Die Inflation des Sinnlichen

Juli 24, 2018

@KNI hat mir heute erzählt, dass es einen bekannten Geschichtsanalytiker gegeben hat, der behauptete, der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit sei dadurch gekennzeichnet gewesen, dass man sich auf die „Nichtexistenz der Universalien“ geeinigt hatte – also auf den Übergang zu den „Realien“. Das Reale, das Sinnliche, sei das Wesen der Neuzeit und ihrer Wissenschaften.

Nun wäre der Übergang von der Neuzeit zu dem Zeitalter, das JETZT unzweifelhaft heranbricht, dadurch gekennzeichnet, dass wir – wegen Relativitätstheorie und Quantenphysik – auch die Realien als etwas Nichtexistentes erkennen.

Ich denke, dass das einhergeht mit einer Inflation des Sinnlichen.

Mit Hilfe der VR-Technologien können wir unseren Sinnen beinahe beliebige Wirklichkeiten vorgaukeln und es wird immer billiger.

In den sozialen Medien entstehen Wirklichkeitsblasen, die nichts mehr zu tun haben mit der wirklichen Wirklichkeit.

Glauben wir noch an die Wirklichkeit oder sind wir dem Markt der Virtualitäten ausgeliefert?

Wenn Du Dich in einen Menschen verliebst, verliebst Du Dich in sein wirkliches Ich, also in seine Seele? Oder begnügst Du Dich mit dem Mister Right und seinen Äußerlichkeiten?

Worauf baust Du Dein Selbstvertrauen? Auf Deine wirkliche Wirklichkeit (also Deine Seele) oder auf Deine – kontingenten – Eigenschaften?

Ist der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit ein Übergang vom Geist zum Körper, so hoffen wir, dass der jetzt stattfindende Übergang ein Übergang vom Körper zur Seele sein wird.

Vom Geistigen (Schicht 6) über das Körperlich-Sinnliche (Schichten 5 – 0) zum Seelischen (Schicht -1).

Meint
Euer Christoph


Wo Gott nicht ist, ……

Juli 15, 2018

……bleibt uns immer noch die Liebe.

Wo die Liebe fehlt, dort kann immer noch die Gerechtigkeit regieren.

Ohne Gerechtigkeit bleibt uns zumindest das Gesetz.

Aber wenn die Gesetze nichts mehr gelten, dann haben wir ihn,

DEN FREIEN MARKT.

Meint,
Euer Christoph


Es ist immer noch genug Nichts übrig

Juni 29, 2018

Nun haben wir gelernt, dass GDH die Dinge „aus dem Nichts“ erschafft.

Also, jedes „Ding an sich“ (wie Kant es nennen würde) entspricht „dem Wesen“, „der Seele“ dieser Wesenheit und entsteht, indem GDH ein „Loch ins Nichts reisst“.

Aber wenn ich mir nun überlege, wieviele Myriaden neuer Dinge jeden Tag entstehen – Gedanken, Gefühle, Entscheidungen, Worte und Werke – dann frage ich mich unbewusst: „Wird es denn immer noch genug Nichts geben, um daraus neue Wesenheiten zu formen?“

„Müssige Frage“, mag der eine sagen: „Lassen wir das doch Gottes Problem sein“.

Aber ich bin mir sicher: „Nichts wird nicht weniger, nur weil Dinge erschaffen werden“. ES IST IMMER NOCH GENUG NICHTS VORHANDEN.

Jetzt die Frage: „Ist das nicht eine rein akademische Frage? Hat das eine Relevanz für mein Leben?“.

Nun gut, dieser Gedanke soll uns Hoffnung geben.

Ganz egal, wie verfahren die Situation ist, ganz egal, ob wir wirklich tief in der Scheisse stecken. Ganz egal, ob uns auch nur irgendjemand zuhört.

Der liebe Gott hat immer noch genug Nichts zur Verfügung, um daraus eine neue Wendung entstehen zu lassen, neue Hoffnung, neues Leben, neue Freude.

Meint
Euer Christoph


Ein Gedicht

Juni 14, 2018

Ich hab mit SIMUL-RR belästigt
Alle Leute groß und klein.
Es hat sich in mein Hirn verfestigt
Ein Knoten wie ein großer Stein.

