Vom realen Gott

November 11, 2023

Liebe Leser,

Wir Menschen neigen dazu, unsere „claims abzustecken“, unser „kleines Königreich zu errichten“, und es uns „innerhalb unserer 4 Wände leidlich gut gehen zu lassen“.

Ich nehme mich da gar nicht aus.

Die Grenzgänger aber, die Diplomaten und anderen Menschen, die uns daran erinnern, dass die Welt jenseits unserer Mauern weitergeht, dass das Universum sich auch jenseits des Zaunes abspielt, und wie klein wir eigentlich sind, wenn wir uns im Ausland befinden, diese Menschen wollen wir am liebsten zum Teufel jagen, denn sie kratzen an unserem Selbstbewusstsein, an unserer Königswürde.

Trotzdem also jeder seine eigene kleine Welt hat, sein Königreich mit einer eigenen Krone und mit eigenen Gesetzen, und man muss sagen, dass das auch auf die Wissenschaften zutrifft, denn die „universitas“, das „Allgemeinwissen“, gibt es eigentlich nicht mehr, trotzdem also GLAUBEN wir daran, dass es da eine GEMEINSAMKEIT gibt.

Denn alle diese kleinen Schrebergärten, diese biedermeierlichen virtuellen Realitäten, sind eingebettet in ein UNIVERSUM, das nach ALLGEMEIN GÜLTIGEN Universalgesetzen funktioniert, die wir zwar noch nicht komplett verstanden und erforscht haben, an deren Existenz wir aber bedingungslos glauben.

Man könnte auch so sagen: obwohl es viele Lebenswelten gibt, und viele Wahrheiten, die alle nur lokale Bedeutung haben, so eint uns doch der GLAUBE AN DIE EINE REALITÄT.

Ist es nun abwegig, sich Gedanken darüber zu machen, ob es VIELE GÖTTER gibt, die alle in den Bereich der Fiktion fallen, oder ob es EINEN EINZIGEN GOTT gibt, der aber dafür REAL ist?

Nun werden die ganzen Schrebergartenbesitzer natürlich aufschreien und sagen: UNSER GOTT / MEIN GOTT ist der einzig reale, und nur ganz wenige werden sagen: der reale Gott ist natürlich der GOTT ALLER MENSCHEN. Und: wir sind alle Brüder und Schwestern, weil Gott unser Vater ist.

Und so können die Schrebergartenbesitzer ruhig aufeinander zugehen, und einander besuchen, miteinander feiern, denn sie sind eingedenk der Tatsache eines gemeinsamen Gottes und einer Geschwisterlichkeit unter allen Menschen.

Ich finde also nichts Anstößiges daran, mit den Augen der Wirtschaftstheorie über unsere Gottesbeziehung nachzudenken, oder mit evangelischen Augen über die Theorie des elektrischen Feldes oder mit katholischen Augen über die Führung meines Privathaushalts, oder mit den Augen eines Priesters über das Sexualleben von Paaren, oder mit den Augen eines Technikers über die Wirtschaftstheorie oder mit den Augen eines Business Administrators über die Aufgaben einer Reinigungskraft, usw. usw. usw.

Letzten Endes muss das alles IRGENDWIE zusammenpassen.

Eines aber kann keiner von uns. Wir können die Welt NICHT mit Gottes Augen betrachten.

JEDER, der behauptet, er wisse Gottes Willen, ist ein Scharlatan und Sektierer, den man „mit dem nassen Fetzen aus der Stadt jagen soll“.

Meint
Euer Christoph


Vermögen vs. Arbeit – Neuauflage

November 9, 2023

Ein altes Thema. Und eigentlich kann man nur verlieren, wenn man über dieses Thema schreibt. Zumindest, wenn man ehrlich ist, wird man sich keine Freunde machen, weder auf der einen noch auf der anderen Seite.

Und mein verehrter Leser KNI wird mir raten, ich solle mir doch lieber weitere Gedanken über das menschliche Gewissen machen, oder endlich die fehlenden Beiträge über das Vater Unser schreiben.

Er hat nicht unrecht.

Trotzdem weiss ich, dass „irgendwo dort draussen“ auch noch andere Leser sind, die mich lesen, obwohl ich nur von KNI feed back bekomme.

