Staatliche Wahrheit?

April 25, 2025

Liebe Leser,

Ich hatte letzte Woche eine neue Idee für einen Blogbeitrag, bin aber noch nicht dazu gekommen diese Idee auszuarbeiten.

Denn ich will – vom Konflikt zwischen Präsident Trump und der Wissenschaft ausgehend – einige Überlegungen anstellen, warum es der Wissenschaft gut tun würde, eine gewisse „gesunde Distanz“ zum Staat einzuhalten.

Denn so wie es im Zeitalter der Aufklärung der Kirche gut tat, sich vom Staat zu trennen, so würde es der zweiten Instanz, die sich ja auch um bestimmte – andere – Aspekte der Wahrheit bemüht, nämlich der Wissenschaft gut stehen, sich nicht von der Macht abhängig machen zu lassen.

Und all die anderen „Wahrheitsinstanzen“, vor allem die Kunst, sollten sich ebenfalls nicht „mit der Macht ins Bett legen“.

Meint

Euer Christoph


A Propos SrrTrains v0.01

April 12, 2025

Liebe Leser,

Nun habe ich Euch schon lange nicht mehr mit meinem 3D Hobby belästigt, es ist auch nur ganz kurz.

Bislang gab es zwei Homepages für das SrrTrains v0.01 Hobby:

Beide werden demnächst verschwinden. Der Ersatz ist dann das OFFIZIELLE

Meint

Euer Christoph


15. Büchlein

März 16, 2025

Liebe Leser!

Ein 15. Büchlein befindet sich schon in Ausarbeitung. Es ist noch nicht fertig, aber den Beginn könnt Ihr hier schon lesen:

Quid pro Quo oder Hingabe?

Heute, am 9. Februar 2025, beginne ich dieses Büchlein zu schreiben, und ich blicke zurück auf einen Blogbeitrag vom 21. März 2024, wo ich über das Prinzip „quid pro quo“ geschrieben hatte:

[…]Kann man Dankbarkeit mit den Kategorien der Gerechtig­keit definieren? Sollte die Gegenleistung nicht ein „indivi­du­el­les Dankeschön“ sein, das sich der Beschenkte nachher über­legt, ohne dass man vorher darüber verhandeln muss?

Oder dass man es gar in einem Gesetzestext definiert?

Und tatsächlich sind mir in meinem Leben einige Denkungs­ar­ten begegnet, vor allem im religiösen Bereich, die als Ideal die „Hingabe“ sehen.

Ich gebe meine Leistung hin, habe nicht die geringste Sicher­heit und hoffe auf ein Dankeschön. Eigentlich darf ich nicht einmal auf ein Dankeschön hoffen, diese Hoffnung muss ich dann neurotisch verstecken, weil man mir ein „quid pro quo“ oder gar ein „do ut des“ vorwerfen würde.

Um ehrlich zu sein, ich weiss nicht, welches der beiden neu­rotischer ist: das „quid pro quo“ oder die „Hingabe“.[…]

Worum ging es mir am 21. März 2024?

Nun, im Wirtschaftsleben geht es eigentlich immer darum, dass einer Leistung eine ebenbürtige Gegenleistung entsprechen sollte.

Das geht so weit, dass im Prinzip alle Guthaben dieser Welt genau gleich groß sind wie die Summe aller Schulden.

Wir sind diese Reziprozität, dieses „quid pro quo“, dieses „wie du mir, so ich dir“, dieses „do ut des“ dermaßen gewohnt durch unsere tägli­chen „Geschäfte mit der Liebe“, dass wir uns – wir als erwach­sene Menschen – gar nicht mehr vorstellen können, dass es eine ande­re Sichtweise geben kann.

Für uns ist es eine ungewohnte, ja sogar schockierende oder zumin­dest befremdliche Geste, wenn sich ein Priester bei der Priesterweihe der Länge nach auf den Boden legt, sich sozusagen „vor Gott hin­wirft“, um seine Hingabe an Christus zu symbolisieren.

Und es ist auch schon ein kleiner Hinweis, unter welchen Umständen ein „quid pro quo“ angebracht ist – dass man einander nämlich „auf Augenhöhe begegnet“ – und wann man „sich hingibt“.

„Hingabe“ ist nämlich eine Geisteshaltung, die immer in asym­me­tri­schen Situationen angebracht ist, zum Beispiel in unserer Beziehung zu Gott.

Auch Kinder neigen dazu, ohne Gegenleistungen zu fordern sich ganz hinzugeben.

Wie meine ich das? Im Allgemeinen sind Kinder leichter zu begeis­tern als Erwachsene.

Zum Beispiel denke ich mir manchmal: die katholische Jungschar hat in Österreich eine unendlich große Verantwortung auf sich genom­men, weil sie jedes Jahr tausende Kinder und Jugendliche begeistern, bei der sogenannten Sternsingeraktion um den 6. Jänner herum von Haus zu Haus zu ziehen, und mit ihren Gesängen und Sprüchen Spenden für die Entwicklungshilfe zu sammeln.

Ein einziger Skandal, ein einziges Mal, wenn es passiert, dass Spen­den nicht ordnungsgemäß verwendet werden, und eine ganze Genera­tion von Katholiken wäre desillusioniert.

