Der Teufel ist das beste Pferd im Rennstall Gottes

musste ich denken, als wir über die „Dankbarkeit gegenüber der Tarnkappentechnologie“ diskutierten.

Aber ist es noch katholisch?

Ist es überhaupt christlich?

Natürlich war es weise von Gott, die Freiheit zu erfinden und den Geschöpfen zu überantworten.

Erst durch Freiheit gibt es Widerspruch, neue Herangehensweisen, Scheitern, Lernen und Besserwerden.

So wie der Tod der Motor der Evolution ist, so ist der Teufel der Motor des menschlichen Fortschritts. Denn ohne Teufel wäre der Mensch schon allein aus Trägheit im Paradies geblieben und könnte niemals in den Zustand des Geläuterten kommen.

Und so erfüllt der Teufel letzten Endes doch noch Gottes Willen (ich möchte jetzt nicht in seiner Haut stecken – so unbefriedigend muss das sein), indem er dem Menschen beim Fallen behilflich ist, sodass dieser wieder errettet werden kann.

Aber soll man jetzt dem Teufel dafür DANKBAR sein?

Nein, denn der Teufel macht einfach nur SEIN DING, ohne Rücksicht zu nehmen, weder auf uns noch auf sich selbst und schon gar nicht auf Gott.

Was dem lieben Gott erst ermöglicht, auch auf krummen Zeilen gerade zu schreiben.

Aus Sicht des Teufels muss Gott wohl ein ziemliches Arschloch sein, aber das geht uns zum Glück nichts an.

Suum cuique.

Meint

Euer Christoph

P.S.: all das hat nichts, aber auch gar nichts mit moderner Unternehmensführung zu tun 🙂

3 Responses to Der Teufel ist das beste Pferd im Rennstall Gottes

  1. rotegraefin sagt:

    Na endlich!,würde mein Ma jetzt sagen,, hat der Bock gemeckert!

  2. Kardinal Novize Igor sagt:

    Da bin ich mit dir einer Meinung!

    Ich möchte noch hinzufügen: Wir sind wieder einmal beim Mysterium des freien Willens.War Auschwitz der Wille Gottes? Wohl kaum. Vieles lässt Gott zu, weil wir es zulassen. Ist da nicht ein Widerspruch in der Welt? Weil sie Gottes Willen entspricht und doch nicht perfekt ist? Ja.

    Aber: Christus wurde gekreuzigt und IST VON DEN TOTEN AUFERSTANDEN.

    Der Widerspruch ist in IHM gelöst.

    „Der Verstand schweigt beklommen, nur der Glaube begreifts allein“ (Thomas von Aquin)

    LG KNI

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