Ich meinte die Ideen wär’n wichtig.
Könnten führen Menschheits Bahn.
Doch alles alles ist nur nichtig.
Gegen Reichtums Größenwahn.

Meint
Euer Christoph


Die göttliche Hemisphäre – kann es sie geben

Mai 23, 2018

Offensichtlich braucht der Mensch die Vorstellung einer Grundlage, auf die er sich verlassen kann. Auf etwas Stabiles, Zuverlässiges, Sakrosanktes, das dem menschlichen Zugriff nicht unterliegt.

Und ist es ein Wunder, dass wir in einer Zeit, in der die Reichen und Mächtigen in einem zynischen – größenwahnsinnigen – Machtrausch über uns arme Würmer herrschen, ist es in einer solchen Zeit also ein Wunder, wenn wir an einen Gott – oder an Götter – glauben möchten, die all diesen irdischen Mächten nicht zu gehorchen brauchen, die ein Einsehen haben für die Schwachheit des Menschen? Und seine Würmlichkeit?

Aber ist diese sakrosankte Hemisphäre – nennen wir sie die „göttliche“ Hemisphäre – ist sie nicht nur eine nette Gutenachtgeschichte, die wir einander erzählen, damit das Leben einigermaßen erträglich wird?

Damit wir wenigstens darauf hoffen können, dass der Übeltäter – der ja immer wieder „ganz gut davonkommt“ – dass dieser also LETZTEN ENDES für seine Übeltaten BÜSZEN muss.

Kann es die göttliche Hemisphäre also WIRKLICH geben?

Gibt es dieses OBEN tatsächlich? Diese UNSICHTBARE Welt?

Oft habe ich über meinen Freund gelächelt, der in der Meditation ganz deutlich die beiden Richtungen „Oben“ und „Unten“ zu spüren vermochte.

Und ich habe gelächelt, weil ich mir dachte, dass „Oben“ und „Unten“ sich ganz natürlich als die beiden wichtigsten Richtungen des Menschen ergeben. Gut geeignet für eine Metapher also.

Ist es denn nicht eine Urerfahrung des Affenmenschen?

Oben am Baum bist Du in Sicherheit.

Unten am Boden wimmelt es nur so vor Schlangen, Tigern und anderen Grauslichkeiten.

Oben lauert das Risiko – nämlich hinunterzufallen – und unten lauert das Böse.

So erkennen wir, dass es in der Schöpfung eine Ordnung gibt. Die einfacheren, „niedrigeren“ Wesen sind auf die komplexeren, „höheren“ Wesen „hingeordnet“. Die Nahrung nützt dem Genährten und der Genährte soll der Nahrung gegenüber in einem Zustand der Dankbarkeit leben.

Letzten Endes ist der Mensch die Krone der Schöpfung, die als einziges Lebewesen „um seiner selbst willen“ erschaffen worden ist, und eben nicht nur, weil er nützlich ist.

Ja, jeder Mensch ist etwas WERT, nicht wegen seiner Leistung, nicht wegen Bravsein und nicht wegen Nützlichkeit, sondern weil er ein Ebenbild Gottes ist. Wenn wir daran nicht glauben, dann brauchen wir auch auf die Menschen keinen Wert zu legen. Und auf die Menschlichkeit.

Aber auch in der modernen Zeit, in der es ja sehr viel SOFTWARE-Technik gibt, haben die Begriffe „Oben“ und „Unten“ eine zentrale Bedeutung.

Die untere Schicht wird von der oberen Schicht BENÜTZT. Dabei wird ein INTERFACE verwendet. Das Interface ist ein Satz von Regeln, den die untere Schicht erstellt hat, um klarzustellen, wie die oberen Schichten einen SERVICE von den unteren Schichten bekommen.

Sehr gut, das heisst jetzt also also, dass die untere Schicht die Regeln vorgibt, dass sie also HERRSCHT, weil sie NÜTZLICH ist, weil sie DIENSTBAR ist, oder?