Na gut, aber für unser Thema ist das nur ein Beispiel, dass das „quid pro quo“ nicht die einzige Möglichkeit ist, wie man an das Leben herangehen kann. Die BeGEISTerung ist letzten Endes ein Werk des Hl. Geistes und sollte eigentlich hinter allen unseren Aktivitäten im Leben stecken. Obwohl sie eigentlich dumm ist.

Grimms Märchen

Diesmal möchte ich auf zwei Märchen der Gebrüder Grimm hinwei­sen, die vielen von Euch seit ihrer Kindheit vertraut sein werden.

Das Prinzip „quid pro quo“ wird in vielen Erzählungen bemüht, im weitesten Sinne handelt es sich ja darum, dass jede gute Tat eine Be­loh­nung in sich birgt und jede schlechte Tat bestraft wird.

Und wem würde da nicht das Märchen von Frau Holle in den Sinn kommen, in dem das fleißige Mädchen mit Gold und Anerkennung belohnt wird, die Pechmarie aber erhält den gerechten Lohn für ihre schlechten Taten – oder vielmehr sind es ja Unterlassungen.

Dem ist nicht viel hinzuzufügen, dieser Inhalt erschließt sich jedem.

Das zweite Märchen, das ich diesmal zitieren möchte, ist das Mär­chen vom Hans im Glück.

Der Hans im Glück beginnt eigentlich dort, wo die Erzählung von der Goldma­rie endet.

Hans bekommt als den gerechten Lohn für viele Jahre Arbeit einen Klumpen Gold. Soweit so gut, alles „quid pro quo“.

Aber – wie das Märchen so will – er tauscht den Klumpen Gold in meh­reren Schritten immer wieder gegen weniger wertvolle Sachen ein, bis er zum Schluss nur mehr einen Stein hat, der ihm dann auch noch in einen Brun­nen fällt.

Trotzdem, oder gerade deswegen, findet er zum Schluss sein Glück, das eben nicht im Besitz von wertvollen Dingen liegt.

Man kann dieses Märchen, wenn man einigermaßen zynisch ist, so in­ter­pretieren, dass das wahre Glück nur von Leuten gefunden wer­den kann, die „ein bisschen dumm sind“.

Und passt das nicht zu unserer Bemerkung im ersten Kapitel, wonach Begeisterung und Hingabe eigentlich dumm sind?

Ich denke, das Märchen vom Hans im Glück ist eigentlich DIE Erzählung, die zu unserem Thema passt.

Die Geschichte des Menschen beginnt mit „Leistung und Gegenleis­tung“, mit dem „quid pro quo“. Dort, wo der Hans seinen Goldklumpen bekommt.

„Zuerst einmal muss die Jugend etwas leisten“, sagen auch viele ältere Menschen.

Der junge Mensch muss zuerst einmal schmerzlich lernen, dass ihm das Leben nichts schenkt. Die ersten Groschen, die man sich ver­dient, indem man für den Vater das Auto wäscht, sind wahrscheinlich die schwersten.

Trotzdem ist das“quid pro quo“ nicht das letzte Wort.

Wenn man an eine Beziehung mit dem Maßstab herangeht, dass jede Leistung mit einer Gegenleistung zu belohnen ist, dann wird man nicht lange in einer Beziehung sein.

Wenn man seinen Kindern vorrechnet, was man alles für sie getan hat, dann hat man das Prinzip Familie nicht ganz verstanden.

Wenn eine Gesellschaft die Armen, Kranken und Alten verstößt, dann hat sie den Begriff der Würde des Menschen nicht verstanden.

Und so kann man viele Beispiele aufführen, in denen das Prinzip „quid pro quo“ seine Gültigkeit verliert (z.B. auch, wenn jemand in Konkurs geht).

Letzten Endes kann ich nur den Hl. Paulus zitieren, auch im Hinblick auf das Kreuzesopfer Christi:

1 Kor 1,25 Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.

Die Karotte und der Hafer

Ok, wenn sich sogar die alten Märchen mit diesem, unserem, The­ma beschäftigen, nämlich mit dem Spannungsfeld zwischen „quid pro quo“ und „Hingabe“, dann liegt die Vermutung nahe, dass es sich dabei um ein generelles Problem des Menschen handelt, und wir vermuten, dass man auch bei anderen Quellen fündig werden könnte.

Bevor ich nun in die Bibel kucke, möchte ich daran erinnern, dass auch das moderne Berufsleben genügend Betätigungsfelder bietet, um diese beiden Prinzipien, das „quid pro quo“ und die „Hingabe“, gegeneinander auszuspielen.

Legion sind die Buzzword-Spreader, die so Sachen von sich geben, wie: „man arbeitet nicht für das Geld“, „ich brauche nur Leute, die die Extrameile gehen“, „der hat schon innerlich gekündigt“ und ähnlichen Blödsinn.

Aber eigentlich ist es kein Blödsinn, man muss nur verstehen, dass diese Leute das Prinzip „Hingabe“ hoch halten, zumindest was die Hingabe der anderen Angestellten betrifft.

