Ja ja, die Phantasie

November 4, 2016

Wir haben auf den letzten beiden Blogs ein wenig über den Realitätsbegriff diskutiert.

Ich möchte einen Punkt nochmal hervorkramen, den @KNI angesprochen hat.

Man solle nicht denken, der Mensch könne den Dingen „eine Seele einhauchen“ bzw. man solle nicht den „Dingen eine Würde zusprechen, die sie nicht haben“.

Weiters sehe ich in seiner Abhandlung über die Wahrheit nur drei Aspekte

2.3. Als Hauptaspekte diesbezüglich nenne ich 1.: Dinge und Geschehnisse 2.: Mathematische und philosophische Aussagen und 3.: die Sphäre des Geistigen (siehe 2.6.1.-2.6.3.).

Mit (1) „Dinge und Geschehnisse“ meint er offensichtlich die Objekte der Physik, also alles, das sich durch Raum, Zeit, Materie und Energie erklären lässt.

Mit (2) „Mathematische und Philosophische Aussagen“ meint er wohl alle formalen Systeme von Aussagen, die in sich konsistent sind, also Produkte des ordnenden menschlichen Geistes.

Mit (3) „Die Sphäre des Geistigen“, die er mehr oder weniger mit Kontemplation gleichsetzt

Den Aspekt der Kunstwerke, Musik, Malerei, bildenden Künste und Computerkünste hat er ausgelassen, wahrscheinlich intuitiv, denn dieser Bereich zeigt doch, dass der Mensch kreativ einiges „auf dem Kasten hat“.

Da ist eine Kraft, vor der man sich fürchten kann.

Ein anarchisches Element, das den Herrschern „ein Dorn im Auge ist“.

Eine Inspiraton, die im Zweifelsfalle „an der Kirche vorbei“ wirken kann.

Etwas, das man nicht unter Kontrolle hat.

Ein weibliches Element.

Meint
Euer Christoph


Wer ko der ko

November 3, 2016

Jetzt haben wir uns auf dem letzten Post (hier klicken) über eine Definition von „Realität“ unterhalten, die ich vor einiger Zeit „ins Rennen geschickt“ hatte.

Insbesondere, um über das „Ding ohne Namen“ philosophieren zu können, hatte ich im Kleinen religiösen Büchlein „Vom Großen und vom Ganzen“ folgende Idee ventiliert.

Was wäre, wenn man die Realität (oder, wie ich sie lieber bezeichne, die „Wirklichkeit / Wahrheit“) so definierte:

Def.: Wirklichkeit / Wahrheit ist alles, womit eine Person in Kontakt treten kann, und worüber sich zwei Personen austauschen können“.

Mit Personen sind hier evtl. auch Tiere und Pflanzen gemeint, generell „Lebewesen mit Bewußtsein“.

„In Kontakt treten können“ meint einen Kontakt, der „irgendwo“ und „irgendwann“ durch „irgendjemanden“ tatsächlich stattgefunden hat oder tatsächlich stattfinden wird. Diese Definition ist notwendig, weil sonst Amerika vor 1492 nicht real gewesen wäre, wenn wir es nicht so definieren würden.

„Sich darüber austauschen können“ heisst, dass es tatsächlich „irgendwelche“ zwei Personen gegeben hat oder geben wird, die sich zumindest einmal darüber tatsächlich ausgetauscht haben oder austauschen werden.

Das Beispiel von den Familienneurosen, das @KNI angeführt hat, ist ein sehr schönes Beispiel, weil es die Schönheit dieses Realitätsbegriffs zeigt.

Angenommen, eine Familie hegt und pflegt Familienneurosen, lässt niemals jemanden „in die Familie“, der die Neurosen analysieren könnte und bleibt so ein „abgeschlossenes System“.

In diesem Fall wären die Familienneurosen tatsächlich keine „Wirklichkeit / Wahrheit“ in meiner Definition, also keine Realität, sondern sie wären eben dieses ominöse „Ding ohne Namen“. Sie wären KEIN Objekt des menschlichen Bewusstseins.