Nein, das heisst es nicht ganz. Denn die obere Schicht muss nur jene Services benützen, die sie BENÜTZEN WILL. Sie hat den freien Willen.

Herrschen heisst also, die ganze Sache mit WEISHEIT in die RICHTIGE Richtung zu lenken, sodass jeder zum geringstmöglichen Schaden leben kann.

Das sollte die obere Schicht bedenken, nämlich WAS RICHTIG IST. Das ist die Frage.

Meint

Euer Christoph


Es ist still geworden……

Mai 20, 2018

……auf meinem Blog.

Mag sein, dass die ursprüngliche Motivation, wegen der ich zu bloggen begonnen hatte (ihr wisst schon, SrrTrains, Drohnen und so weiter), mittlerweile weggefallen ist.

Aber eigentlich hätte ich jetzt „alle Zeit der Welt“, weitere „kleine Gedanken“ auszuarbeiten.

Begonnen habe ich damit ja schon HIER, wie Ihr wisst.

Jetzt habe ich einige Stichwörter, über die ich gerne noch schreiben würde. Für heute möchte ich es mal damit gut sein lassen, die Stichwörter abzudrucken.

– Inspiration vs. Offenbarung
– kuenstliche Intelligenz
– Zufall ist einer der Namen Gottes?
– Es ist immer noch genug Nichts übrig?
– Ist die Schoepfung „der Koerper Gottes“?
– Haben Engel Koerper?
(- „Meine Raumzeit“, „Deine Raumzeit“, „Unsere Raumzeit“) – schon bearbeitet
(- Gibt es eine „himmlische Raumzeit“ (Rebellion der Engel)) – schon bearbeitet
– Die „goettliche Hemisphaere“ – kann es sie geben?
– Vom geozentrischen Weltbild ueber das heliozentrische Weltbild zum
Christozentrischen Weltbild
– Wahres Ich (Seele) vs. vermeintliches Ich (Koerper) und das Selbstbewusstsein
– Meditieren ist „Sterben ueben“
– Die Metamorphose und das Ding an sich

Vielleicht hat ja der eine oder die andere von Euch eine Meinung zu diesen Stichwörtern?

Ein schönes Pfingstfest jedenfalls Euch allen

Meint
Euer Christoph


Noch eine Mitteilung in eigener Sache

April 21, 2018

https://areasharpa.wordpress.com/2018/04/21/spark14-looking-back-on-9-years-srrtrains/

Meint
Euer Christoph


Wer das Ziel kennt, kennt auch den nächsten Schritt!

April 15, 2018

Hmmm, hört sich gut an. Aber stimmt es auch?

Wie ist es denn, wenn wir ein Auto bauen?

Der Auftraggeber sagt, WAS er will, WAS zu tun ist: baue mir ein Auto. Er gibt das ZIEL vor.

Aber WIE soll ich das jetzt machen? WIE geht der nächste Schritt?

Angenommen, ich bin OPEL, dann kann ich aufgrund des Zieles den nächsten Schritt herleiten (weil ich das KNOW HOW habe), aber wenn ich das KNOW HOW nicht hätte, dann wäre das ziemlich suboptimal gelaufen und der kluge Spruch im Titel dieses Blogs wäre bull shit.

Also, angenommen, ich weiss WIE man ein Auto aus den Einzelteilen zusammenbaut,

  • aus einem Chassis,
  • aus einem Motor,
  • aus einer Karosserie und
  • aus der Innenausstattung,

dann könnte ich tatsächlich die Aufgabe in Teilaufgaben zerlegen und meinen Subunternehmen sagen, WAS ich von ihnen erwarte:

  • ein Chassis,
  • einen Motor,
  • eine Karosserie und
  • eine Innenausstattung.

Wir müssten uns über einen Liefertermin einig werden, und los ging’s.

Aber HALT. Für die Subunternehmer jetzt wieder die Fragen:

  • WIE baue ich ein Chassis?
  • WIE baue ich einen Motor?
  • WIE baue ich eine Karosserie?
  • WIE baue ich eine Innenausstattung?

Und wieder wollen wir hoffen, dass die Subunternehmer das KNOW HOW haben.