Die Gewerkschaft hingegen – und auch das hat seine Logik – erinnert uns immer wieder daran, dass wir „am Ende des Tages“ eigentlich nur deswegen arbeiten, weil wir unsere Familien ernähren möchten, und um einmal einen angenehmen Lebensabend zu verbringen.

Wenn uns diese Ziele verwehrt werden, dann werden wir sauer und wählen FPÖ (aber das nützt nichts).

Trotzdem, obwohl es so scheint, dass diese Rollen klar verteilt sind – die herrschende Klasse will unsere Hingabe und wir hätten gerne einen gerechten Lohn –, kann ich mir nicht helfen und muss an den „Hans im Glück“ denken.

Muss man nicht wirklich „ein bisschen dumm sein“, um zum Glück finden zu können?

Die goldene Regel und das Doppelgebot.

Na ja, bevor ich mich nun darüber auslasse, ob man „ein bisschen dumm sein muss“, um im Leben das Glück zu finden, suche ich lieber erst einmal in der Bibel nach Hinweisen für unser Thema.

Vom Prinzip „Quid pro quo“

Sehr prominent ist die sogenannte „goldene Regel“, die von Jesus formuliert worden ist wie folgt.

Mt 7,12 Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.

Dazu ist nicht viel zu sagen, das ist das Prinzip „quid pro quo“ in Rein­kultur und es erinnert ein wenig an den Merksatz, den wir gerne unseren Kindern beibringen: „Was Du nicht willst, dass man Dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu“.

Es ist dies eigentlich die ethische Grundlage jeden Handelns auf die­ser Welt. Tiefenpsychologisch betrachtet, würde man es vielleicht ein bisschen anders formulieren: „wie Du Deine Mitmenschen behan­delst, so wirst Du es auch von ihnen erwarten“ (klingt ein wenig ne­ga­tiver 🙂

Natürlich geht das Prinzip „quid pro quo“ aber weiter als die „golde­ne Regel“, denn die „goldene Regel“ besagt nur „im Prinzip“, dass man sich so verhalten soll, wie man es auch von den anderen erwar­tet.

Beim „quid pro quo“ geht es jedoch um konkrete Gegenleistungen für jede einzelne konkrete Lebens­äußerung, und nicht nur um ein gene­rel­les „Geben und Nehmen“.

Da geht es um die konkreten „Ge­schäf­te des Alltags“, die wir jeden Tag abschließen.

Übrigens erinnert die „goldene Regel“ ein wenig an Kants „kate­go­ri­schen Imperativ“, nur am Rande erwähnt.

Vom Prinzip „Hingabe“

Es wäre nicht die Bibel, wenn es nicht neben dem Hinweis auf das Prinzip „quid pro quo“ auch einen widersprüchlichen Hinweis auf die andere Lebensweise gäbe.

Manche Leute behaupten sogar, das Christentum sei die „Religion der Liebe“, und so verwundert es uns nicht, dass Jesus das berühmte „Doppelgebot der Liebe“ formuliert, wie folgt.

Mt 22,34 Als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie (bei ihm) zusammen.

Mt 22,35 Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn:

Mt 22,36 Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?

Mt 22,37 Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.

Mt 22,38 Das ist das wichtigste und erste Gebot.

Mt 22,39 Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Mt 22,40 An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Äußere und innere Ordnung

Wenn wir das in der Bibel lesen, einerseits die „goldene Regel“ und andererseits das „Doppelgebot der Liebe“, dann erscheint das auf den ersten Blick wie ein Widerspruch.

Einerseits fordert Jesus Gerechtigkeit im Umgang miteinander – Leistung und Gegenleistung –, andererseits fordert er Liebe.

Liebe kann man sich eigentlich nur vorstellen, wenn man über die Feh­ler des anderen hinwegsieht und für den anderen sozusagen „alles tut“, ohne nach einer Gegenleistung zu fragen.

Liebe benötigt eine ganze Menge „Begeisterung für den Anderen“.

Bei der Gottesliebe erscheint mir das eigentlich selbstverständlich (bin mir aber nicht sicher, ob sich wirklich jeder Mensch für Gott begeistern kann), aber ob ich im­mer in der Lage bin, die Begeis­te­rung für die Nächstenliebe aufzu­bringen, da bin ich mir nicht sicher.

Trotzdem, obwohl in manchen Fällen statt Liebe nur mehr die Gerechtigkeit übrig bleibt, fordert Christus es als einen Akt der Gerechtigkeit, den ersten Schritt zu tun.

Die „goldene Regel“ besagt: „was Du vom anderen erwartest, das tu‘ selber“. Das heißt, Du sollst den ersten Schritt tun, Du sollst in die Vorleistung gehen, Du sollst pro-aktiv an die Dinge herangehen.

Du sollst nicht warten, bis der andere den ersten Schritt macht.

Warum das eigentlich dumm ist, das erkläre ich im nächsten Kapitel.

Hier nur ein letzter Gedanke:

Die „Begeisterung“, die „Hingabe“, sind sozusagen die „innere Ord­nung“, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man einen Beruf komplett ohne Begeisterung ausübt.

