Liebe Leser!
Viele von Euch werden die biblische Geschichte vom Manna kennen, vom Himmelsbrot, das der Herr den Israeliten zukommen ließ, als sie auf ihrem Weg durch die Wüste waren.
Man sagt, der Name Manna komme von dem verwunderten Ausspruch „Was ist das?“, den sie taten, als sie das Himmelsbrot entdeckten.
Die Story vom Himmelsbrot spiegelt sich im Gebet des Herrn wieder, wo es heißt: „unser tägliches Brot gib‘ uns heute“.
Es ist eine Geschichte vom Grundvertrauen, denn das Himmelsbrot konnte nicht für mehrere Tage gespeichert werden, es ist aber auch eine Geschichte der Arbeit und der Wissenschaft.
„Was ist denn das?“ ist wahrscheinlich die erste wissenschaftliche Frage des Menschen.
Und man mußte sich bücken – abmühen – um das Brot einzusammeln.
Es geht also letzten Endes um die Mühe und um das Geschick, mit denen wir aus den Dingen, die wir VOR-finden, dann letzten Endes unseren Unterhalt bestreiten, indem wir auch neue Verfahren ER-finden.
Dieses Geschick und der Erfindergeist sind notwendige Sachen, denn die Menschen werden immer mehr, es bleibt aber immer (noch) derselbe Planet.
Doch, bleiben wir einmal bei der
BESTANDSAUFNAHME,
bei der ersten aller Fragen WAS IST DENN DAS?
Am letzten Samstag, am 23. März, habe ich versucht, meine Frage nach den „privaten Daten“ zu einem Abschluss zu bringen (man kann das HIER nachlesen). Da fragte ich mich nach der Sacheigenschaft von Daten, und weil ich so schön in Schuss war, habe ich versucht eine KOMPLETTE KLASSIFIZIERUNG ALLER MÖGLICHEN GÜTER vorzunehmen, nicht daran denkend, dass ich dadurch die Sichtweisen der Juristen (was ist eine Sache?), der Wirtschaftswissenschaftler (was ist ein Gut?) und der Physiker bzw. der Mathematiker/Informatiker (was ist Materie, was nicht?) hoffnungslos vermanscht habe.
Hier nochmal die Tabelle, mein kläglicher Versuch einer „Theory of Everything“
Doch, dieser klägliche Versuch bringt mich auf eine neue Idee.
Bevor wir uns mit derart komplexen „Modellen des Universums“ beschäftigen (was ist eine Sache? Was ist ein Gut? Was ist Materie/Energie? Was ist Raum/Zeit?), denken wir doch daran, was unser „erstes Modell des Universums“ ist.
Unser erstes abstraktes „Modell des Universums“ ist doch unsere Sprache, wahrscheinlich haben wir vor der Sprache noch andere – nicht so abstrakte – Modelle oder zumindest ein anderes „Modell im Kopf“, aber darüber will ich nicht schreiben, denn davon verstehe ich nun mal wirklich nichts.
Wenn wir also die „typisch menschliche Betrachtungsweise“ verstehen wollen, dann müssen wir die Sprache verstehen.
- Was ist ein Subjekt?
- Was ist ein Prädikat?
- Was ist ein Objekt?
- Was ist ein Adverb?
- Wie ist die typisch menschliche Art, all das zu kombinieren, um das Universum zu beschreiben?
Und als nächsten Schritt sollten wir hinter die Kulissen der Mathematik blicken, die als Kurzsprache in den Wissenschaften gerne verwendet wird.
Ja, das klingt nach einem Plan.
Meint
Euer Christoph
