Was kann ich tun?

Nein, ich will mich – hier – nicht mit den Grundfragen der Philosophie beschäftigen, die man etwas flapsig angeben könnte, wie folgt:

  • Was kann ich glauben?
  • Was darf ich hoffen?
  • Was soll ich tun?,

sondern ich möchte mich mit der Frage beschäftigen, die in uns hochkommt, wenn wir betrachten, dass alle Reichen und Mächtigen dieser Welt sich darauf geeinigt zu haben scheinen, dass (Werbung für) Nachhaltigkeit und Regionalität die Lösung aller Probleme sei(en).

Fast schon jedes Lebensmittel macht damit Werbung, dass es „regional erzeugt“ sei, fast jedes Unternehmen schreibt die „Nachhaltigkeit“ auf seine Fahnen (man ist geneigt, an umfassendes, globales „Greenwashing“ zu glauben) und fast jeder Normalbürger hat ein schlechtes Gewissen und Angst.

Die Rechnung des Diabolos scheint aufzugehen. Angst überall. Keine Wahrheit. Nur Verwirrung. Kein Glaube, kein Vertrauen, maximaler Egoismus. Keine Liebe.

Was kann ich anhand dieser maximalen Verwirrung tun? Was kann ICH tun? Habe ich überhaupt eine Möglichkeit, diesen Rahmenbedingungen etwas Gutes abzugewinnen? Ist nicht eh alles vertan, verwirkt, verloren?

Nun, zuerst einmal würde ich mich zurückbesinnen auf das, was ich schon vor langer Zeit als wahr erkannt habe. Ist es nicht nur im Laufe der Zeit verschüttet worden? Habe ich es nicht nur vergessen? Wurde es überdeckt von der Geschäftigkeit des Alltags?

Bei mir persönlich sind das zum Beispiel folgende zwei Sätze:

  • Zeit spielt keine Rolle
  • Nie alleine

Ich kann jetzt nicht im Detail erklären, was mir diese beiden Sätze bedeuten, aber ich stelle Dir diese Frage:

Was ist es, das Du in Deiner frühen Zeit, in Deiner Jugend als richtig erkannt hast, aber die Zeit, der Alltag, die „Randbedingungen“ haben Dich von diesen Zielen „abgedrängt“, haben Dich „abgelenkt“ oder Dich mit „sonstigem Müll zugeschüttet“?

Denk‘ drüber nach!

Bittet

Euer Christoph

6 Responses to Was kann ich tun?

  1. Kardinal Novize Igor sagt:

    Ja, ich finde auch, dass wir innerlich frei werden müssen. Den Müll loswerden; da gibts viel. Sich vom Erdenschlamm befreien!

    Ich glaube, dein und mein Gefühl trügen uns nicht, wenn wir die grausige Gegenwart des „Diabolos“ spüren.

    Davon abgesehen, sage ich, dass Regionalität nicht das Problem ist. Freilich kann man aber alles missbrauchen, auch die Regionalität, so wie es jetzt geschieht mit den 15-Minuten-Städten, wo man die Menschen in ein Viertel EINSPERREN will. Eine wahnsinnig gefährliche Entwicklung.

    Aber mit einer sinnvollen Regionalität hat das nichts zu tun.

    LG KNI

    • Yeti sagt:

      Ich glaube, das Problem ist, wenn man die Hüllen vom Inhalt befreit.

      Seelenloser Regionalismus.
      Seelenlose Nachhaltigkeit.

      WARUM wollen wir die Region stärken? Dabei geht es – hauptsächlich – um Transportwege, aber auch um das sinnstiftende Heimatgefühl.
      Seelenloser Regionalismus ist nichts anderes als „Mikronationalismus“ und kann auch zum Werbeträger für durchaus böse Sachen werden.

      WARUM wollen wir nachhaltig leben? Nun, dabei geht es eben NICHT um das süße Tigerbaby, sondern es geht – beinhart – um die langfristige Existenz möglichst vieler Menschen.

      Wenn wir eine Dezimierung der Menschheit akzeptieren, können wir durchaus zu einer mittelalterlichen Lebensweise zurückgehen, aber WOLLEN WIR DAS: DIE DEZIMIERUNG?

      Meint
      Euer Christoph

      • Kardinal Novize Igor sagt:

        Dein Denkfehler ist, dass du Regionalisierung mit Steinzeit gleichsetzt. Aber eben das stimmt nicht. Man könnte heutzutage Uni-Zweigstellen mit drei oder zwei oder einem Angestellten in jedem Kaff einführen – Internet machts möglich!!!

        Auch wäre heutzutage Mini-Industrie möglich. Das passt aber den Globalisten nicht:

        Also: die Globalisten wollen Riesen-Konzerne und eingesperrte Menschen.

        Gescheite Regionalisten wollen das genau Umgekehrte: Mini-Industrie, Mini-Wissenschaft, regionale Autarkie und regionale Demokratie (Subsidiarität) aber auch Vernetzung.des Wissens.

        LG KNI

  2. Kardinal Novize Igor sagt:

    PS.: Mit dem Thema Seele/Seelenlosigkeit gebe ich dir recht. Und darum sollte man erst einmal über Seele und Glauben sprechen!

    Ad „mikronationalismus“: Da sollte man erst definieren, was „Nationalismus“ überhaupt ist. Dieser Begriff wird viel zu hysterisiert behandelt. Region ist eben nicht Nation. Und: Kann es nicht auch einen Nationalismus mit Seele geben?

    LG KNI

    • Yeti sagt:

      Servus KNI,

      Ich kann meinen Worten nicht entnehmen, dass ich Regionalisierung mit Steinzeit gleichsetze.
      Aber Du musst zugeben: wenn man sich im Internet umschaut, dann wird Nachhaltigkeit oft mit der „guten alten Zeit“ gleichgesetzt (ein typischer „Boomer Move“).
      Und – wenn wir keine hochgradig innovativen Ideen haben – dann wird es tatsächlich auf eine Dezimierung hinauslaufen – davon bin ich eigentlich überzeugt. Eine derartige innovative Idee – wenn sie der Konsument akzeptiert – wäre z.B. die Beimengung von Insektenproteinen im Essen.
      Wenn man es sich leisten kann, wird man natürlich weiterhin Steaks essen.
      Meint
      Euer Christoph

      • Kardinal Novize Igor sagt:

        Nur, weil der Begriff „Regionalität“ heisst es eben nicht, dass Regionalität an sich schlecht ist. Ich beziehe mich auf den vor-voriges Posting über Regionalität, wo du (sinngemäß) geschrieben hast: Der will halt lieber das Schweindl vom Nachbarbauern als das Hormonschwein aus den USA. Dann schreibst du: Und die Firmen deklarieren ganz einfach das Hormonschwein als Nachberschwein.

        Das ist ganz klar ein Missbrauch des Regionalitätsbegriffes. Aber dafür kann die Regionalität nichts.

        Aber: Ja, es stimmt, es ist diabolisch, wenn man eine an sich gute Sache missbraucht und dessen Begriff dadurch zur Farce verkommen lässt.

        LG KNI

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