Aber diese Begeisterung wird man für sich behalten, wenn es um Lohn­verhandlungen geht. Zu groß wäre die Versuchung für den Vor­ge­setzten sich zu sagen: „der arbeitet eh gerne. Der braucht keine Ge­haltserhöhung“.

Und das wollen wir doch wirklich alle nicht, dass das passiere.

Deshalb ist das „äußere Gesetz“ die Gerechtigkeit.

Warum man dumm sein muss

Tbd.

Andere biblische Quellen

Tbd.

Martha und Maria

Der „andere Weg“ bei Paulus

Die „äußere“ und die „innere“ Ordnung

Tbd.

Meint

Euer Christoph


Vom Sinn des Lebens

Februar 6, 2025

Liebe Leser!

Jetzt habe ich behauptet, das Leben auf unserem Planeten sei angetreten, auf dem Planeten „Ordnung zu machen“. Siehe dazu meinen letzten Beitrag „Von der guten Ordnung!“.

Natürlich ist diese Behauptung eine menschliche Interpretation des Universums, und insbesondere des Planeten, so wie wir diese vorfinden.

Ich glaube es ist kein großes Geheimnis, dass wir Menschen immer einen Sinn suchen, nach Ordnung und nach Erklärungen für „das Alles“ streben.

Wir fühlen uns glücklich, „wenn es passt“, „wenn es einen Sinn ergibt“, und wir fühlen uns unglücklich, „wenn das Alles nicht zusammenpasst“.

Das, was der Mensch am schlechtesten aushält, ist die Sinnlosigkeit.

Trotzdem, obwohl ich glaube, dass hinter dem „Sinn des Lebens“ ein großes menschliches Bedürfnis steckt – und dass das Universum also nicht per se einen Sinn haben muss -, denke ich, dass ich mich nicht allzu weit von der Wissenschaft der Physik entferne, wenn ich folgendes behaupte (Behauptung X).

Behauptung X: durch seine motorischen Fähigkeiten, und durch Energiezufuhr von außerhalb des Planeten, ist das irdische Leben in der Lage, auf dem Planeten unwahrscheinliche Zustände herzustellen und aufrecht zu erhalten, die der „gewünschten Ordnung“ entsprechen.

Natürlich ist eine der ersten Fragen, die diese Behauptung aufwirft, die Frage: „WER wünscht sich hier eine bestimmte Ordnung?“, und im selben Atemzug: „Wünschen sich alle Lebewesen DIESELBE Ordnung?“

Und das wiederum führt uns zu der Frage: „Was eigentlich ist ein Wunsch?“, beziehungsweise „Was ist ein Bedürfnis, ein Trieb?“

Auch denke ich, dass ich mich nicht zu sehr von der Wissenschaft der Psychologie entferne, wenn ich behaupte: „Auch das primitivste Leben ist dadurch gekennzeichnet, dass es Bedürfnisse hat, auf deren Befriedigung mit Hilfe von Gütern es hinstrebt, mehr oder weniger bewusst oder unbewusst“.

Behauptung Y: die „gewünschte Ordnung“ des Planeten wird also durch die Lebewesen dieses Planeten „angestrebt“, da sie ihre Bedürfnisse befriedigt sehen „wollen“.

Auch hier werden sofort neue Fragen aufgeworfen. „Was heisst wollen?“ „Wie kann ich von einem Wunsch, einem Bedürfnis oder einem Trieb zu einer Entscheidung gelangen?

Einer Entscheidung, die mir sagt, WIE ich mich verhalten soll, um diesen Trieb zu erfüllen?“ „Ist das pures Trial and Error, so wie bei der Evolution auch (durch Mutation und Selektion)?“ „Sind wir nicht von unserer eigenen Arbeitsweise etwas Anderes gewöhnt, als pures Trial and Error?“

Große Fragen, viele Fragen, aber……

Was folgt nun daraus?

Ich werde diese beiden Behauptungen, „Behauptung X“ und „Behauptung Y“ weder belegen, noch weiter hinterfragen, ich werde bloss theoretisch untersuchen, was daraus folgen WÜRDE, FALLS diese Behauptungen STIMMTEN.

Weiters möchte ich annehmen, dass die Lebewesen einander widerstrebende Bedürfnisse haben, dass es also aus Sicht des Lebens nicht „DIE EINE PERFEKTE ORDNUNG“ gibt, die ALLE Lebewesen anstreben, sondern dass jede Art, genau genommen jedes Individuum eigene „Vorstellungen“ von dieser perfekten Ordnung hat.

Aber nun zum Eingemachten: meistens werden wir feststellen, dass unser „Modell im Kopf“ nicht zu 100% mit der „Realität des Universums“ zusammenpasst. Wir erleiden (partielle) Sinnlosigkeit, weil „es nicht passt“.

Was kann man da tun?

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten

  1. Wir passen unser Modell an die Wirklichkeit an
  2. Wir passen die Wirklichkeit an unser Modell an

Hierzu die folgenden beiden – unfertigen – Kapitel.

