

Ich habe jetzt diese Woche ein wenig im Buch „Jesus von Nazareth“ geschmökert, das uns Papst Benedikt XVI. geschenkt hat.

Ich denke, er wird mir nicht böse sein, wenn ich eine Stelle zitiere, die mir sehr zentral vorkommt:

Zitat aus „Jesus von Nazareth“, Papst Benedikt XVI., S. 136 – 137:

[…]Versuchen wir, das Wesentliche dieses Gesprächs aufzunehmen, um Jesus zu erkennen und um unsere jüdischen Brüder besser zu verstehen. Der Zentralpunkt wird – wie mir scheint – sehr schön sichtbar in einer der beeindruckendsten Szenen, die Neusner in seinem Buch entwirft. Neusner war – in seinem inneren Dialog – Jesus den ganzen Tag über gefolgt und zieht sich nun zu Gebet und Torastudium mit den Juden einer kleinen Stadt zurück, um das Gehörte mit dem dortigen Rabbi – immer im Gedanken der Gleichzeitigkeit über Jahrtausende hin – zu besprechen. Der Rabbi zitiert aus dem Babylonischen Talmud: „‚Rabbi Simlaj trug vor: Sechshundertdreizehn Vorschriften sind Mose überliefert worden; dreihundertfünfundsechzig (Verbote) entsprechen den Tagen des Sonnenjahres, und zweihundertachtundvierzig (Gebote) entsprechen den Gliedern des Menschen. Hierauf kam David und brachte sie auf elf … Hierauf kam Jesaja abermals und brachte sie auf zwei … Vielmehr, hierauf kam Habakuk und brachte sie auf eines, denn es heißt: Der Fromme wird durch seinen Glauben leben (Habakuk 2,4)'“ (ebd., S. 113f).

In Neusners Buch folgt darauf der folgende Dialog: „‚Und dies‘, fragt der Meister, ‚hatte Jesus, der Gelehrte, zu sagen?‘ Ich: ‚Nicht genau, aber ungefähr.‘ Er: ‚Was hat er weggelassen?‘ Ich: ‚Nichts.‘ Er: ‚Was hat er dann hinzugefügt?‘ Ich: ‚Sich selbst.'“ (S. 114). Dies ist der zentrale Punkt des Erschreckens vor Jesu Botschaft für den gläubigen Juden Neusner, und dies ist der zentrale Grund, warum er Jesus nicht folgen will, sondern beim „ewigen Israel“ bleibt: die Zentralität des Ich Jesu in seiner Botschaft, die allem eine neue Richtung gibt. Neusner zitiert an dieser Stelle als Beleg für diese „Hinzufügung“ das Wort Jesu an den reichen jungen Mann: „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz, komm und folge mir“ (vgl. Mt 19,20; S. 114). Die Vollkommenheit, das von der Tora verlangte Heiligsein, wie Gott heilig ist (Lev 19,2; 11,44), besteht jetzt darin, Jesus nachzufolgen.[…]

Ende Zitat.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen

Meint
Euer Christoph


Alles aus Jux und Tollerei?

April 19, 2014

In der Serie „ein kleiner Programmierer versucht die Quantentheorie zu verstehen“ wollen wir diesmal einer Frage auf den Grund gehen, die sich viele Schüler wahrscheinlich schon immer gestellt haben.

Zarwoss?

Wozu also das Ganze?

Ist mir schon jemals ein Lichtquant begegnet?

Ist das nicht Hirnwichserei von ein paar abgehobenen Professoren und –innen?

Na gut, ich könnte jetzt darauf hinweisen, dass wir niemals in der Lage gewesen wären, USB-Sticks zu entwickeln, wenn wir nicht wüßten, dass es der quantenmechanische Tunneleffekt ermöglicht, Elektronen auch einen Isolator durchqueren zu lassen.

Oder die gesamte Halbleiterlektronik und letzten Endes die Smartphones zu entwickeln, wenn uns nicht das quantenmechanische Bändermodell erklärt hätte, wie sich Elektronen in Halbleitern verhalten.

Aber nein, ich werde ganz am Anfang beginnen, also bei Max Planck und beim schwarzen Körper.

Ein schwarzer Körper ist also ein fiktiver theoretischer Körper, der jedwede elektromagnetische Strahlung hundertprozentig absorbiert, gleichzeitig jedoch eine elektromagnetische Strahlung emittiert, die nur von der Temperatur des Körpers abhängt, nicht jedoch von irgendwelchen Materialeigenschaften.

Schwarze Körper kann man näherungsweise wirklich bauen und man kann ihr Emissionsspektrum messen.

