Am Anfang stand die Erkenntnis

„Engel brauchen keine Religion“ war die Offenbarung, die sich mir ergab.

Sofort sagte die Raupe: „Lieber Gott, lass mich ein Engel sein!“, denn die Raupe wollte frei sein.

Doch das ging nicht.

Und so erfand Gott den Schmetterling.

Der Schmetterling ist das ärmste Wesen im Universum.

Nach der Theorie vom „Flügelschlag des Schmetterlings“ ist ER es, der verantwortlich ist für die großen Paukenschläge des Universums,

doch er kann NICHTS beeinflussen, NICHTS hat er im Griff, keine Resourcen sind SEIN.

Den Wunsch nach Freiheit bezahlt der Schmetterling mit größtmöglichen Schmerzen und allgemeinem Unverständnis.

Nein, SIE sind es, die schuld sind. Die an den Schalthebeln der Macht sitzen, denen das Geld gehorcht und die alles IM GRIFF haben.

Die im Dunkeln sitzen, die sieht man nicht (Bert Brecht).

Arm sind wir, arm müssen wir sein, arm müssen wir bleiben.

Meint
Euer Christoph

6 Responses to Am Anfang stand die Erkenntnis

  1. Kardinal Novize Igor sagt:

    „Engel brauchen keine Religion“

    ….ja, es liegt eine tiefe Disharmonie vor, dass wir Menschen schon (irgend)eine Religion brauchen und deren verschiedene haben (den Atheismus schließe ich da mit ein).

    Das bedeutet, dass man es niemals allen recht machen kann. Und umgekehrt, dass nicht alle recht haben können. Wir sind alle wie Betrogene.

    Man mag vielleicht für sich einen Zentralpunkt finden; einen Ruhepunkt; aber für die Welt? Und wieder umgekehrt: wenn die Welt keinen Ruhepunkt hat – wie kann dann ich einen haben?

    Was, wenn es für den Satz: „Einigen wir uns doch auf x…“ für x keine Lösung gibt?

    Ich gebe zu, dass mich das unrund macht, und ich diese Unrundigkeit auch zeige.

    Und wenn man in der falschen Umgebung gezwungen wird, über Religion zu reden, ist es so, als ob jemand versuchte, einem ein tiefes Geheimnis mit Gewalt entreissen zu wollen.

    LG KNI

  2. Yeti sagt:

    Ich nehme an, Du spielst auf das Bibelzitat an, wonach man Perlen nicht den Säuen zum Fraß vorwirft.

    Ich weigere mich aber, den J**** als Sau zu bezeichnen, immerhin gehen wir immer noch essen bei ihm.

    Aber wenn Du einem Lokal nicht einmal zutraust, dass man dort in aller Ruhe politisch und religiös reden kann, dann wäre es vielleicht besser, wir gehen nicht mehr hin.

    Sonst wirst Du immer unrund sein in der Gegenwart Deiner „Feinde“.

    • Kardinal Novize Igor sagt:

      Ich hab niemanden als Sau bezeichnet. Wäre nett, wenn du mir nicht Dinge unterstellst, die ich weder meine noch gesagt habe. Und ja, es mag sein, dass sich auf einzelne Personen größere Probleme projizieren.

      Und Nein, manchmal ist „in Ruhe politisch und religiös reden“ ein Oxymoron.

      Ich bin nicht perfekt. Und im Moment wäre ich in der Lage, mancherorts WIRKLICH eine Grundsatzdiskussion zu führen, die außer geistigen Ruinen nichts hinterlassen würde.

      Ich will mich aber dazu nicht verleiten lassen. Willst du mich in Versuchung führen? Ist dir dann wohler?

      • Yeti sagt:

        Tut mir leid, dass Dich das so mitnimmt.

        Die Welt ist am Zerbrechen und es gibt Kräfte, die in die Bruchlinien eindringen wollen, um noch mehr Macht zu erhalten – vergessend dass die Welt die einzige Ressource ist, die wir haben – die uns geschenkt ist.

        Und ich verstehe, dass man da unrund wird, aber ich selber werd’s nicht mehr.

        Vielleicht bin ich schon zu abgestumpft.

        Wie auch immer: vielleicht sollten wir wirklich nicht mehr hingehen, wenn das sonst an unserer Freundschaft rüttelt.

  3. Yeti sagt:

    Aber lass mich wieder zum interessanteren Thema zurückkehren.

    Warum haben wir soviele Theorien (Religionen), die sich alle mit dem einen Gott beschäftigen?

    Vielleicht liegt das daran, dass wir die Wahrheit mit irdischen Mitteln eben nicht erreichen können.

    Vielleicht können wir Gott spüren (meine Mutter hat immer behauptet, man könne Gott spüren), vielleicht kann man sogar mit ihm kommunizieren (beten, meditieren), aber eine geschlossene Theorie über Gott (eine einizige Theologie) kann es nie geben, weil alle diese Erfahrungen sehr subjektiv sind.

    Man kann Gott eben nicht messen.

    Aber natürlich kann man die Religionen an ihren Ergebnissen bewerten, an ihren gesellschaftlichen Auswirkungen.

    Aber das möchte ich jetzt lieber nicht tun, denn sonst werde ich in ein Eck gedrängt, in dem ich nicht sein möchte.

  4. Kardinal Novize Igor sagt:

    Eben. Auch ich messe an den Früchten. Und glaube, dass man eine Diskussion darüber nur mit Leuten führen solte, die das zumindest ansatzweise verstehen…

    LG KNI

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