Anpassung an die Umgebung, Survival of the Fittest

Dieses Kapitel wurde noch nicht ausgearbeitet, es folgen Stichwörter

  • Schnelle Anpassung, langsame Anpassung
  • Intelligenz, Moral, lebenslanges Lernen, Ausbildung des Nachwuchses
  • Instinkte, Reflexe vs. Moral. Die „in sich böse Tat“
  • Bewußtseinsstufen
    • Unbewußte Befriedigung der bedürfnisse
    • Bewußte Entscheidung für Gut oder Böse -> das Drama der Macht
    • das führt zum nächsten Kapitel, zur bewußten Architektur

Anpassung der Umgebung, die Visionen des Menschen

Dieses Kapitel wurde noch nicht ausgearbeitet, es folgen Stichwörter

  • Die „Echo Chamber“ – Realität vs. Wirklichkeit
  • Die „großen Visionäre“, Stalin, Hitler, Jesus usw.
  • Die Sprache als Mittel, unsere Mitmenschen zu beeinflussen
  • Ideologie

Zusammenfassung

Nun gut.

Ich habe jetzt des Langen und Breiten erklärt, warum es für den Menschen IM PRINZIP gut ist, nach Gut und Böse zu fragen und eine Moral zu entwickeln, nach einer Ordnung zu streben (weil er sich dadurch eben schneller und besser an die Umgebung anpassen kann, als durch Mutation und Selektion).

Aber die Hauptfrage, die ich in meinem letzten Artikel „Von der guten Ordnung!“ gestellt hatte, ist dadurch noch nicht beantwortet:

Was ist das, diese „gute Ordnung“. Offensichtlich gibt es viele verschiedene Arten von Ordnung. Was ist eine „gute“ Ordnung? Gibt es „bessere“ und „schlechtere“ Ordnungen? Gibt es eine „beste Ordnung“?

Langer Anlauf, kurzer Sprung. Dieser folgt im nächsten Artikel

Meint

Euer Christoph


Von der guten Ordnung

Februar 4, 2025

Liebe Leser!

Ich weiss nicht, ob Euch schon ähnliche Dinge passiert sind, aber ich habe nach einer Gehaltserhöhung, die mündlich vereinbart war, einmal einen sogenannten Dienstzettel bekommen, wo „der guten Ordnung halber“ schriftlich festgehalten wurde, was mündlich ohnehin schon klar war.

Das heisst, offensichtlich ist nach Österreichischem Recht eine mündliche Vereinbarung ohnehin ein gültiger Vertrag, aber im – nicht zu erwartenden – Streitfall ist es dann doch besser, etwas Schriftliches in der Hand zu haben.

Ich möchte dies zum Anlass nehmen, und auch meine letzten drei Blogbeiträge, um mir Gedanken über die „gute Ordnung“ zu machen. Was ist gut? Was ist nicht so gut? Was ist eher böse? Was ist böse? Und was ist „wirklich“ böse?

Rückblick auf Gestern

Gestern, am 3. Februar, am ersten Montag meines diesjährigen Winterurlaubs, habe ich drei Beiträge in dieses Blog geschrieben

Im zweiten Beitrag „Von Gut und Böse“ hatte ich mir Gedanken über die Evolution gemacht, und darüber dass das Leben offensichtlich immer nach dem Besseren strebt. Ich zitiere

[…]Ich muss das erst googeln, aber ich würde gefühlsmäßig sagen: das Leben schafft es, auf einem Planeten Ordnung zu machen. Das Leben kann – mit Hilfe externer Energiezufuhr – die Entropie senken. Einen unwahrscheinlichen Zustand herbeiführen.

Wir kommen also zu einer neuen Bewertung:

  • Ordnung = gut
  • Unordnung = böse

Aber welche Ordnung? Meine Ordnung? Deine Ordnung? Unsere Ordnung?[…]

Heute möchte ich diese Behauptung (noch) nicht hinterfragen.

Ich möchte also tatsächlich davon ausgehen, dass das Leben angetreten sei, um auf dem Planeten „Ordnung zu machen“.

Die Frage, die mich heute antreibt:

Was ist das diese „gute Ordnung“. Offensichtlich gibt es viele verschiedene Arten von Ordnung. Was ist eine „gute“ Ordnung? Gibt es „bessere“ und „schlechtere“ Ordnungen? Gibt es eine „beste Ordnung“?

Ich möchte dies aber noch nicht in diesem Beitrag tun, sondern erst nachdenken.

Meint

Euer Christoph


Vom Baum der Erkenntnis

Februar 3, 2025

Kann aus dem Herzen etwas Böses kommen? Haben wir uns HIER gefragt.

Liebe Leser!

Kinder tragen Gott im Herzen. Aber wir haben ihnen den lieben Gott ausgetrieben.

Wie kommt das?

HIER haben wir uns Gedanken gemacht, wie das Leben mit den Begriffen von Gut und Böse zusammenhängt. Wie die Lebewesen immer nach dem Besseren streben. Und dass das alles sehr gut ist.

Anmerkung: ich bin weder der Biologie noch der Psychologie mächtig. Die folgenden Ausführungen sind also nur „frei flottierende Gedankensplitter“.

