Weh dem, der will!

Februar 20, 2026

Liebe Leser!

Ist das nicht schon wieder so ein ausgebuffter Blödsinn, wie man ihn auf meinen Blogs öfters findet?

  • Weh dem, der will?

Na ja, wenn Du etwas willst – und wenn Du diesen Willen auch aussprichst – , dann wird man Dich an dieser Aussage messen.

Das Wort „Ich werde….“ ist der größte Streßproduzent von allen.

  • „Ich werde dieses Projekt mit 17. März fertig haben“
  • „Ich werde Dich niemals betrügen“
  • „Ich werde Dich glücklich machen“
  • „Ich werde mehr beitragen, als ich mir herausnehme. Immer“
  • „Ich werde mein Studium in Mindestzeit abschließen“
  • „Ich werde heute endlich mal den Mistkübel hinunter tragen“
  • „Ich werde immer an Dich denken“
  • „Ich werde mein Zimmer zusammenräumen“
  • „Ich werde glückliche Kinder haben“
  • „Meine Frau wird glücklich sein“
  • „Mein Mann wird glücklich sein“
  • „Ich werde am Aufbau des Gottesreiches mitarbeiten“

Natürlich muss man Ziele haben – sonst macht man ja gar nichts – aber es gibt einen guten Spruch, der sagt: „Wenn Du willst, dass Gott lacht, dann erzähl‘ ihm Deine Pläne“.

Oder, etwas älter: „Der Mensch denkt, und Gott lenkt“.

Das Wollen impliziert das Scheitern. Der Erfolg ist ein gar seltener Geselle, und auch wenn Du einen Erfolg hast, wird sicher ein höhergestelltes Rindvieh kommen, und sich die Lorbeeren dafür umhängen.

Und all das kann ganz schön an Dir nagen, weshalb ich dabei bleibe: weh dem, der etwas will!!

Ich bitte Euch, mich nicht mißzuverstehen. Ziele sind etwas Gutes. Es ist gut, wenn Du Dich auf Deine Neugier einlässt und den Spuren folgst, die Du im Schnee des Lebens findest. Wenn Du noch nach etwas strebst.

Aber Du bist nicht der Vater Deines Erfolgs. Mit biblischen Worten gesprochen: Du bist der Sämann, aber Du bist nicht der Herr der Ernte. Mit dieser Rollenverteilung musst Du zufrieden sein, sonst wirst Du kein Glück finden.

Meint

Euer Christoph


Die Enden der Leitung

Februar 10, 2026

Liebe Leser!

In letzter Zeit hört man immer wieder davon, dass Betrüger mit Hilfe von KI – also künstlicher Intelligenz – die Stimme oder das Aussehen von Menschen in Telefonaten oder Videos imitieren und somit in betrügerischer Absicht missbrauchen.

Nun gut. Das Prinzip ist an sich nichts Neues, aber neu ist, dass diese Sache kostengünstig und im großen Stil angewendet werden kann.

Das ist eine der unangenehmen Seiten des technischen Fortschritts, dass es immer wieder neue Situationen gibt, auf die wir uns neu einrichten müssen.

Da ich mich jedoch lieber mit Philosophie beschäftige, stelle ich mir jetzt aber folgende grundlegende Fragen, die eigentlich zeitlos sind:

  • Wie kann ich feststellen, wer „am anderen Ende der Leitung sitzt“?
  • Gibt es auch eine „Direktverbindung“ ohne Leitung dazwischen?
  • Was ist dieser MITM (man in the middle)?

Ich stelle mir diese Fragen insbesondere, da wir alle schon mit dem Telefon aufgewachsen sind, viele von uns sind sogar mit Computer und Internet aufgewachsen, sodass wir uns der Gesetzmäßigkeiten dieser Einrichtungen gar nicht mehr bewußt sind.

Viel zu sehr sind diese Gesetzmäßigkeiten längst in unserem Unbewussten abgespeichert.

Wer kann sich noch daran erinnern, wie es war als er das Telefonieren gelernt hat? Melde Dich mit Deinem Namen: „Hier Christoph Valentin“, und warte, bis Dein Gegenüber seinen Namen nennt.

Und: achte darauf, dass Du die Stimme kennst. Wenn es ein Fremder ist, dann legst Du am besten gleich wieder auf.

Ja, heute haben wir andere Möglichkeiten (ich weiss nicht, ob die „besser“ sind, aber zumindest sind sie „moderner“): Das Telefonnetz überträgt automatisch die Rufnummer des anrufenden Geräts und mein Handy hat ein Telefonbuch, sodass direkt der Name am Display angezeigt wird, noch bevor ich abhebe.

Dieser Mechanismus prüft natürlich nur, ob am anderen Ende wirklich das gemeinte Gerät verwendet wird, ob jedoch wirklich der entsprechende Mensch am Telefon hängt, das sieht man so auch nicht.

Aber zurück zur Philosophie.

Was ist allen diesen Arten der Authentisierung gemeinsam? WIE stelle ich fest, WER am anderen Ende der Leitung SITZT?