Man könnte Unterbewusstsein dazu sagen.

Ich finde das gar nicht so schlecht

Meint
Euer Christoph


Seit langem mal wieder SrrTrains

April 30, 2016

Habe schon lange nicht mehr über mein Hobby berichtet (ist ja sozusagen „eingefroren“).

Aber ein bissl was tu ich doch noch hie und da.

Und da habe ich jetzt auf meinem anderen Blog „Area #A“ darüber berichtet:

https://areasharpa.wordpress.com/2016/04/30/die-midas-base-mib/

Meint
Euer Christoph


Gottesmodelle

April 2, 2016

Unzweifelhaft sind wir Menschen geistige Wesen – geistliche Wesen. Wir spüren sie in uns, diese Kräfte der Seele, die sich manchmal sosehr verselbständigen, dass man dann geneigt ist, von Dämonen zu sprechen, von Engeln und Dämonen.

Sozusagen in einer metaphernhaften Sprache.

Und – möchten wir jetzt fragen – ist Gott nicht „nur“ eine Metapher für die Liebe? Ist die Liebe nicht jene geheimnisvolle Kraft, die „die Welt im Innersten zusammenhält“?

So geheimnisvoll, wie eben nur Gott sein kann?

Wo Rauch ist, ist auch Feuer.

Und wo ein Gottesmodell ist, ist auch ein Gott.

Jeder lebt in seiner Modellwelt, in seiner „virtual reality“ – Schall und Rauch.

Aber hat diese „virtual reality“ nicht etwas mit einer „real reality“ zu tun, die wir alle nur erahnen können? Die es aber „tatsächlich“ gibt? Und die nur einmal existiert, ein für allemal und für alle?

Meint

Euer Christoph


Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

Februar 12, 2016

Das „5. religiöse Büchlein: Vom Großen und vom Ganzen“ iat jetzt fertig.

Es geht um Realität, Wirklichkeit, Modelle im Kopf und externe Modelle (VR).

Und um das „Ding ohne Namen“.

Vom Großen und vom Ganzen
Bildschirmfoto vom 2016-02-12 22:33:59

Meint
Euer Christoph


Das nächste kleine religiöse Büchlein……

Februar 8, 2016

……wird sich wohl mit einer Ausarbeitung der Sätze A – E beschäftigen.

Einige Umformulierungen und die neuen Sätze D1 und E1.

Satz A) Ich glaube an eine Wirklichkeit / Wahrheit. Die Wirklichkeit / Wahrheit existiert ohne mein zutun. Sie läßt sich nicht absolut erfassen.

Satz B) Es gibt verschiedene interaktive Modelle der einen Wirklichkeit / Wahrheit, die mehr oder weniger zutreffen. Sowohl die Wirklichkeit / Wahrheit ist interaktiv, als auch die Modelle.

Satz C) Modelle der Wirklichkeit / Wahrheit werden von etablierten Autoritäten angeboten, wobei sich verschiedene Autoritäten auf unterschiedliche Aspekte der Wirklichkeit / Wahrheit beziehen können.

Satz D) Andererseits hat auch jedes Individuum zu jedem Zeitpunkt mindestens ein Modell der Wirklichkeit / Wahrheit in seinem Kopf, das sich von Modellen der etablierten Autoritäten herleitet, aber auch durch persönliche Erfahrungen gefärbt ist. Durch dieses Modell (diese Modelle) bewohnt das Individuum INDIREKT die Wirklichkeit / Wahrheit.

Satz D1) Mit Hilfe der VR Technologien ist es möglich, innerhalb der Wirklichkeit / Wahrheit weitere virtuelle Wirklichkeiten / Wahrheiten zu erstellen, die von Individuen mit Hilfe von technischen Mitteln ebenfalls bewohnt werden können. Auch zu diesen virtuellen Wirklichkeiten / Wahrheiten gibt es Modelle im Kopf und Modelle von etablierten Autoritäten.

