Nächstes Kapitel

Begreifst Du die Schöpfungsordnung?

Nun haben wir uns schon ganz schön weit durchgeackert.

Von rein statistischen Zusammenhängen, die man durch Versuch und Irrtum erforschen kann, die man dann akzeptiert und als Wissen in das eigene Weltbild einbaut, haben wir uns aufgerafft zu Ur­sa­che / Wirkungs-Zusammenhängen, die man in kleine Zusammenhänge zerlegen und dadurch verstehen kann.

Der Schritt vom Akzeptieren zum Verstehen ist ein ganz ein wesent­licher Schritt, weil er uns ermöglicht, nicht nur im Leben richtig zu re-agieren, sondern auch die Elemente, die uns geschenkt wor­den sind, in einer pro-aktiven, kreativen Art und Weise wie mit einem LEGO Bau­kas­ten in immer neuen Variationen zu kombinieren und Neues daraus zu er­schaf­fen.

So darf es uns nicht wundern, dass die Naturwissenschaft ganz eng mit ihrer kleinen Schwester, der Technik, kooperiert, um immer neue Wesen zu erschaffen und der Menschheit zu schenken.

Aber ist das schon alles?

Ist dieses Karussell, das sich so scheint es immer schneller dreht, wirklich der Sinn des Lebens?

Wenn wir uns in diesem Karussell schwindlig drehen, fallen wir dann nicht auf einen Schwindel herein?

Auf den Schwindel, dass wir ewig leben könnten und uns keine Sorgen um das Nachher zu machen bräuchten?

Auf den Schwindel, dass sich die wichtigen Dinge in unseren Sinnen abspielten und nicht in unserer Seele?

Was ist das überhaupt – eine Seele?

Sollten wir nicht vom Akzeptieren über das Verstehen zum Begreifen und schließlich zum Erkennen fortschreiten?

Schon im vorherigen Kapitel waren wir einigen Aussagen begegnet, die man eigentlich nicht mehr verstehen, sondern nur mehr begreifen kann:

  • Man muss die Ursache des Leidens in der Sünde erkennen

Das ist keine naturwissenschaftliche Lehrweisheit, sondern lässt sich nur aus dem Glauben begreifen.

  • Gott ist die Liebe
  • Gott will die Liebe
  • Wenn wir lieblos sind, brechen wir Gottes Gesetz
  • Lieblosigkeit ist also Sünde und macht die Welt Stück für Stück immer ein bisschen kälter

Je klarer ein Mensch das sieht, desto stärker ist seine Verantwortlich­keit, dem allgemeinen Ruf zur Heiligkeit zu folgen.

Ja, auch das ist eine Sache, die man kaum noch auszusprechen wagt: Du, lieber Leser und ich – wir sind zur Heiligkeit berufen.

Heiligkeit ist nichts für weltabgewandte Eigenbrötler, die sich nur mehr vor ihrer Verantwortung drücken wollen.

Es geht darum, mit beiden Beinen im Leben zu stehen und es geht darum, ja, worum geht es eigentlich?

Wenn das Wort „Sünde“ von „absondern“ kommt, weil wir „uns von Gott absondern“, dann muss Heiligkeit wohl darin bestehen, sich diesem Gott wieder zuzuwenden.

Im Gleichnis vom verlorenen Sohn lesen wir bei Lukas:

Lk 15,17 Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen und ich komme hier vor Hunger um.

Lk 15,18 Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt.

Lk 15,19 Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner.

Lk 15,20 Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.

Lk 15,21 Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.

Lk 15,22 Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand und zieht ihm Schuhe an.

Lk 15,23 Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein.

Lk 15,24 Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern.

Das ist also auch der Sinn des Lebens und des Universums: dass die Geschöpfe in gegenseitiger Solidarität gemeinsam daran arbeiten, dass Alles zur Ehre Gottes gereiche und dass er sich für dieses Universum nicht genieren muss.

Meint

Euer Christoph

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