Deswegen möchte ich hier eine

TODO Liste

anlegen, mit Fragen, die ich noch ventilieren möchte, damit ich das nicht sofort tun muss, sondern IRGENDWANN tun kann:

Neu begonnen hatte ich mit diesem Thema im Beitrag

https://letztersein.com/2023/07/31/neues-thema-produktion-arbeit-kapital/

und ich notierte folgende Fragen

  • Entsteht Geld durch Arbeit oder entsteht Arbeit durch Geld?
  • Ist leistungsloses Einkommen wirklich so unmoralisch?
  • Wer sind denn nun die Leistungsträger?
  • Sollen wir uns fürchten?
  • Welche Gefahren birgt „gebunkertes“ Vermögen in sich?

Auch im Beitrag

https://letztersein.com/2023/10/29/wie-geht-es-weiter-2/

stellte ich mir einige Fragen

  • Leistungsloses Einkommen – gerechtfertigt oder nicht?
  • Verursacht Vermögen neben dem Umsatz nicht auch Kosten?
  • Modellierung der Arbeitsleistung durch das sogenannte „Humankapital“ – ist nicht jede Ursache eines Umsatzes in gewisser Weise ein „Kapital“?
  • Verursacht nicht auch Arbeitsleistung neben dem Umsatz Kosten?

Dann begann ich,

Mich dem Thema zu nähern

indem ich einmal nach dem Begriff der Leistung fragte

https://letztersein.com/2023/10/31/was-ist-leistung/

  • Landläufiger Leistungsbegriff
  • Leistungsbegriff in der Wirtschaft
  • Eine Idee davon, was mit „Leistungslosem Einkommen“ gemeint ist.

Sodann stellte ich fest

https://letztersein.com/2023/11/07/vermogenssteuern-eine-naherung/

  • wir müssen ergebnisoffen über Vermögenssteuern reden.

Jetzt habe ich bei der Schaffung des Vermögens eh schon Steuern gezahlt (Kapitalertragssteuer, Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Grunderwerbssteuer, Spekulationssteuer, ……), wieso soll ich dann auf die Substanz NOCH EINMAL Steuern zahlen?

Von dem, was man HAT, IST und TUT und von den Gesetzen von Angebot und Nachfrage, von der Wertschöpfung müssen wir auch noch reden.

Von Angebot und Nachfrage, oder doch nur von „Erpressung und Geiselnahme“? Vom Wucher?

Mit folgendem Artikel versuchte ich

das Thema abzuschließen, was aber ein Rohrkrepierer war

https://letztersein.com/2023/11/08/wozu-das-ganze/

Meint

Euer Christoph


Wozu das ganze?

November 8, 2023

Liebe Leser,

Und wieder einmal bin ich darauf hereingefallen, und habe mich über das leistungslose Einkommen echauffiert (siehe den vorletzten Artikel https://letztersein.com/2023/10/31/was-ist-leistung/) und ich habe mir dann vorgenommen, ernsthaft meine Einstellung zu Vermögenssteuern zu überdenken (siehe https://letztersein.com/2023/11/07/vermogenssteuern-eine-naherung/).

Aber warum regt es mich so auf, dass manche Menschen ohne (offensichtliche) Leistung Gutes erfahren, andere hingegen ein Leben lang „ruacheln“ und offenbar nix erreichen?

Mache ich mir selbst so viel Mühe, dass ich auf die Ruhe anderer Menschen neidisch bin?

Habe ich selbst so wenig im Leben, dass ich anderen Menschen um das Erreichte neidisch bin?

Oder regt mich die Ungerechtigkeit an sich auf? Wie kann Gott das zulassen? Bin ich Gott böse?

Vielleicht hilft es, wenn wir uns einmal klar werden,

Wozu wir eigentlich Arbeit und Mühe auf uns nehmen.

Nun könnte ich dogmatisch werden, und aus dem Buch Genesis zitieren, wo es heißt:

  • Gen 3,17 Zu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. / Unter Mühsal wirst du von ihm essen / alle Tage deines Lebens.
  • Gen 3,18 Dornen und Disteln lässt er dir wachsen / und die Pflanzen des Feldes musst du essen.
  • Gen 3,19 Im Schweiße deines Angesichts / sollst du dein Brot essen, / bis du zurückkehrst zum Ackerboden; / von ihm bist du ja genommen. / Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.

In diesem Wort ist eigentlich alles enthalten: „In Mühsal wirst Du vom Ackerboden essen“.