Das „bewußte“ Leben, also das Leben, das bereits der GEFÜHLE mächtig ist, und der TRIEBE, strebt durch die Naturgesetze der Evolution immer nach DEM BESSEREN, indem es seinen Gefühlen und Instinkten folgt (das Lebewesen hat einen Begriff davon, ob es sich „gut“ oder „schlecht“ fühlt und reagiert dementsprechend). Mutation und Selektion tun das ihre, um einen Fortschritt zu realisieren.

Metaphernhaft kann man sagen, diese Lebewesen folgen ihrem Herzen und streben immer nach der guten Bedürfnisbefriedigung. Durch Mutation und Selektion passen sich die Arten an ihre Umgebung an und werden immer fitter. Dass das „gut“ ist, ist natürlich nur unsere Interpretation.

Dann kam die Intelligenz

Wie ich schon mal ausgeführt hatte, besteht Intelligenz meiner Meinung hauptsächlich darin, dass ich mir mit Hilfe meiner Sinne ein Bild von meiner Umgebung mache, und auch ein „Model of the Universe“ (MotU) in meinem Gehirn habe, die es mir ermöglichen, auf äußere Einflüsse zu reagieren und auch bewusste Entscheidungen zu treffen, wie ich meine Umgebung beeinflussen möchte.

Und genau hier, bei der bewussten Beeinflussung der Umgebung – wenn wir von der Re-Aktion in die Aktion kommen – beginnt das Drama der Macht.

Das Drama der Macht

Natürlich hat jedes Tier und jede Pflanze Macht.

Ein Haifisch kann täglich so und soviele kleinere Fische vom Leben zum Tod befördern.

Ein Baum kann mit seinen Wurzeln Felsen spalten.

Urwälder können ganze Landstriche überwuchern.

Auch kleine Babies sind eigentlich gewaltige Tyrannen. Sie spüren nur ihre eigenen dringenden Bedürfnisse und kämpfen mit aller Macht – mit einer eindringlichen Stimme – um die Befriedigung ebendieser Bedürfnisse.

Aber das ist es nicht, was ich mit dem „Drama der Macht“ meine, denn alle diese mächtigen Ausdrucksformen des Lebens rühren direkt von berechtigten Bedürfnissen.

Und wenn wir uns alle diese Beispiele durchdenken, kommen wir wirklich zu der Frage: Wie kann denn aus dem Herzen etwas Böses entspringen? Sind nicht alle Bedürfnisse berechtigte Bedürfnisse?

Nun, Kinder haben – neben ihren Grundbedürfnissen wie Essen und Trinken auch das Bedürfnis nach Geborgenheit. Sie wollen also in erster Linie eines: ihren Eltern gefallen und die Familie zusammenhalten.

Später – in der Adoleszenz – wollen sie ihren Freunden und eigentlich allen gefallen.

Und hier setzt die Erziehung an. Und natürlich auch die Schule. Und auch die bösen Einflüsse.

Denn – wenn wir im Buch Genesis nachlesen – dann war die Geschichte vom Sündenfall eigentlich die erste Schulstunde in der Geschichte der Menschheit und der Teufel (die Schlange) war der erste Lehrer.

Der Teufel erklärte den Menschen, dass sie werden können wie Gott, wenn sie vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse äßen.

Und das war nicht einmal gelogen, es war aber eine Halbwahrheit (da gab es doch noch diesen zweiten Baum).

Und was hat das mit dem „Drama der Macht“ zu tun?

Ganz einfach. Wenn der Mensch – durch seine Wissenschaft – lernt, was er tun muss, um dies oder jenes zu erreichen.

Wenn er also die guten Taten von den bösen Taten, die zielführenden Taten von den erfolglosen Taten unterscheiden kann, dann kommt er von der Re-Aktion in die Aktion, dann hat er TATSÄCHLICHE Macht über das Universum. Und – viel schlimmer noch – er weiss es auch und bekommt MachtGEFÜHLE.

Was ist der Unterschied zwischen der antiken Wissenschaft, der mittelalterlichen Wissenschaft und der modernen Wissenschaft?

Es ist nicht so sehr die Wissenschaft selber, die sich geändert hat, sondern es ist so, dass die Staatenlenker erkannt haben, dass die Wissenschaft EIN MITTEL ZUR MACHT ist, insbesondere, wenn sie sich mit ihrer kleineren Schwester, der Technologie verbündet.

Wissen ist Macht, sagt man. Und es stimmt.

Sobald wir wissen, wie wir das Gute erreichen, und wie wir das Böse erreichen, können wir bewusste Entscheidungen treffen und müssen nicht unseren Gefühlen und Emotionen folgen.

Wir kommen von der Re-Aktion in die Aktion. Und tragen fürderhin Verantwortung.

Meint

Euer Christoph

P.S.: ich werde trotzdem nicht verraten, welche Partei gut ist und welche böse (weil ich es selber nicht weiss)


Von Gut und Böse

Februar 3, 2025

Liebe Leser!

Oft habe ich mich auf diesem Blog gefragt, ob es denn gut sein könne, Urteile auszusprechen, die Welt einzuteilen in gut und böse.

Ob man diesem schwarz/weiß Denken frönen soll, oder doch lieber in Graustufen denkt – oder gar in Regenbogenfarben – das ist ein Thema, das sich durch meine schriftlichen Werke immer durchzieht, noch lange bevor die LGBTQ Bewegung die Regenbogenfarben für sich entdeckt hat (was ja eigentlich eine kulturelle Aneignung ist – wenn nicht DIE kulturelle Aneignung schlechthin).