Richtig: allgemein gesprochen, überprüfe ich, ob das Gegenüber – so wie ich es durch die Leitung wahrnehme – bestimmten MUSTERN entspricht, die ich dann mit dieser Person GLEICHSETZE. Ist es die gewohnte Stimme? Kennt es bestimmte Informationen? Das kann so weit führen, dass man ein FAMILIENPASSWORT einführt, das nur den Familienmitgliedern bekannt ist.

Und, was uns bewusst sein muss, eigentlich sind wir ja nur daran interessiert, mit der PERSON zu kommunizieren, mit der PERSON AN SICH, mit ihrer SEELE. Dieses gesamte Drumherum mit Aussehen, Stimme, Gestik, Mimik und ähnlichen Äußerlichkeiten (meinetwegen auch dem Geruch) dient einzig und allein der KOMMUNIKATION ZWEIER SEELEN.

Es gibt Berichte, wonach es Menschen gibt, die die „Aura“ anderer Menschen „sehen“ bzw. „spüren“, wenn diese den Raum betreten. So stellen wir uns die Frage, ob es in den „untersten Schichten des Universums“ (die man bekanntlich auch als die „obersten Schichten“ betrachten kann) nicht so etwas wie eine „Direktverbindung der Seelen“ gibt, die sich keiner Äußerlichkeiten bedienen muss, die direkt „von Mensch zu Mensch“, von „Geschöpf zu Geschöpf“ funktioniert.

Was haben aber alle diese Gedanken – so nett sie auch sein mögen – mit dem Zentrum unserer Existenz zu tun? Mit Gott?

Warum habe ich mir die Frage nach der Authentizität des Gegenüber gestellt?

Warum frage ich nach der „Direktverbindung“?

Nun, tatsächlich lehrt uns auch unser Schulwissen, dass es eigentlich zwei Arten gibt, wie Gott mit uns in Kontakt tritt, wie er sich „offenbart“.

Erstens entdecken wir die Spuren Gottes in der Schöpfung. Das ist sozusagen die „natürliche“ Offenbarung, die uns allen offen steht.

Um bei unserem Bild von der Telefonleitung zu bleiben:

Hier ist sozusagen das Universum die „Telefonleitung zu Gott“, und in diesem „Telefonat“ (in unserem Leben) nützen wir die Zeit, die uns gegeben ist, um das „Muster Gottes“ am „anderen Ende des Universums“ zu entdecken.

Um IHN als das WAHRE GEGENÜBER zu identifizieren.

Unser Leben, alles, was uns in diesem Universum widerfährt, und alles, was wir diesem Universum antun, kann mithin als Gespräch mit Gott aufgefasst werden, der am „anderen Ende der Leitung sitzt“.

Doch es gibt auch einen anderen Weg.

Diesen anderen Weg haben die Mystiker beschrieben, die Gott nicht „außen“ suchten, sondern „innen“.

So, wie man sich vorstellen kann, dass Gott bei jedem Menschen anklopft, und um Einlass in dessen Herz sucht, so kann man sich denken, dass ein Mensch sich in sein Herz zurückzieht und Gott die Türe öffnet.

Solch übernatürliche Erfahrungen sind wohl recht selten, aber auch die „natürliche“ Offenbarung Gottes durch das Universum und durch die Kirche reicht einem gläubigen Menschen.

Gerade das Christentum ist eine Religion, die die Äußerlichkeiten nicht verachtet. Nach unserem Glauben war es Gott, der gesehen hat, dass die gelegentliche INDIREKTE Offenbarung durch die Propheten nicht ausgereicht hat, sondern er hat sich in seinem Sohn entäußert und ist Mensch geworden, damit er DIREKT mit uns reden kann.

So hat er in einer konkreten Gegend der Erde, in einem konkreten Zeitraum seine eigene Seele den Äußerlichkeiten ausgesetzt, um mit uns zu kommunizieren, so wie wir es gewohnt sind.

Er hat Gleichnisse aus dem Wirtschaftsleben verwendet (er war ja der „Sohn des Zimmermanns“), um uns unsere Beziehung zu Gott wieder neu zu erklären, sodass wir sie neu entdecken können. DIREKT und UNGESCHMINKT.

Er war der Sohn einer MUTTER, und er hat letzten Endes auch den TOD erlitten.

Und die AUFERSTEHUNG.

Meint

Euer Christoph


Innovation oder Klassenkampf? – II

Februar 2, 2026

Liebe Leser!

Unsere Reichen und Mächtigen haben den Glauben an die Innovation verloren. Sie setzen auf Klassenkampf und Krieg.

Eine starke Ansage (die ich HIER getätigt hatte).

Doch was steckt dahinter?

