Gottesmodelle

Unzweifelhaft sind wir Menschen geistige Wesen – geistliche Wesen. Wir spüren sie in uns, diese Kräfte der Seele, die sich manchmal sosehr verselbständigen, dass man dann geneigt ist, von Dämonen zu sprechen, von Engeln und Dämonen.

Sozusagen in einer metaphernhaften Sprache.

Und – möchten wir jetzt fragen – ist Gott nicht „nur“ eine Metapher für die Liebe? Ist die Liebe nicht jene geheimnisvolle Kraft, die „die Welt im Innersten zusammenhält“?

So geheimnisvoll, wie eben nur Gott sein kann?

Wo Rauch ist, ist auch Feuer.

Und wo ein Gottesmodell ist, ist auch ein Gott.

Jeder lebt in seiner Modellwelt, in seiner „virtual reality“ – Schall und Rauch.

Aber hat diese „virtual reality“ nicht etwas mit einer „real reality“ zu tun, die wir alle nur erahnen können? Die es aber „tatsächlich“ gibt? Und die nur einmal existiert, ein für allemal und für alle?

Meint

Euer Christoph

4 Responses to Gottesmodelle

  1. Kardinal Novize Igor sagt:

    Nur die Mystik wird die Welt im Innersten zusammenhalten können.

    Sie gibt die Tiefe zum Zurückziehen, und läßt da „oben“ Freiräume — es überprüfe sich jeder, ob seine Welt- (-und Gottes-) Anschauung diesen Freiraum läßt – oder ob es zur Durchsetzung derselben ein irdisches Gesetzessystem braucht. Zweiteres zeugt von primitiver Äußerlichkeit….
    ….der Freiden ist nur innen….

    LG KNI

  2. Yeti sagt:

    Ja, da hast Du recht. Tief drinnen weiss jeder, dass es Gott gibt. Da braucht es keine Scharia. Und das allerhöchste, was man von einer Religionsgemeinschaft erwarten kann, ist, dass sie dem persönlichen Glauben nicht im Wege steht.

  3. hansarandt sagt:

    Die meisten Realitäten sind „virtuell“ zum Beispiel die Liebe, die Freiheit, die Verantwortung, die Gerechtigkeit, der Raum, die Zeit und natürlich auch Gott. Deswegen sind sie aber nicht weniger real als ein Baum, ein Auto, die Milchstaße oder Universum. Es gibt eine physische Realität, und eine geistige Realität. Die physische Realität ist gemessen an der geistigen Realität sehr klein. Beide sind aber trotzdem unendlich groß.

    • Yeti sagt:

      Manche geistigen – wie Du sagst virtuellen – Realitäten haben es an sich, dass sie sich „verselbständigen“ können.

      Und dann ist man sich nicht mehr sicher.

      Hat es diesen Gott, den wir ja selbst erfunden haben, nicht schon vor uns gegeben?

      Diese Frage können wir nicht objektiv beantworten

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