Trotzdem, obwohl die Regenbogenfarben als Symbol für die Versöhnung mit Gott letzten Endes dafür stehen, dass man Gott das Richten überlässt und sich nicht selbst zum Richter macht, trotzdem haben wir jetzt auf den sozialen Medien einen Diskurs geführt, ob es manchmal nicht doch sogar richtig und wichtig sein könnte zu urteilen – zu richten (ich habe HIER berichtet).

Vom Streben und vom Sterben – vom Motor der Evolution

Kann aus dem Herzen etwas Böses kommen?

Gute Frage.

Beginnen wir mit der unbelebten Natur.

Schon die unbelebte Natur ist in der Lage, zu „streben“. Die Zeit hat eine „Richtung“, die „immer vorwärts“ zeigt. Wir haben das erkannt, als wir den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik formulierten.

Wenn man einem System keine Energie zuführt, dann strebt es „von selbst“ in den wahrscheinlichsten Zustand, auch wenn der Ausgangszustand unwahrscheinlich war.

Insoferne ist der Urknall, von dem wir ausgehen, das „nach menschlichem Ermessen unwahrscheinlichste Ereignis“, das uns zustoßen konnte, und jetzt entwickelt sich das Universum hin zum sehr wahrscheinlichen Ende, zum thermodynamischen Gleichgewicht.

Anmerkung: diese Beschreibung entspricht meiner Ausbildung als Techniker, ich kann nicht garantieren, dass es sich dabei um allgemeingültige Wahrheiten handelt.

In diesem generellen „Abbau“, in dieser Milliarden Jahre langen „Explosion“, gibt es aber zumindest ein System, in dem durch temporäre Zufuhr von Energie für eine Zeit lang ein Prozess ermöglicht wird, in dem es „hochgradig kreativ hergeht“ (in dem bei Gott kein thermodynamisches Gleichgewicht herrscht).

Das ist unsere Erde und das ist das irdische Leben – ein schöner bunter, hochgradig komplexer Prozess.

Durch das Naturgesetz der Evolution – Mutation und Selektion – und durch die äußere Zufuhr von Energie war das irdische Leben in der Lage, sich über die Jahrmilliarden langsam weiterzuentwickeln, zu verbessern.

Halt!

Habe ich jetzt gesagt „verbessern“? Das ist jetzt also meine erste Wertung. Im Wort „besser“ steckt das Wort „gut“. Also: früher war es schlechter („böser“), jetzt ist es besser („güter“).

Der Lebenswille und die Arterhaltung sind wohl die ersten „Bedürfnisse“ der Lebewesen, die durch „Güter“ befriedigt werden. Noch ist diese Bedürfnisbefriedigung aber nicht „systematisch“, man kann also noch nicht von „Wirtschaft“ sprechen. Die „Wirtschaft“ ist dem bewussten, dem intelligenten Leben vorbehalten.

Durch das Leben kommt also eine Bewertung ins System: Arterhaltung = gut, Aussterben der Art = schlecht.

Das Wort „Fortschritt“ ist also schon eine Bewertung.

Das Wort „Entwicklung“ (Evolution) wertet übrigens nicht, es sagt nur, dass sich die Dinge von einem „verwickelten“ Zustand in einen „entwickelten“ Zustand weiterbewegt haben, dass die Entropie gesunken ist.

Ich muss das erst googeln, aber ich würde gefühlsmäßig sagen: das Leben schafft es, auf einem Planeten Ordnung zu machen. Das Leben kann – mit Hilfe externer Energiezufuhr – die Entropie senken. Einen unwahrscheinlichen Zustand herbeiführen.

Wir kommen also zu einer neuen Bewertung:

  • Ordnung = gut
  • Unordnung = böse

Aber welche Ordnung? Meine Ordnung? Deine Ordnung? Unsere Ordnung?

Nun, wie Ihr mich kennt, geht es dabei um Gottes Ordnung.

Aber wie beschreibt man die?

Dazu mehr beim nächsten Mal

Meint

Euer Christoph


Es kommt darauf an………

Februar 3, 2025

Liebe Leser!

Wieder einmal geht es um die Nachbearbeitung einer Diskussion auf den sozialen Medien, die mich antreibt einen Beitrag hier auf meinem Blog zu schreiben.

Es dreht sich darum, dass die Frage virulent geworden ist, ob der Mensch denn nun „immerwährend neutral“ sein kann (wie uns als gelernten Österreichern der siebziger Jahre eingeimpft worden ist), oder ob man doch manchmal die Messlatte hervorkramen muss, um zwischen gut und böse zu unterscheiden.

Aber beginnen wir am Anfang

Einem meiner Leser auf den sozialen Medien ist sauer aufgestoßen, dass ich das Sparbuch als sichere Anlageform bezeichnet hatte, und er vermutete dahinter wieder gleich linkslinke Umtriebe, da seiner Meinung ein Sparbuch etwas „typisch Sozialistisches“ sei.

