Weh dem, der will!

Liebe Leser!

Ist das nicht schon wieder so ein ausgebuffter Blödsinn, wie man ihn auf meinen Blogs öfters findet?

  • Weh dem, der will?

Na ja, wenn Du etwas willst – und wenn Du diesen Willen auch aussprichst – , dann wird man Dich an dieser Aussage messen.

Das Wort „Ich werde….“ ist der größte Streßproduzent von allen.

  • „Ich werde dieses Projekt mit 17. März fertig haben“
  • „Ich werde Dich niemals betrügen“
  • „Ich werde Dich glücklich machen“
  • „Ich werde mehr beitragen, als ich mir herausnehme. Immer“
  • „Ich werde mein Studium in Mindestzeit abschließen“
  • „Ich werde heute endlich mal den Mistkübel hinunter tragen“
  • „Ich werde immer an Dich denken“
  • „Ich werde mein Zimmer zusammenräumen“
  • „Ich werde glückliche Kinder haben“
  • „Meine Frau wird glücklich sein“
  • „Mein Mann wird glücklich sein“
  • „Ich werde am Aufbau des Gottesreiches mitarbeiten“

Natürlich muss man Ziele haben – sonst macht man ja gar nichts – aber es gibt einen guten Spruch, der sagt: „Wenn Du willst, dass Gott lacht, dann erzähl‘ ihm Deine Pläne“.

Oder, etwas älter: „Der Mensch denkt, und Gott lenkt“.

Das Wollen impliziert das Scheitern. Der Erfolg ist ein gar seltener Geselle, und auch wenn Du einen Erfolg hast, wird sicher ein höhergestelltes Rindvieh kommen, und sich die Lorbeeren dafür umhängen.

Und all das kann ganz schön an Dir nagen, weshalb ich dabei bleibe: weh dem, der etwas will!!

Ich bitte Euch, mich nicht mißzuverstehen. Ziele sind etwas Gutes. Es ist gut, wenn Du Dich auf Deine Neugier einlässt und den Spuren folgst, die Du im Schnee des Lebens findest. Wenn Du noch nach etwas strebst.

Aber Du bist nicht der Vater Deines Erfolgs. Mit biblischen Worten gesprochen: Du bist der Sämann, aber Du bist nicht der Herr der Ernte. Mit dieser Rollenverteilung musst Du zufrieden sein, sonst wirst Du kein Glück finden.

Meint

Euer Christoph

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