Nun haben die theoretischen Physiker versucht, dieses Emissionsspektrum theoretisch zu erklären.

Mit Hilfe der klassischen Physik konnte man jedoch nicht erklären, warum die Intensität im ultra-violetten Bereich wieder zurückging anstatt unendlich groß zu werden („Ultraviolett-Katastrophe“).

Erst Max Planck konnte diesen Verlauf auch theoretisch erklären, indem er voraussetzte, dass die Emission und Absorption der Strahlung nur in bestimmten Quanten stattfinden konnte, also nicht in jeder beliebigen Menge.
Dabei hat er dann auch eine neue Naturkonstante gefunden, das

qp_2_1.

Planck ging nach wie vor davon aus, dass elektromagnetische Strahlung an sich (also z.B. Wärmestrahlung, Licht, UV-Strahlung oder Röntgenstrahlung) in jeder beliebigen Menge vorliegen kann, nur den Übergang vom und auf den schwarzen Körper sah er „gequantelt“.

Erst Albert Einstein hat dann in seiner mit einem Nobelpreis ausgezeichneten Arbeit über den photoelektrischen Effekt die Lichtquantenhypothese aufgestellt, wonach es die elektromagnetische Strahlung selbst ist, die nur in Quanten existieren kann.

Dabei hatte dann jedes Lichtquant die Energie

qp_2_2.

Nehmen wir zum Beispiel sichtbares Licht mit einer Wellenlänge von sagen wir mal 600 nm (das ist gelbrotes Licht), dann ergibt sich die Frequenz zu

qp_2_3

und somit die Energie eines Photons zu

qp_2_4.

Für 1 Watt Strahlungsleistung müßten also ca. 3 mal 1018 Lichtquanten pro Sekunde fließen. Eine unvorstellbar große Menge.

Wenn wir also bedenken, dass h eine sehr kleine Naturkonstante ist, dann sehen wir jetzt auch, dass die Quantelung sehr klein ist, dass es also gut verständlich ist, wenn uns die Quanteneffekte erst nach langer Zeit menschlicher Entwicklung aufgefallen sind.

Ein wichtiger Versuch, der nach dem photoelektrischen Effekt der zweite Hinweis auf den Teilchencharakter des Lichtes war, war der Beweis des sogenannten Compton-Effekts.

Dabei zeigt sich, dass energiereiche Strahlen (z.B. Röntgenstrahlen) beim Interagieren mit Materie (z.B. mit Elektronen) die Wellenlänge ändern können.

Das kann man als eine Impulsänderung interpretieren (ganz analog zum klassischen elastischen Stoß), wie sich später zeigen wird, kann man es aber auch so interpretieren, dass das Materieteilchen (also z.B. das Elektron) ebenfalls als Welle aufgefasst werden kann, wobei dann beide Wellen miteinander interagieren.

Diese und ähnliche Überlegungen führten letzten Endes dazu, dass Louis de Broglie postulierte, nicht nur das Licht weise einen Welle-Teilchen-Dualismus auf, sondern jedwede Materie tue dies. Das Konzept der Materiewelle war formuliert.

Letzten Endes formulierte der geniale Erwin Schrödinger die sogenannte Schrödingergleichung, die es analog zu den Newton’schen Axiomen – die für Makro-Objekte gelten – ermöglicht, den Zustand von Mikro-Objekten zu berechnen.

Der Schrödingergleichung gebührt der Platz eines Axioms, da sie viele Dinge erklärt („no quantum physics, no USB stick :-)“), selbst jedoch nicht bewiesen werden kann.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Materiewellen selbstverständlich experimentell nachgewiesen werden konnten.

Lg
Christoph

P.S.:

Hier noch die gesamten Links dieser Serie

  1. Raum und Zeit und Materie (2014-04-06)
  2. Berechenbare Menschheit (2014-04-11)
  3. Auf die Wirkung kommt es an (2014-04-15)
  4. Alles aus Jux und Tollerei? (dieser Artikel)
  5. Die Welle – Aufzucht und Pflege (2014-09-13)
  6. Platzhalter
  7. Platzhalter

Auf die Wirkung kommt es an

April 15, 2014

Man könnte die Geschichte von Darth Vader (also die Star Wars Doppeltrilogie) in ganz kurzen Worten zusammenfassen:

  • Ein Jedischüler, der Probleme mit Zorn und Emotionen im allgemeinen hat, erfüllt die Prophezeiung und bringt die Macht wieder ins Gleichgewicht. Jedoch verursacht er auf seinem Weg dorthin sehr viel menschliches Leid.