Satz E) Jede Person hat in ihrem Innersten eine geheimnisvolle Möglichkeit, mit der Wirklichkeit / Wahrheit DIREKT in Kontakt zu treten, ohne sich eines Modells zu bedienen. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass die Person ja auch ein Teil der Wirklichkeit / Wahrheit ist.

Satz E1) Ob Satz E auch auf virtuelle Wirklichkeiten / Wahrheiten zutrifft, halte ich vorerst für eine schwierige Frage.

Meint
Euer Christoph


Das Ding an sich

Februar 5, 2016

In meiner Schulzeit gab mir unsere Philosophie-Professorin ein Buch, über das ich ein Referat halten sollte.

„Wie wirklich ist die Wirklichkeit“ hieß es und es war von Paul Watzlawick.

Und tatsächlich ist es so, dass wir den alten Streit zwischen Materialisten und Idealisten, ob es eben die „Wirklichkeit dort draußen“ wirklich gebe, oder ob das alles nicht nur Hirngespinste seien, nicht wirklich entscheiden können,

denn einerseits ist uns der Begriff der Wirklichkeit – und der der Wahrheit – sehr geläufig,

andererseits kommen wir bei näherer Überlegung dahinter, dass wir die Wahrheit/Wirklichkeit nicht wirklich erreichen bzw. erfassen können, wir sind immer Gefangene unserer eigenen Vorstellungskraft, die uns die Wirklichkeit erst indirekt näherbringt.

Ich beschäftige mich mit diesen Fragen in meinen „kleinen religiösen Büchlein“, insbesondere im „2. Büchlein: Über die Wahrheit“ und im „3. Büchlein: Von der Erkenntnis und vom Bewußtsein“.

Insbesondere möchte auf „Satz A – E“ hinweisen, die dort näher erläutert werden.

Satz A) Wir glauben an eine Wirklichkeit / Wahrheit. Die Wirklichkeit / Wahrheit existiert ohne unser zutun. Sie läßt sich nicht absolut erfassen.

Satz B) Es gibt verschiedene Modelle der einen Wirklichkeit / Wahrheit, die mehr oder weniger zutreffen.

Satz C) Modelle der Wirklichkeit / Wahrheit werden von etablierten Autoritäten angeboten, wobei sich verschiedene Autoritäten auf unterschiedliche Aspekte der Wirklichkeit / Wahrheit beziehen können.

Satz D) Andererseits hat auch jedes Individuum ein Modell der Wirklichkeit / Wahrheit in seinem Kopf, das sich meistens von Modellen der etablierten Autoritäten herleitet, aber auch durch persönliche Erfahrungen gefärbt ist

Satz E) Jede Person hat in ihrem Innersten eine geheimnisvolle Möglichkeit, mit der Wirklichkeit / Wahrheit direkt in Kontakt zu treten, ohne sich eines Modells zu bedienen. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass die Person ja auch ein Teil der Wirklichkeit / Wahrheit ist

Meint
Euer Christoph


Gedankensplitter zum 3D Web

August 28, 2015

Liebe Leserinnen und Leser!

Wie Ihr wisst, mache ich mir manchmal Gedanken über das 3D Web.

OK, schon wieder ein neues Schlagwort.

Müssen wir uns vor dem 3D Web fürchten, so wie wir uns vor der Internetblase im 2000er Jahr gefürchtet haben?

Worum geht es da eigentlich?

Geht es einfach nur darum, 3D-Graphiken auf Web Pages zu applizieren?

Oder geht es um das Holodeck? Geht es darum, die Phrase „ins Internet einsteigen“ wortwörtlich zu nehmen?

Oder geht es darum, die Welt – nein, das Universum – abzuspeichern – zu sichern?

Tatsächlich geht es um all das, und es geht um mehr.

Aber beginnen wir mit den Grundlagen

. Beginnen wir mit der Modellierung des Universums.

Streng genommen lassen sich alle Phänomene auf drei Dinge zurückführen: auf Raum, auf Zeit und auf Materie/Energie.

Die Theorie von Raum und Zeit ist die Relativitätstheorie und die Quantentheorie beschäftigt sich mit Materie/Energie.