Einerseits ist in diesem Wort der Ackerboden erwähnt, also das Eigentum, das Vermögen.

Andererseits ist die Mühsal erwähnt, denn es ist nicht so, dass uns die Früchte unseres Vermögens einfach so „in den Mund wachsen“, sondern

  • wir müssen den Acker pflegen (das lateinische Wort für Bauer ist bekanntlich agricola, was wörtlich der „Ackerpfleger“ ist)
  • wir müssen düngen
  • wir müssen säen, unter Umständen auch bewässern, damit die Früchte wachsen können
  • und schließlich die schönste aller Arbeiten, die Erntearbeit
    (ich will hier nicht schon wieder darauf hinweisen, dass sich die moderne Privatwirtschaft hauptsächlich auf das Ernten konzentriert, das Pflegen, Düngen, Säen und Bewässern überlassen wir gerne dem Staat)

Aber:

Was ist DEIN Acker, von dem DU lebst?

Wenn wir vom Vermögen reden, dann denken wir gerne an die Äcker, Wiesen und Wälder der Bauern, Klöster und anderen Grundeigentümer, wir denken auch an Zinshäuser und andere Immobilien und vielleicht auch an den Besitz großer Unternehmen (an den Aktienmarkt).

Aber denken wir auch an die unzähligen kleinen Gewerbetreibenden mit Ihren Gewerbebetrieben?

Und letzten Endes hatte sogar der letzte Sklave im römischen Reich ein gewisses Vermögen, er hatte nämlich sich selbst und seine Arbeitsleistung – seine Fähigkeiten – die er einsetzen konnte, um sich damit ein Leben zu verdienen.

Es scheint also ein Grundgesetz zu sein, dass ich, um mein Leben zu „verdienen“, folgende Faktoren benötige

  • mein Vermögen (und wenn es nur mein persönliches Arbeitsvermögen und meine Fähigkeiten sind)
  • meine Mühe (man kann auch sagen, mein Zeitaufwand und meine Willigkeit)
  • Ressourcen, die gratis und im Übermaß zur Verfügung stehen (Luft, Sonne, Wetter, …….)
  • Ressourcen, die ich von anderen Menschen geschenkt bekomme
  • Ressourcen, die ich von anderen Menschen erwirtschafte

Nun sehen wir oft bewundernd, oder auch neidisch, auf die Philanthropen, von der eine xxx Milliarden Dollar Vermögen besitzt, und der andere yyy Milliarden.

Und wir fallen auf den alten Trick herein: immer wenn wir zwei Zahlen sehen, fragen wir intuitiv: „Welche Zahl ist die größere“ und welche ist die „kleinere“?

So beWERTEN wir die Vermögen der anderen und dabei ist uns nicht bewußt, dass der WERT eines Vermögens in den allermeisten Fällen etwas ZIEMLICH RELATIVES ist:

Was ist (Dir) Dein Eigentum wert?

der Wert eines Vermögens ist relativ

früher: 10 Ziegen, 100 Schafe, usw. Wechselkurse

heute: Aktien für 500 Milliarden Dollar, aber WELCHE Aktien sind es?

Zu diesen Stichworten werde ich demnächst schreiben.

Aber nocheinmal – Wozu das Ganze?

Bedürfnispyramide

Zu diesen Stichworten werde ich demnächst schreiben.


Vermögenssteuern – eine Näherung

November 7, 2023

Nun hat mich mein verehrter Leser KNI darauf hingewiesen, dass ich doch nicht in den Chor der Neidgenossenschaft einstimmen solle, die nach Vermögens- und Erbschaftssteuern lechzt.

Ich habe doch selber ein kleines Sommerhäuschen, das ich mir dann nicht mehr leisten könnte, denn die Enteignung solchen Eigentums sei ja das definierte und öffentlich gemachte Ziel des sogenannten Great Reset.

Nun, ich kann dieser Argumentation durchaus etwas abgewinnen, denn das Häuschen wirft tatsächlich nichts ab, sondern verursacht im Gegenteil nur Kosten, die ich mir „gerade mal noch so“ leisten kann, ganz zu schweigen von dringend nötigen Reparaturen und Renovierungen.

Wenn ich nun auf dieses Eigentum noch Steuern zahlen müsste, dann wäre das über kurz oder lang ein Notverkauf zu sehr schlechten Konditionen.