Eine gute Anlageform konnte natürlich nur so etwas sein, wie eine „gute kapitalistische Aktie“ oder andere Anlageformen, bei denen der kleine Mann möglichst in die Lage kommen soll, sein hart erarbeitetes Vermögen als Ganzes einzubüßen, und nicht „nur“ im Rahmen der Inflation.

Ich verstieg mich wieder zu meinem üblichen „Es kommt darauf an“, und versuchte klarzustellen, dass es tatsächlichen einen Unterschied macht, ob man investieren möchte, oder ob man sparen muss.

Anhand dieser Bewertung, „gutes Investieren“ und „böses Sparen“, begannen wir eine Diskussion über Gut und Böse, die ich hiermit wieder einmal aufwärmen möchte.

Gut oder Böse, Links oder Rechts?

Natürlich wollte dieser Leser, dass ich mich seiner Meinung anschließe

  • Links = Böse
  • Rechts = Gut

Ich zitiere: […]Eh ist es nicht einfach. Darum muss man sich damit konfrontieren. Keiner spricht gerne negative Urteile aus (bis vielleicht Restaurantkritiker, haha!), aber manchmal sind sie notwendig. Auch Paulus hat seine Schäflein manchmal scharf kritisiert. Wer immer alles verurteilt, dem verengt sich die Sicht; wer aber nie ein Urteil spricht, in dem sammeln sie sich wie in einem Druckkochtopf, aus dem sie dann unkontrolliert und ungerecht heraus-platzen. Es bedarf also eines Maßes; 0% ist nicht gut und 100% auch nicht.[…]

Ich könnte jetzt die Sache abkürzen, und sagen: „Klar, das Maß ist das Bekenntnis zu den Menschenrechten“ (welches bei der FPÖ nicht gegeben ist), aber ich möchte eigentlich weg von der Tagespolitik und hin zu philosophischen und religiösen Betrachtungen.

Also stelle ich mir die Frage

Ist es gut zu urteilen?

Haha, wirst Du sagen, das ist wieder ein Paradoxon, weil, wenn ich sage, es ist nicht gut zu urteilen, dann ist das selbst ja schon wieder ein Urteil.

Und Du hast recht.

Aber für heute lasse ich es gut sein, und werde die Gedanken noch ein wenig wuseln lassen, bevor ich hier mit dem nächsten Beitrag weitermache.

Meint

Euer Christoph


Neues Buch

Januar 17, 2025

Liebe Leser!

Wie Ihr wisst, habe ich vor einiger Zeit eine Erzählung geschrieben, nämlich Das dritte Kind.

Nun habe ich folgende Ideen für eine Fortsetzung gehabt.

  • Es wird einen neuen Titel geben (nicht mehr „Das dritte Kind“)
  • Es wird aus zwei Büchern bestehen, einem roten und einem schwarzen
  • Es wird um die Zwillingskinder von Lieserl gehen

Meint

Euer Christoph


Stundenbetrachtung (1)

Januar 16, 2025

Liebe Leser,

Wir sind in Österreich gerade dabei, den Klassenkampf neu aufzulegen, wie Ihr alle wisst. Die Reichen und Mächtigen haben soeben begonnen, uns mit Hilfe ihrer Vasallen in der Politik das letzte Hemd vom Leib zu reissen.

Wollen wir deswegen einstimmen in den Chor der Gefangenen?

Nein.

Erstens, weil es eh keinen Sinn hat, und zweitens, weil es viel lustiger ist, sich generelle philosophische Gedanken über dieses Thema zu machen. Diese Blog ist ja nicht angetreten die wirklichen Probleme zu lösen 🙂

Also, welche Sichtweisen stehen uns zur Verfügung?

Um diese Frage zu ventilieren, möchte ich – wieder einmal – eine typische Arbeitsstunde zur Basis nehmen, und einmal klarstellen, dass

a. diese Arbeitsstunde einen Umsatz verursacht

b. dieser Umsatz im Wesentlichen in drei Kostenfaktoren fließt.

Erstens ist da der Lohn für den Arbeiter, der diesen Umsatz generiert hat.

Zweitens sind es die Vorleistungen.

Drittens ist es der Gewinn für den Eigentümer des Unternehmens.

Abbildung 1 – Übersicht: Eine Arbeitsstunde

Der Einfachheit halber habe ich angenommen, dass sowohl der Arbeiter als auch der Eigentümer 20% des Umsatzes bekommen, und dass 60% in die Vorleistungen fließen. Das sind natürlich nur Hausnummern.

Jetzt kann sich der Arbeiter fragen: wie kann ich meinen Anteil erhöhen?

Und der Eigentümer kann sich fragen: wie kann ich meinen Anteil erhöhen.

Abbildung 2: keine Änderung bei Umsatz und Vorleistungen –> KLASSENKAMPF

Solange der Umsatz und die Vorleistungen denselben Wert haben, solange es also keine INNOVATION gibt, bleiben wir im NACKTEN KLASSENKAMPF hängen.

Und weil weder die FPÖ, noch die ÖVP dafür berühmt sind, Innovation zu unterstützen, wird es wohl dabei bleiben.

Amen.

Meint

Euer Christoph