Egoismus? Egoismus!

Liebe Leser!

In meinem letzten Beitrag (den Ihr HIER finden könnt) hatte ich also die Wahrheit geschrieben.

Jene Wahrheit, vor der ich mich in meine Krankheit verkrochen hatte, damals in den Nullerjahren.

Jene Wahrheit, über die wahrscheinlich viele andere auch stolpern, im Laufe ihres Lebens, in diversen Krisen und Midlife Situationen.

Jene Wahrheit also, dass mich meine Frau nicht „aus reiner Liebe“ geheiratet hatte, sondern auch aus Berechnung.

Nein, die sogenannte „wahre Liebe“ ist eine Illusion, sobald man in das Geschäft der Fortpflanzung einsteigt.

Aber, und jetzt muss ich auch den Standpunkt der „Gegenseite“ berücksichtigen: habe denn ich alles aus reinem Altruismus gemacht? War ich nicht auch durch meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse „geblendet“ bzw. „verwirrt“?

Ist es nicht immer ein Geben und Nehmen, und jene Philosophen, die immer den kompletten Altruismus fordern, sind einfach weltfremde Idioten?

War in Jesu Passion nicht auch ein bisschen Egoismus? Sind es nicht SEINE Menschen, die er erlöst hat, die ihm der Vater sozusagen zum Geburtstag geschenkt hatte?

Nun, da sind viele Fragen und Gedanken auf dem Tisch. Ich möchte über dieses Thema noch ein paar Gedanken loswerden, bevor ich es wieder loslasse.

Dies hier demnächst.

Meint

Euer Christoph

3 Responses to Egoismus? Egoismus!

  1. Avatar von Yeti Yeti sagt:

    Habe mir überlegt: um einen gesunden „christlichen Egoismus“ zu argumentieren, braucht man sich nicht auf die Passion zu berufen.

    Da reicht das Gebot: „Liebe Deinen Nächsten, WIE DICH SELBST“.

    Vll. schreibe ich da etwas darüber.

  2. Avatar von Kardinal Novize Igor Kardinal Novize Igor sagt:

    Ich stimme dir zu. Darum unterscheidet die Kirche auch zwischen „Eros“ und „Agape“. Vermutlich hat Gott den Sex erfunden, um uns auf Level 1 an die Agape heranzubringen.

    LG KNI

  3. Avatar von Yeti Yeti sagt:

    Ja. Die Liebe ist kein einfaches Thema, wenn man darüber schreiben möchte.

    Und das Bedürfnis, geliebt zu werden, steckt ganz tief in uns drinnen.

    Und dass wir in die Erfüllung dieses Bedürfnisses investieren müssen.

    Denn nur Gott liebt uns ohne Vorbedingung.

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