In der Serie „kleine religiöse Büchlein“ ist jetzt das zweite fertig geworden:
„Über die Wahrheit“ – zu finden hier.
Lg
Christoph
In der Serie „kleine religiöse Büchlein“ ist jetzt das zweite fertig geworden:
„Über die Wahrheit“ – zu finden hier.
Lg
Christoph
Jetzt habe ich mir vorgenommen, in die Wertediskussion einzusteigen, und ich denke an einen Abschnitt aus dem Hochgebet:
[…]Mache deine Kirche zu einem Ort der Wahrheit und der Freiheit,
des Friedens und der Gerechtigkeit,
damit die Menschen neue Hoffnung schöpfen.[…]
Sicher, in Zeiten der russischen Aggression ist es naheliegend, über den Frieden zu schreiben.
Ist der Frieden solch ein hoher Wert, dass es sich lohnt, dafür die Freiheit aufs Spiel zu setzen?
Es gibt Historiker, die meinen, der zweite Weltkrieg hätte sich verhindern lassen, wenn die Politiker gemeinsam und mit einer gewissen Stärke von Anfang an der Aggression entgegengehalten hätten.
Das mag sein, und wir sehen auch in der Kindererziehung, dass man einfach Grenzen setzen muss, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.
Aber eigentlich will ich gar nicht von diesen so simplen Mechanismen reden, die eigentlich jeder verstehen könnte, sondern ich will lieber über den inneren Frieden schreiben.
Das ist jener Frieden, der in unserem Herzen einkehrt, wenn wir mit Gott versöhnt leben. Wenn wir eins sind mit unserem Gewissen und mit der Schöpfungsordnung.
Ein schöner Zustand, leider selten.
Meint
Euer Christoph
Kardinal Novize Igor, einer der fleißigsten Kommentatoren auf diesem Blog, hatte mir vorgeschlagen, doch auch einmal etwas Religiöses zu schreiben.
Nun habe ich ein kleines Büchlein über das Maßhalten geschrieben: Vom Maßhalten.
Wobei man explizit erwähnen muss, dass es tatsächlich um religiöse Themen geht, und nicht ums Oktoberfest 😉 (denn dort versteht man unter Maß-halten etwas Anderes 🙂 ).
Lg
Christoph
Jetzt habe ich mir vorgenommen, in die Wertediskussion einzusteigen.
Und ich habe mir vorgenommen, einen Satz des Hochgebets als Basis zu nehmen.
[…]Mache deine Kirche zu einem Ort der Wahrheit und der Freiheit,
des Friedens und der Gerechtigkeit,
damit die Menschen neue Hoffnung schöpfen.[…]
Das Ziel dieser Werte, also dass die Menschen neue Hoffnung schöpfen können (denn lebt nicht auch die Wirtschaft von der Hoffnung, zum Beispiel die Börse?), ist also klar definiert.
Beginnen wir mit dem ersten Wert, mit der Wahrheit.
Wir sind alle auf der Suche nach Wahrheit, da beisst die Maus keinen Faden ab.
Erst, wenn ich weiss, wo ich stehe, erst nach einer Positionsbestimmung, kann ich festlegen, in welche Richtung ich gehen muss, um zum Ziel zu gelangen.
Und schon bei dieser Positionsbestimmung scheitern viele.
Zu eitel.
Zu selbstsicher.
Zu größenwahnsinnig.
Zu ichbezogen.
Wer immer recht hat, braucht keine Wahrheit, die ausser ihm begründet ist.
Der Mensch ist irrtumsfähig.
Nach welchem Kompass richtest Du Dich? Zeigt Dein Kompass zum Sinai, zu den zehn Geboten? Oder zeigt Dein Kompass auf Dich selber, sodass er sich immer im Kreise dreht?
Gedanken, nur Gedanken
Meint
Euer Christoph
…steht der Techniker dem Göttlichen näher als der Theologe.
Denn der Techniker steckt jeden Tag tatsächlich mit beiden Händen im Dreck und muss im Schweisse seines Angesichts die Schöpfung wieder ein Stück weiterbringen,
während der Theologe aus sicherer Entfernung bloß interpretiert.
Meint
Euer Christoph
……dann wird er unrund.
Meint
Euer Christoph
„Gott ist immer in uns, aber wir sind meistens nicht zu Hause“, hat ein weiser Mann einmal gesagt.
Und ist es nicht wirklich angebracht, zumindest hin und wieder „in sich zu gehen“ und ein wenig der eigenen Seele zuzuhören, damit wir nicht ganz und gar „abheben“, „verlorengehen in der alltäglichen Wirklichkeit“?
Ist nicht unsere Seele, und Gott, der dort wohnt, viel „wirklicher“, als das, was wir normalerweise als „das Reale“ betrachten, also die „Realitäten“, die wir mit uns herumschleppen jeden Tag und jede Nacht?
Was passiert nun mit jemandem, der total „abhebt“ und seine eigene Seele ignoriert?
Letzten Endes wird er vom „Echo der Seele“ eingeholt werden, das ihm aus allen seinen „Realitäten“ entgegenschlägt, er wird „Stimmen hören“, „Zeichen sehen“, und „sich verfolgt fühlen“.
Und das sollte er auch, denn Gott sucht ihn mit aller Liebe und wartet auf die Umkehr, um ihn mit weit ausgebreiteten Armen zuhause zu empfangen.