Usw.

Die Zerlegung einer Aufgabe in Teilaufgaben ist also eine wechselweise Anwendung der Fragewörter WAS und WIE.

Der Kunde muss wissen, WAS er will (dazu muss er aber erst einmal wissen, was MÖGLICH ist, und WIEVIEL es kosten würde) und der Lieferant muss wissen, WIE er das erreichen kann.

Wenn ich also weiss, dass ich ein Ziel (z.B. einen Berggipfel) erreichen will, dann ist nicht automatisch klar, wie der nächste Schritt ist. Den nächsten Schritt weiss ich erst, wenn ich einen PLAN habe.

Jetzt haben wir alle das ZIEL, GLÜCKLICH zu sein. Aber wie ist unser PLAN, dorthin zu kommen?

Wer hat das KNOW HOW zum Glück?

Hmmmmmmmmmm. Ich würd’s mal bei den zehn Geboten versuchen 🙂

Meint
Euer Christoph


Eine Mitteilung in eigener Sache……

April 10, 2018

Haha, als ob es das nicht IMMER wäre 🙂

Na gut, ich habe also meine Pflicht erfüllt und das Projekt SrrTrains v0.01 zu einem guten Ende geführt.

Ist es wirklich GUT?

Ist es wirklich ein ENDE?

Man wird sehen.

Jedenfalls habe ich auf der „About – Page“ dieses Blogs ein allerletztes „P.P.S.“ hinzugefügt und denke einmal, dass es das vorerst einmal gewesen sein sollte.

ALLE PROJEKTE findet man hier, auf der „Projekte – Page“.

Eine schöne Woche einmal an alle

Meint
Euer Christoph


Die vier Zeitalter

März 24, 2018

Nun kann man trefflich darüber philosophieren, was man antworten soll, wenn ein Kind fragt: „Gibt es im Himmel eine Zeit?“

Na gut, lasst uns also ein wenig „brainstormen“, wie man solch eine Frage beantworten könnte.

  1. Es wird überliefert, dass es sowohl eine sichtbare Welt gibt, als auch eine unsichtbare
  2. Die unsichtbare Welt wird manchmal als „der Himmel“ bezeichnet
  3. Es wird gesagt, Engel stünden „ständig“ im Angesicht Gottes, was eigentlich nahelegt, dass es im Himmel keine Zeit gäbe
  4. Andererseits wird von einer „Rebellion der Engel“ berichtet, was bedeutet, dass es zumindest eine „Zeit vor der Rebellion“ und eine „Zeit nach der Rebellion“ gegeben haben muss
  5. Zumindest über die „irdische“ Zeit haben wir im letzten Jahrhundert viel dazu gelernt, im Rahmen der sogenannten Relativitätstheorie
  6. Die irdische Zeit hängt vom Beobachter ab und auch von der Anwesenheit von Materie
  7. Irdisch gesprochen kann man Raum und Zeit nicht unabhängig voneinander betrachten, es gibt also eine „Raumzeit“, die nicht die „Bühne“ ist, auf der alles abläuft, sondern ein „physikalisches Objekt“, das mit den anderen physikalischen Objekten in Beziehungen steht und davon auch abhängig ist
  8. Irdisch gesprochen gibt es also „meine Raumzeit“, „deine Raumzeit“ und unter Umständen „unsere Raumzeit“
  9. Es ist aber nicht physikalisch zwingend ausgeschlossen, dass „himmlische Wesen“ ihre eigene „Zeit“, ihren eigenen „Raum“ oder ihre eigene „Raumzeit“ haben könnten

Somit könnte man sich vorstellen, dass es im Himmel 4 Zeitalter gegeben haben könnte:

  1. vor der Rebellion der Engel
  2. nach der Rebellion der Engel und vor dem Fall des Menschen
  3. nach dem Fall des Menschen und vor der Erlösung
  4. nach der Erlösung

Nur meistens spüren wir irdischen Wesen nicht viel davon (wir haben ja unsere eigene „Raumzeit“), ausser „wir schalten unsere Antennen auf Empfang“ für die „himmlischen Ereignisse“.

Meint
Euer Christoph