Die beiden Welten

November 11, 2015

In unserem Herzen schlummern zwei Welten.

Die Ideenwelt und die Geldwelt.

Es ist die verdammte Pflicht der Ideenwelt, die Geldwelt zu führen.

Und es ist die verdammte Pflicht der Geldwelt, die Führung der Ideenwelt zu akzeptieren und sie in die Schranken zu weisen, wenn nötig.

Immer, wenn die Ideenwelt die Geldwelt im Stich läßt und sich in ihren Elfenbeinturm zurückzieht, und immer, wenn die Geldwelt gegen die Ideenwelt revoltiert und die Führung übernehmen möchte, dann folgen Leid, Krieg und Armut.

Immer, wenn die Welten ihre Rollen akzeptieren und das ihre beitragen, dann gibt es Prosperität und Hoffnung.

Meint
Euer Christoph


Gut und Böse (I)

November 7, 2015

Habt Ihr schon mal überlegt, dass man in der Technik den Begriff eines Wirkungsgrades nur denken kann, wenn man Gut und Böse unterscheidet?

Ein Wärmekraftwerk hat z.B. einen Wirkungsgrad von 40%, der Rest ist „böse“ Abwärme.

Kaum mache ich aus der „bösen“ Abwärme eine „gute“ Wärme fürs Fernwärmenetz, steigt der Wirkungsgrad beachtlich, obwohl es eigentlich dieselbe Maschine ist.

Meint
Euer Christoph


Geist und Materie (I)

November 7, 2015

Liebe ist etwas Geistiges (Geistliches).

Geld ist etwas Materielles.

Um geliebt zu werden, braucht man NICHTS zu leisten.

Um Geld zu verdienen, MUSS man etwas leisten.

Das wird bisweilen miteinander verwechselt.

Wer nichts leisten KANN, hat ein RECHT auf Almosen.

Weder verdientes(!) Geld nocht Almosen haben etwas mit christlicher Nächstenliebe zu tun. Beides sind materiell-praktische Notwendigkeiten.

Christen verwechseln das mitunter.

Meint
Euer Christoph


Der globale Blues und die Zeichen der Hoffnung

November 1, 2015

Warnhinweis: dieser Artikel ist zynisch

Wie lauteten die beiden beliebtesten Ratgeber der letzten Jahre?

Richtig: (A) – für Unternehmer – Wie ich meine Mitarbeiter motivieren kann, ohne dass es Geld kostet.

(B) – für Arbeitnehmer – Wie ich in der Dienstzeit Privatsachen machen kann, ohne gefeuert zu werden.

Und tatsächlich haben sich diese Denkmuster ausgelutscht. Die Mitarbeiter lassen sich nicht mehr motivieren, ohne dass es Geld kostet (pfui bäh).

Der globale (globalisierte) Blues ist angesagt.

Da kommen die Heerscharen von verzweifelten – also selbstmotivierten – Menschen gerade richtig, die bereit sind, für einen Bruchteil des Geldes zu arbeiten und sich auch noch darüber zu freuen.

Und den Arbeitnehmern soll es auch recht sein, denn dann werden wir alle beim AMS angestellt sein und viel Zeit für unsere Privatsachen haben.

So ist der Plan und er verursacht ein hoffnungsfrohes Rumoren in der Unternehmerschaft.

Meint
Euer Christoph


Vom Wert des Lebens

Oktober 31, 2015

Über Asylwerber, Flüchtlinge, Nazis, Ängste und ähnliche Themen wird in letzter Zeit wahrlich sehr viel berichtet und getratscht, zu viel wird darüber geschrieben und geredet, möchte man meinen, mehr als es gut ist.

Aber eigentlich übertünchen wir mit diesem hektischen Getue nur die Leere, die in unseren Herzen herrscht. Denn wie kann man menschliches und gerechtes Handeln begründen, wenn nicht aus dem Glauben?

Warum sollte ich das Leben hochhalten, wenn ich den ignoriere, der ins Leben ruft?

Der Wert eines Lebewesens ergibt sich NICHT aus der Leistung, die es erbringt, sondern aus seiner Gotteskindschaft.

Wir sind wertvoll, weil der Papa uns liebhat, nicht weil wir so gut sind.