Eigentlich haben wir damit alles, was wir brauchen und es hört sich verlockend an, das gesamte Universum durch ein Wechselspiel von Raum, Zeit und Materie/Energie zu modellieren.

Doch wir stoßen auf schier unlösbare numerische Probleme, wenn wir das versuchen.

Und so hat es sich bewährt, die Materie in kleinere Häppchen zu zerlegen, in „Objekte“.

Dadurch machen wir das Universum zu einem „Universum der Objekte“ und wir modellieren es durch vier Dinge: Raum, Zeit, Objekte und Interaktionen.

Dadurch, dass wir die Materie in Objekte zerteilen, kommen wir schließlich zum Begriff der „Identität“. Identität bedeutet, dass ein Objekt immer dasselbe Objekt bleibt, von seiner Entstehung bis zu seiner Zerstörung.

Und damit hätten wir eigentlich die Grundlagen, um „das Universum zu sichern“.

Ich hatte einmal vorgeschlagen, die Welt in einer verteilten Datenbank zu speichern

, auf die man über die folgenden Schlüssel zugreifen kann:

  • virtual roaming area
  • level of detail
  • reality

Die virtual roaming area (ein Polygon) und der level of detail (ein enumerierter Typ) sind einfach zu verstehen. Es geht darum, „wo“ ich mich virtuell bewegen möchte und „wie schnell“ ich mich virtuell bewegen möchte.

Die VRA wäre also ein Ausschnitt aus der Erdoberfläche und der LoD wäre einer der Werte

  1. Fußgänger indoor
  2. Fußgänger outdoor
  3. langsames Fahrzeug
  4. schnelles Fahrzeug
  5. langsames Flugzeug
  6. schnelles Flugzeug

lod_digits

Warum ich noch einen dritten Schlüssel vorgeschlagen hatte, nämlich die reality, liegt an einer philosophisch/psychologischen Erkenntnis, daß nämlich jeder Mensch in mindestens einer eigenen Realität lebt.

Danach müßte es möglich sein, einzelne Objekte je nach Realität unterschiedlich zu modellieren (Stichwort: mehrsprachige Ortstafeln) oder gar ganze Welten zu ersetzen.
Damit hätten wir nun die Möglichkeit, Modelle der Welt in einer verteilten Datenbank zu sichern.

Im Lichte der Relativitätstheorie

– und in anbetracht der Tatsache, dass man das gesamte Universum modellieren möchte und nicht nur die Welt – würde ich heute die VRA eher durch ein STS (space time slice) ersetzen, also durch einen Ausschnitt aus der Raumzeit.

Auch den LoD würde ich um weitere Werte ergänzen.

So würde man durch eine Abfrage der verteilten Datenbank ein „gemeinsames Hier und Jetzt“ definieren, das man dann in einem „Multiuser Holodeck“ gemeinsam betreten könnte.

Meint

Euer Christoph


Ob es Gott gibt,……

Februar 5, 2015

……ist ungewiss.

Denn „Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,8) und ob Liebe nicht nur eine Illusion ist, können wir uns nicht sicher sein.

Aber wenn wir von Engeln reden, dann sind wir uns sicher, dass es sie gibt.

Ich meine damit Erlebnisse, die „eine Botschaft in sich tragen“.

Wie oft ist uns ein Mensch begegnet und wir wollten ihm sagen „Du warst jetzt ein Engel für mich“, denn in dieser Begegnung steckte eine Erkenntnis.

Meint
Euer Christoph


Der einsame Wolf

Januar 11, 2015

Bin ich denn der einzige, der das Potential erkennt?

Bin ich denn der einzige, der den Weg sieht?

Bin ich denn der einzige, der daran glaubt?

Bin ich denn der einzige, der die Welt auf seinen Schultern trägt?

Nein, es hat keinen Sinn.

Sinn ist Illusion.

Vernunft ist Illusion.

Hoffnung ist Illusion.

Glaube ist Illusion.

Liebe ist Illusion.