Trotzdem muss man feststellen, dass das Vermögen in Österreich sehr ungleich verteilt ist, sodass man geneigt ist, als einzige mögliche Lösung dieses Dilemmas nach Vermögens- und Erbschaftssteuern zu rufen.

Ob dem wirklich so ist, das möchte ich im folgenden ausarbeiten

Steuern auf die Substanz?

Jetzt habe ich bei der Schaffung des Vermögens eh schon Steuern gezahlt (Kapitalertragssteuer, Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Grunderwerbssteuer, Spekulationssteuer, ……), wieso soll ich dann auf die Substanz NOCH EINMAL Steuern zahlen?

demnächst hier

Wie kommt ein Einkommen zustande?

Von dem, was man HAT, IST und TUT und von den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Wertschöpfung.

Angebot und Nachfrage, oder doch nur „Erpressung und Geiselnahme“? Vom Wucher.

demnächst hier

Conclusio

demnächst hier


Was ist Leistung?

Oktober 31, 2023

Liebe Leser,

Nun habe ich mich entrüstet über das sogenannte „Leistungslose Einkommen“, also über das Einkommen, das man ohne eigentliche Arbeitsleistung erzielen kann.

Leistungsloses Einkommen – was ist das?

Meine ich damit die Arbeitslosen?

Oder die Bezieher der Mindestsicherung?

Mitnichten!

Denn das Geld, das Arbeitslose bekommen, entstammt ja der Arbeitslosenversicherung, die bekanntlich durch Arbeitsleistung finanziert wird. Oder der Steuerleistung, die ja auch hauptsächlich durch Lohn- und Umsatzsteuer finanziert wird, also durch Arbeitsleistung.

Nein, ich meine das Einkommen, das man erzielt, indem man Vermögen, das man eigentlich nicht braucht, vermietet, verpachtet oder sonstwie gegen Entgelt verborgt.

Also jenes Einkommen, das Vermögende einfach dadurch erzielen, dass sie vermögend SIND und dass sie Vermögen HABEN.

Ich meine also ein Einkommen, dass man erzielt, weil man etwas IST oder HAT, nicht jenes Einkommen, das man erzielt, weil man etwas TUT.

Was ist Leistung?

Na gut, aber wann bezeichnen wir dann etwas, das wir TUN, als eine LEISTUNG? Welches Tun ist eine große Leistung und welches Tun ist nur eine kleine?

Wenn man in Süditalien Kühlschränke herstellt und betreibt, dann ist das zweifellos eine Leistung. Aber unser Gefühl sagt es uns, dass es eine GRÖSZERE Leistung sein muss, wenn man Kühlschränke nördlich des Polarkreises herstellt und verkauft.

Mitnichten!

Nördlich des Polarkreises werden die Menschen kaum etwas bezahlen für einen Kühlschrank, während sie in Süditalien bereit sein werden, einen erklecklichen Teil ihres Einkommens für einen Kühlschrank aufzubringen.

Die Wirtschaftstheorie hat also einen anderen Leistungsbegriff als die Physik.

Das, was die Physik glorios als Leistung bezeichnen würde, wird in der Wirtschaft unter dem Begriff „Kosten“ eher gering geschätzt. Nein, in der Wirtschaftstheorie muss man zusätzlich die Gesetze von Angebot und Nachfrage berücksichtigen, sodass dort als Leistung etwas nur dann gilt, wenn es auch NACHGEFRAGT wird.

Wenn tausende Programmierer mühselig einen Roboter in C++ programmieren, sodass er wirklich ressourceneffizient arbeitet, wenn aber diese Ressourcen spottbillig sind, sodass der Kunde mit einem billigen Python-Roboter aus der Hand von 50 Programmierern zufrieden ist, der halt mehr Strom braucht (na und?), dann ist der C++ Roboter eindeutig eine Themenverfehlung.

Der billige Python Roboter leistet in diesem Beispiel mehr als der ausgefuchste C++ Roboter, weil er den Erfordernissen des Kunden besser gerecht wird.

Die Leistungs-Ideologie von der Machbarkeit

Wir haben gesehen, dass wir im alltäglichen Sprachgebrauch unter einer Leistung etwas verstehen, das wir TUN.