Meint
Euer Christoph


Trau niemandem, …

Oktober 28, 2015

…der Angst hat.

Meint
Euer Christoph


Das Gehirn…

Oktober 27, 2015

…ist auch nur eine Maschine.

Manchmal braucht es Öl.

Und manchmal quietscht es bei der Arbeit.

Meint
Euer Christoph


Ich weiss, was ich will

Oktober 26, 2015

Nicht nur Udo Jürgens hat sich zu diesem Thema Gedanken gemacht, auch dem Jungen Conrad Peter wird in der Erzählung „Das dritte Kind“ (siehe Drehbuchseite) ein Gebet in den Mund gelegt, welches diesen Gedanken zentral enthält:

[…]Herr Jesus Christus, bitte verzeih‘, dass ich vor dem Vater Angst habe. Bitte verzeih‘ auch, dass ich vor dem Tod Angst habe.

Danke, dass du mit uns das Spiel des Lebens spielst, ich hoffe, du wirst alles ergänzen, was an uns fehlt.

Danke, dass du nicht schläfst.

Bitte hilf mir, dass ich an dich glaube, Danke, dass du dir nicht in die Karten schauen lässt.

Hilf auch allen meinen Freunden und allen, die deine Hilfe brauchen.

Hilf uns, dass wir aussprechen, was wir wollen.

Danke!

P.S.: Wann du willst, dann führe alles zu einem guten Ende.[…]

Und tatsächlich fällt es uns oft unsagbar schwer, die Dinge, die wir wirklich wollen, auch auszusprechen.

Liegt es daran, dass uns unser Unterbewusstsein verbieten möchte, unsere eigenen Wünsche zu kennen?

Liegt es daran, dass wir Angst haben, unsere Mitmenschen werden uns die Erfüllung unserer Wünsche justament unmöglich machen, sobald sie wissen, was wir wollen?

Oder liegt es gar daran, dass wir uns unserer Wünsche und Bedürfnisse schämen?

Fragen, sie sich jeder einmal stellen sollte.

Meint
Euer Christoph


Erfolg macht sexy

Oktober 3, 2015

Was ist denn der Unterschied zwischen Naturwissenschaft und Religion?

Ich würde es so sagen:

Naturwissenschaft hat Erfolg, Religion nicht.

Denn fast nie fällt eines unserer Flugzeuge vom Himmel, selten stoßen Züge zusammen und auch die Autos sind noch einigermaßen sicher.

Die Religion hingegen predigt Liebe, Frieden, Hoffnung und Leben. Doch wo wir auch hinsehen, begegnen wir Angst, Krieg, Depression und Tod.

Heißt das, dass die Religion die falschen Mittel verwendet, um ihre Ziele zu erreichen?

Oder heisst es, dass diese Ziele dem Wesen des Menschen widersprechen?

Ich weiss es nicht, doch ich fühle eine Sehnsucht nach den großen Zielen Liebe, Frieden, Hoffnung und Leben und ich denke, die Religionen sollten nicht aufhören, danach zu streben.

Denn der Weg ist das Ziel und vor Ankommen wird gewarnt, wie bereits Paul Watzlawick treffend anmerkte.

Meint
Euer Christoph


Atheismus geht nicht ohne Gott

September 20, 2015

„Atheisten glauben an einen Gott, den es zum Glück nicht gibt“, sagt ein bekanntes Bonmot.

Und tatsächlich stellt sich die Frage, ob Atheismus nicht nur eine Gegenbewegung ist, deren Ursache in der Dummheit vieler Gläubiger begründet ist.

Sind wir uns überhaupt im Klaren darüber, was wir mit Begriffen wie „Gott“, „Erlösung“, „Kreuzesopfer“, „Prophetie“, „Seele“ und so weiter eigentlich(!) meinen?

Sind wir uns so sicher, dass ALLE Gläubigen DASSELBE meinen, wenn sie diese Begriffe verwenden?

Und ist Glaube nicht nur ein Gefühl(!) von Geborgenheit in einer bestimmten Gruppe?

Und wie ist das mit der Moral, wenn wir uns gegen die Mehrheit stellen müssen? Bleibt da nicht nur ein lächerliches Piepsen übrig?

Fragen über Fragen.

Meint
Euer Christoph