Diese Kurzfassung, dieser „Plot“, enthält die ganze Geschichte, jedoch ist die Wirkung sehr viel größer, wenn ich mir die Zeit nehme, alle 6 Episoden der Doppeltrilogie in voller Länge in aller Ruhe anzuschauen.

Man könnte das mathematisch etwa so beschreiben:

qp_1_1.

Warum bringe ich diese Erklärung des Begriffes einer „Wirkung“?

Nun, ich habe mir ja vorgenommen, der Quantentheorie ein wenig auf die Schliche zu kommen, und man kann eines mit Sicherheit sagen:

Um die Jahrhundertwende hat alles mit Max Planck und mit dem Planck’schen Wirkungsquantum begonnen.

Max Planck hat sich damals mit dem Strahlungsgesetz beschäftigt, das beschreibt, wie ein Körper elektromagnetische Wellen abstrahlt, wenn man ihn erhitzt.

Hierbei treten physikalische Vorgänge auf, bei denen Energie (E) vom Körper an die elektromagnetische Strahlung (mit der Frequenz f) abgegeben wird.

Max Planck fand, dass die Energie nur in diskreten „Happen“ übertragen werden konnte, wobei folgende Formel galt:

qp_1_2.

Dabei war ΔE die vom Körper auf die Strahlung übertragene Energie und f die Frequenz der Strahlung.

Die Frequenz f ist der Kehrwert der Periodendauer T, sodass man die Formel auch so schreiben kann.

qp_1_3.

Wir haben hier gleich die Naturkonstante mit „h“ benannt und man bezeichnet sie als „Planck’sches Wirkungsquantum“.

Warum „Wirkung“?

Nun gut, wie ich versucht habe in Gl. (1.1) anschaulich zu machen, ist der physikalische Begriff einer „Wirkung“ gleich dem Produkt aus „umgesetzter Energie“ mal „Zeitdauer des Umsetzungsprozesses“

qp_1_4.

Es ist also die Wirkung, die grundlegend gequantelt ist.

Da aber die Naturkonstante h eine sehr kleine Naturkonstante ist, tritt die Quantelung erst bei sehr energieschwachen Effekten und bei sehr kurzen Zeiten zu tage.

Erst ein paar Jahre später hat dann Albert Einstein die Sache so interpretiert, dass auch die Strahlung gequantelt sei, und hat damit den Welle-Teilchen Dualismus des Lichts begründet.

Dadurch konnte man die Gleichung noch einmal umformulieren.

qp_1_5.

In Gl. (1.5) ist E jetzt die Energie eines Lichtquants.

Später wird sich zeigen, dass h eine grundlegende Naturkonstante ist, die den Wechsel zwischen „Teilchen-Sicht“ und „Wellen-Sicht“ ermöglicht, und dass nicht nur Licht, sondern sämtliche Materie einem Welle-Teilchen Dualismus unterliegt.

Hier noch die gesamten Links dieser Serie

  1. Raum und Zeit und Materie (2014-04-06)
  2. Berechenbare Menschheit (2014-04-11)
  3. Auf die Wirkung kommt es an (dieser Artikel)
  4. Alles aus Jux und Tollerei? (2014-04-19)
  5. Die Welle – Aufzucht und Pflege (2014-09-13)
  6. Platzhalter
  7. Platzhalter

Lg
Christoph


Vom Re-agieren zum Agieren

April 13, 2014

Kann ich wollen, was ich will?

„Wollen“ im Sinne von „mögen“ wahrscheinlich schon.

Aber kann ich „festlegen“, was mein „Wille“ ist?

Nein. Im allerbesten Falle bin ich schon so sehr zur Ruhe gekommen, dass ich die leise Stimme meines Herzens höre und dass ich also „weiss, was ich will“.

Aber da wäre ich schon sehr weit fortgeschritten.

Meistens folgen wir nicht unserem „inneren Wollen“, sondern den „äußeren Einflüssen“, die uns sagen: „Sei erfolgreich“, „werde reich“, „habe ein großes Auto“, „habe viele Freunde“, „sei einflußreich“.

Dieser „innere Wille“, manche bezeichnen ihn als „Wille Gottes“ – und das ist gar nicht mal so falsch -, ist eine schwache Stimme.

Manchmal reagiere ich bloß auf die Anfeindungen aus dem Munde meiner Mitmenschen. Dann bin ich ein „mich ängstlich verteidigender Angreifer“. Aber eigentlich – halte kurz inne – gib‘ der Stimme der Vernunft eine Chance. Besinne Dich – und dann agiere aus Deinem Innersten heraus.

Gib‘ Deinem Herzen einen Ruck und re-agiere nicht auf die äußeren Triebe sondern auf den inneren Willen.

Meint
Euer Christoph