Etwas, das wir SIND oder HABEN, würden wir gefühlsmäßig nicht als Leistung bezeichnen.

Ist es eine Leistung, dass ich das Kind meiner Eltern bin?

Ist es eine Leistung, dass ich in Österreich geboren bin?

Ist es eine Leistung, dass ich ohne Erbkrankheiten geboren bin?

Ist es eine Leistung, dass ich in meinem Leben so viele positve Bekanntschaften gemacht habe, die mich weitergebracht haben?

Wir sehen, die wichtigsten aller Faktoren, die meinen Werdegang beeinflussen, sind KEINE EIGENE LEISTUNG.

Trotzdem gibt es kaum einen Kinofilm und kaum ein Buch, in dem wir nicht DURCH LEISTUNG ERLÖST werden. In „Stirb langsam“ leistet Bruce Willis 90 Minuten lang Überirdisches, um zum Schluss ein Happy End HERVORZUBRINGEN.

Nicht einmal den Herrn Jesus Christus haben wir mit unserer Leistungsideologie verschont. Er musste mühsam das Kreuz tragen, sonst hätten wir ihm die Erlösung nicht geglaubt.

Fast möchte man sagen, die Wirtschaftstheorie ist hier menschlicher als unsere Leistungsideologie. Denn in der Wirtschaft zählt alles als Leistung, das einen Umsatz erzeugt. Alles, was ich HABE, BIN und TUE, gilt als Leistung, wenn ich es nur verkaufen bzw. vermieten kann.

Und wenn ich mit 75 Jahren nichts mehr TUE, aber soviel HABE, dass ich von der Miete leben kann, wohlan, warum nicht?

Meint

Euer Christoph


Wie geht es weiter?

Oktober 29, 2023

Hallo liebe Leser!

Habe zur Zeit erstens in der Firma viel zu tun und zweitens haben wir einen Verein gegründet, der viel Zeit beansprucht (siehe folgenden Beitrag auf meinem anderen Blog https://areasharpa.blog/2023/08/06/the-third-project-of-the-society/).

Trotzdem habe ich einige Themen, über die ich hier gerne noch schreiben möchte.

Einerseits fehlen noch zwei Beiträge zum Vater Unser (siehe den ersten Beitrag hier), und zweitens muss ich noch ein wenig weiter ausholen, was meine Gedanken zum Thema

Leistungsloses Einkommen, gerechtfertigt oder nicht?

betrifft.

Ursprünglich war ich sehr erschrocken, als sich mir bei näherer Betrachtung der Daten des Österreichischen statistischen Zentralamtes eröffnete, dass DIE HÄLFTE aller Umsätze in Österreich sogenanntes LEISTUNGSLOSES EINKOMMEN darstellen. Das heisst also, Einkünfte durch Pacht, Miete und Zinsen, sowie Spekulation und sonstiger Einkünfte, denen keine ARBEITSLEISTUNG zugrunde liegt.

Siehe dazu folgende Beiträge:

Dazu möchte ich mir nun folgende Fragen stellen:

  1. Verursacht Vermögen neben dem Umsatz nicht auch Kosten?
  2. Verursacht nicht auch Arbeitsleistung neben dem Umsatz Kosten?
  3. Modellierung der Arbeitsleistung durch das sogenannte „Humankapital“ – ist nicht jede Ursache eines Umsatzes in gewisser Weise ein „Kapital“?

Hoffe, ich finde ein wenig Zeit dazu.

Meint

Euer Christoph


Wie man Gott anspricht

September 9, 2023

Ich möchte also drei Beiträge über das Vater Unser schreiben, das ich wie folgt in drei Abschnitte einteile:

1. Wie man Gott anspricht

Vater unser im Himmel,

2. Die himmlischen Dinge

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

3. Die irdischen Dinge

Unser tägliches Brot gib‘ uns heute,

und vergib‘ uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Und beginne hiermit mit dem ersten Abschnitt:

Wie man Gott anspricht

Kann man / soll man Gott direkt ansprechen?

Da fallen mir zwei Punkte ein.

Erstens: soll man Gott überhaupt ansprechen? Werden uns die Atheisten dann nicht vorwerfen, dass wir als Erwachsene immer noch mit unserem imaginären Freund reden? Ist das nicht ein Zeichen eines schlecht entwickelten Selbstbewußtseins?

Zweitens: soll man Gott direkt ansprechen?