Meint
Euer Christoph
Jetzt habe ich mir vorgenommen, in die Wertediskussion einzusteigen, und zuerst bin ich einmal über die drei sogenannten göttlichen Tugenden gestolpert:
wobei uns überliefert ist, dass die Liebe die größte unter den dreien sei (siehe auch Ja ja, die Liebe).
Mit der Hoffnung haben wir uns auch schon beschäftigt (Die Hoffnung? Die Hoffnung!).
Jetzt fehlt es uns also noch am Glauben 🙂
Und ich muss mich spontan an einen Traum erinnern, den ich öfters habe: ich kann fliegen – und das ist sehr schön -, jedoch in dem Moment, wo ich bewußt entdecke „Hoppla, ich kann ja fliegen“, und wenn ich dann bewußt versuche, weiterzufliegen – willentlich sozusagen – dann sacke ich ab, solange, bis ich am Boden stehe und ich kann nicht mehr weiterfliegen.
Das erinnert mich an eine beliebte Sequenz aus Predigten aus der Kirche: „Wenn Euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, dann würdet Ihr zu diesem Berg sagen:“Hebe Dich hinweg“ und der Berg würde sich hinwegheben“.
Und warum können wir dann keine Berge versetzen? Natürlich weil unser Glaube zu klein ist.
Scheisse, wieder selber schuld.
Mein Glaube ist zu klein, also bin ich selber es, der es verhindert, dass ich Berge versetzen könnte.
Genialer Schachzug der Oberen, um Dir ein schlechtes Gewissen zu machen und Dich kleinzukriegen 😉
Aber wie ist es denn wirklich mit dem Glauben?
Der Glauben ist eine Gnade, also ein unverdientes Geschenk von oben, der Glauben ist nicht machbar.
Gerade in einer Zeit, in der wir dem Glauben an die Machbarkeit huldigen, wo wir immer noch glauben, wir könnten bewußt die Lebensdauer der Menschheit verlängern, indem wir einen Gesinnungswandel herbeiführen, der zu einer nachhaltigen Lebensweise führt, ist es notwenig zu sagen:
Wie oft bist Du Dir bewußt, dass schon allein das aufrechte Gehen ein riskantes Unterfangen ist, eigentlich ein kontrolliertes Stolpern in die Richtung zum Ziel, wie oft erinnerst Du Dich daran, dass das Leben eben lebensgefährlich ist?
Ist Dir klar, dass es ein unverdientes Geschenk ist, wenn Du trotz alledem immer noch an ein Happy End glauben kannst?
Darum wollen wir beten. Nicht um das Happy End an sich (denn das ist unausweichlich), sondern darum, dass wir an ein Happy End glauben können.
Meint
Euer Christoph
Siehe auch:
Die Zukunft? Die Zukunft!
Die Werte? Die Werte!
Dieses Zitat von Meister Eckhart verleitet dazu, ein wenig innezuhalten und über unseren „Weg nach Hause“ nachzudenken.
Denn ist das Leben nicht ein „Weg nach Hause“ und dem genannten Zitat entsprechend also ein „Weg nach innen“?
Tun wir alle unseren äußeren Werke – die Leistungen in Beruf, Familie und Freizeit – nicht immer nur deswegen, um uns „innen drinnen“ glücklicher zu fühlen?
Beginnt das Leben nicht damit, dass wir äußerlich versuchen unseren Eltern zu gefallen? (da wir von ihnen abhängig sind)
Nimmt es nicht seinen Fortgang, indem wir uns von den Eltern loslösen?
Meistens versuchen wir dann, jemand anderem zu gefallen: einem Partner (im Privatleben), einem Kunden (im Berufsleben) oder den Menschen, die einen dann im Alter erhalten (im Pensionsleben).
All dies sind Abhängigkeiten.
Aber müssen wir uns von allen diesen Egoismen nicht loslösen und letzten Endes zu dem Punkt kommen, wo wir uns selber gefallen und wo wir in aller letzter Konsequenz „ganz innen drinnen“ Gott gefallen?
Da will man immer für wichtig genommen werden, tut dies und jenes, um „das Universum zu retten“ und „geliebt zu werden“ und man kommt letzten Endes darauf:
Der Einzige, für den Du wirklich wichtig bist, ist der liebe Gott. Denn für Gott bist Du unersetzlich. In Christo bist Du sein geliebter Sohn bzw. seine geliebte Tochter.
Und für Gott musst Du nicht das Universum retten, das hat er schon selber getan 🙂
Meint
Euer Christoph
„Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen“.
Dieser Satz wird Jesus nachgesagt, und er ist wohl eine der zentralen Botschaften des Christentums.
Aber was ist damit gemeint?
Der Satz hat sicher viele Interpretationsmöglichkeiten, ich möchte mich heute mit dem Thema der kindlichen Neugier, der absichtslosen Neugier beschäftigen.
Könntest Du Deinem Kind eine Antwort verweigern, wenn es ohne Hintergedanken, einfach nur aus der puren Lust am Leben, Dir eine Frage stellt?
Wenn es zum Beispiel wissen möchte, warum der Himmel blau ist.
Oder die Wiese grün.
Oder ob es immer schon Flugzeuge gegeben hat.
Und wirst Du Dich nicht bemühen, eine adäquate Antwort zu geben, die für das Kind passt?
Und so ist es auch mit dem lieben Gott. Niemals könnte er uns eine Antwort verweigern, wenn wir nur ehrlich fragen.
Meint
Euer Christoph