Einerseits ist es das Thema vom Kuchenstück oder vom Gesamtkuchen? Denn wenn ich die 100% Umsatz, die durch eine Arbeitsstunde generiert werden, mit den drei Kostenfaktoren vergleiche, dem Gewinn, den Kosten für die Vorleistungen und dem Mehrwert (Nettolohn), dann gibt es zwei grundlegende Möglichkeiten, den Gewinn zu steigern:

  • Die Methode „Klassenkampf“ und
  • Die Methode „Innovation“

Die Methode „Klassenkampf“

Bei gleichbleibendem Umsatz und gleichbleibenden Kosten für die Vorleistungen, kann man den Gewinn nur steigern, indem man vom Lohn etwas abzwackt.

Abbildung 1: Gewinnsteigerung durch Klassenkampf

Es ist dies sozusagen der kompetitive Ansatz, in dem die besitzende Klasse und die arbeitende Klasse einander gegenseitig ausspielen.

Man geht davon aus, dass der Gesamtkuchen konstante Größe hat, und streitet sich um das größere Stück.

Es ist leicht einzusehen, wohin das führt. Eine Verarmung der arbeitenden Klasse führt zu Unfrieden, Aufruhr und Aufständen.

Um das Volk „bei der Stange zu halten“, muss ein äußerer Feind her, letzten Endes ist es der Weg zum Krieg.

Der Krieg ist nur die internationale Fortsetzung des Klassenkampfes und führt zu Zerstörung und Leid.

Der Ansatz „Kollaboration und Innovation“

Diese Methode ist ein ewiger Kampf, ein Kampf um das Überleben der gesamten Menschheit, nachdem wir zuerst einmal erkannt haben, dass wir alle im selben Boot sitzen.

Es geht darum, durch Innovation den Umsatz per Arbeitsstunde zu steigern und/oder die Kosten für die Vorleistungen per Arbeitsstunde zu reduzieren, wie ich im folgenden Bild darstelle.

Abbildung 2: Gewinnsteigerung durch Innovation

Dieser Ansatz geht davon aus, dass sich die Eigentümer und die Arbeiter die Gewinnsteigerung durch Innovation gerecht aufteilen. Es geht also um Kooperation statt Wettbewerb der beiden Klassen, der besitzenden Klasse und der arbeitenden Klasse.

Der Trugschluss vom zerbrochenen Fenster

„Aber warum sollten wir kooperativ sein?“ fragt sich der Mächtige und Reiche.

Ist es nicht einfacher, sich die Güter einfach zu nehmen? Man hat ja Macht und Einfluss.

Und: „Schafft ein Krieg nicht Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie?“, „Gab es unter Hitler nicht eine <ordentliche Beschäftigungspolituk>?“

Das ist der Trugschluss vom zerbrochenen Fenster.

Man wird uns sagen, der Krieg kurble die Wirtschaft an.

Doch lassen wir uns nicht täuschen: Ein Fenster einzuschlagen, schafft zwar Arbeit für den Glaser, aber das Dorf ist danach nicht reicher – es hat nur ein Fenster weniger. Wer heute auf Waffen setzt, hat den Mut verloren, Fenster zu bauen, durch die wir in eine bessere Zukunft blicken könnten.

Meint

Euer Christoph


Kuchenstück oder Gesamtkuchen?

Februar 1, 2026

Liebe Leser!

Vor mehr als einem Jahr, unter dem Eindruck der ÖVP/FPÖ Regierungsverhandlungen, hatte ich HIER vom Klassenkampf geschrieben.

Unter dem Eindruck, dass ja weder ÖVP noch FPÖ dafür bekannt sind, für Innovation zu stehen, war ich damals sehr desperat, und sah uns auf ein Zeitalter des Klassenkampfes zuschreiten.

Doch auch MIT der SPÖ in der Regierung – was sich ja letzten Endes herauskristallisiert hat – sehe ich zur Zeit keine großen Schritte in Richtung Innovation.

Stattdessen verwalten wir den Stillstand. Aber warum beharre ich so stur darauf, dass Innovation der einzige Ausweg aus Klassenkampf und Krieg ist? Warum sind das unversöhnliche Gegensätze?

Das werde ich nächste Woche auflösen. Es hat mit einem Denkfehler zu tun, den wir seit Generationen mitschleppen.

Meint

Euer Christoph


Innovation oder Klassenkampf? – Einleitung

Februar 1, 2026

Liebe Leser!

Diesmal möchte ich eine plakative Aussage an den Anfang stellen, die ich dann nach und nach beleuchten will.

Unsere Reichen und Mächtigen haben den Glauben an die Innovation verloren. Sie setzen auf Klassenkampf und Krieg.

Wie komme ich darauf?

Na gut. Schau Dich um! Wird nicht überall zum Kampf getrommelt? Geifern die Waffenhersteller nicht schon nach dem guten Geschäft mit dem Leid und dem Tod?

OK, das mag ja einleuchtend sein.

Aber wie komme ich darauf, den Kampf – den Krieg – als einen Widersacher zur Innovation zu betrachten? Sind es nicht die Waffenhersteller, die die größten Innovationen der Menschheitsgeschichte hevorgebracht haben?

Das möchte ich demnächst ventilieren.

Meint

Euer Christoph