Ich meine, wir sprechen Gott doch sehr of indirekt an, meinen aber eigentlich jemand anderen.

Wie viele Fürbitten in der Messe strotzen nur so vor Pädagogik, die eigentlich an das Auditorium gerichtet ist?

Und wie oft erleben wir Priester, die bei der Ausformulierung bzw. Betonung ihrer Gebete in der Liturgie eher an das „Publikum“ denken, und nicht so sehr an den Herrn?

Ist das OK?

Ich denke nicht, denn Gott hat es sich durchaus verdient, dass wir ihn direkt ansprechen und nicht nur „von der Seit’n“.

Und wie sollen wir ihn jetzt direkt ansprechen?

Nun, Jesus verwendet das Wort „Vater“, also ist Gott sozusagen unser „Pappi“.

Und zweitens: er ist nicht „mein“ Vater, sondern er ist „unser“ Vater.

Jemand, der das Vater „unser“ betet, kann zu seinem Mitmenschen nichts mehr anderes sagen, ausser „Lieber Bruder“ und „Liebe Schwester“ (und „Liebes Diverses“, natürlich 🙂 ).

Trotz aller Nähe und Vertrautheit, er ist der Vater „im Himmel“, also gibt es schon eine gewisse Distanz. Gottes Gedanken sind nicht unsere Gedanken, und wir sind nicht in der Lage, die Dinge „aus seiner Sicht“ zu sehen.

Meint

Euer Christoph


Vom Vater im Himmel

August 15, 2023

Nun gibt es tatsächlich viele Gebete.

Das Beten, das „Reden mit Gott“, ist es auch, das offensichtlich ein Alleinstellungsmerkmal des Menschen gegenüber der anderen Kreatur ist (ich weiß, man kann das bezweifeln).

Und viele Gebete, zum Beispiel der Rosenkranz, sprechen im Menschen eher das Gefühlsbetonte, das Meditative an.

Ich selbst bin eher ein Mensch der Vernunft, der Ratio – auch wenn ich bekanntlich eine Schwäche für Metaphern und Allegorien habe – doch auch für mich gibt es zumindest ein Gebet, welches eher die Ratio anspricht.

Das „Vater Unser“ ist aber auch „das“ Gebet, das uns laut Überlieferung Christus selbst gelehrt hat.

Ich möchte also drei Beiträge über das Vater Unser schreiben, das ich wie folgt in drei Abschnitte einteile:

1. Wie man Gott anspricht

Vater unser im Himmel,

2. Die himmlischen Dinge

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

3. Die irdischen Dinge

Unser tägliches Brot gib‘ uns heute,

und vergib‘ uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Wie gesagt, ich plane drei Beiträge.

Meint

Euer Christoph


Neues (?) Thema: Produktion, Arbeit, Kapital

Juli 31, 2023

Es ist kein Geheimnis.

Seitdem die herrschende Klasse wieder den Klassenkampf ausgerufen und unter Mithilfe der Dummheit der Politiker eine wunderschöne Inflation inszeniert hat, wird allerorten wieder darüber diskutiert, wer denn nun tatsächlich die Urheber des Wohlstands seien.

Entsteht Geld durch Arbeit oder entsteht Arbeit durch Geld?

Ist leistungsloses Einkommen wirklich so unmoralisch?

Wer sind denn nun tatsächlich die Leistungsträger?

Uns scheinen wieder alle Felle davonzuschwimmen, und in unserer Angst werden wir zu Angstbeissern, zu „uns ängstlich verteidigenden Angreifern“.

Sollen wir uns fürchten?

Alles große Fragen, dabei wollte ich einfach nur darüber schreiben, dass „gebunkertes“ Vermögen große Gefahren in sich birgt.

Reden wir lieber über etwas Positives: wir haben den Verein gegründet: die „Gesellschaft für rechnergestützte Zusammenarbeit“: https://areasharpa.blog/the-society/

Meint

Euer Christoph


Die Güte der Gütesiegel

Juli 16, 2023

Habe heute ein interessantes Interview gehört, wonach Greenpeace mit den Gütesiegeln in Österreich nicht bedingungslos zufrieden ist, und danach die Sache gegoogelt: https://greenpeace.at/ratgeber/guetezeichen/

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: wer überprüft Greenpeace? 🙂

Meint

Euer Christoph